Liebe Bärwalder!
„Gustloff“ im Januar 1945 gefahren war,
bis es von einem russischen U-Boot torpediert
wurde. Tiefe Traurigkeit überfiel
uns, als wir den Seebereich vor Stolp
erreichten, in dem die „Gustloff1 untergegangen
war.
Wir gedachten der tausenden von Toten,
es waren hauptsächlich wehrlose
Frauen und Kinder, die hier grausam umgekommen
sind.
Seeleuten wird es immer unverständlich
bleiben, wie diese „Heldentat“ mit einem
Denkmal in Königsberg glorifiziert werden
kann.
Werner Zibner
Rosenstr. 68
23626 Ratekau
— Friedhof in Pillau
/^*%ach Information eines Mitarbei
j 1 I ters der Kriegsgräberfürsorge, im
WBild oben rechts, der zum Zeitpunkt
unseres Besuches in Pillau gerade
dort tätig war, ist das der Platz auf dem
Pillauer Friedhof in den Dünen, auf dem
Ertrunkene der „Gustloff“ und „anderer
untergegangener Schiffe“ beigesetzt
wurden, die die See hier an den Strand
spülte.
Da sich auf der untergegangenen
„Steuben“ auch drei Familien aus dem
Bludauer Ortsteil Forken befanden, ist
es möglich, dass auch sie oder einige von
ihnen auf diesem Platz ihre letzte Ruhe
fanden. Seit dem Untergang der „Steuben“
sind leider bisher keine Personen
der vermissten Familien ausfindig gemacht
worden.
Erika Wetzel
Der durch Kreuze und Randbepflanzung
angelegte Platz für Ertrunkene
der „Qustloff „ auf dem
Pillauer Friedhof in den Dünen.
Foto: Rosemarie Schmidt, 2004
Ostpreußen im Internet - http://www.ostpreussenblatt.de
XEnde
des 2. Weltkrieges war
ich noch ein Kind im Alter von 5
Jahren, wurde jedoch erst 1947
mit den letzten Amtshandlungen der Russen
aus Bärwalde ausgewiesen. Deshalb
habe ich mein Elternhaus und zum Teil
die Umgebung noch gut im Gedächtnis.
Außer meinem Vater, der Soldat war,
sind meine Familienangehörigen noch in
der Heimat verstorben.
Umso mehr habe
ich mich gefreut, als
ich nach langer Zeit
und vielen Nachforschungen
auf die
Ortsvertreterin Ursula
Growitz aus Bärwalde
gestoßen bin. Auf diesem
Wege bekam ich
eine Adresse von einem
Reisebüro in
Königberg, das nach
der Wende mit deutschen
Touristen Kontakt
hatte.
ben, dass nichts mehr davon übrig sei.
Umso größer war meine Überraschung,
als ich nun drei winterliche Fotos aus dem
Januar 2003 davon erhielt. Es war genauso,
wie ich das Haus beschrieben hatte,
mit Dorfstraße und Grundstück. Positiv
wirkte auf mich auch der sichtlich gute
Zustand des Hauses.
Das Elternhaus von Elorst Riemann im Winter 2005 Foto: priv.
Übers Internet erhielt ich auch noch
die Nachricht von einer Frau Elizaweta
Dunez, die mir mitteilte, sie wäre für eine
Woche in Berlin und ich könnte sie dort
aufsuchen. Aufgeregt suchte ich diese
mir unbekannte Frau auf einer Messe in
Berlin, die ich zuvor noch nie gesehen
hatte. Ich war erstaunt, eine junge Frau
sprach mich auf deutsch an und zeigte
mir Unterlagen. Wir kamen ins Gespräch
und sie zeigte mir die Lage meines Elternhauses
auf einer Karte und erzählte
mir, dass es jetzt von ihren Verwandten
aus Königsberg bewohnt sei.
Das Haus wurde damals von meinen
Eltern 1932 erbaut, wir waren im GlauIch
bin deshalb allen dankbar, die mir
durch Kontakte und Adressen geholfen
haben, dass ich diese Freude erleben durfte,
dass ich meine Erinnerungen aus alten
Zeiten auf diesen Bildern wieder gefunden
habe, und möchte dieses gerne
allen Bärwaldem auf diesem Wege mitteilen.
Mit Dank und herzlichen Grüßen
Horst Riemann
Tivolistraße 8
18273 Güstrow
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