Full text : Unser Schönes Samland

.

dort wieder einen separaten Salon zur
Verfügung haben und ich freue mich auf
Euren zahlreichen Besuch. Bitte plant
den Termin ein, denn dies ist gleichzeitig
 das Treffen unserer Ortsgemeinschaften.


Mit den besten Wünschen für eine schöne
 Sommerzeit, erholsamen Urlaub und
gute Gesundheit verbleiben
mit heimatlichen Grüßen
Euer Hans-Georg Klemm,
Sudetenstr. 11,91080 Uttenreuth,
Tel.: 09131-58489
und Dorle Billjött aus Frankfurt

Anmerkungen
1
23
45

, Seiten 182, 185,

Listen der Volkszählung vom 17.Mai 1939
Paul Gusovius: Der Landkreis Samland, Würzburg 1966, Seite 741
Oscar Schlicht: Das westliche Samland, Dresden 1922, Bd. 2, S. 127
GstA PK, XX. HA, OF 129
Hans H. Dielmann: Die Türkensteuer im Herzogtum Preußen 1540, Bd. 1,
231, 308, Hamburg 1998
GstA PK, XX. HA, EM 126d-1149
GstA PK, XX. HA, EM 126d-l 150
8 GstA PK, XX. HA, GD Ostpr. III Nr. 484
9 Angaben von Frau W. Weigelt
10 Samuel Gottlieb Wald: Topographische Übersicht des Verwaltungs-Bezirks der Königlich Preußischen
 Regierung zu Königsberg in Preußen, ND Hamburg 1979, Seite 29
11 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen nach der Volkszählung vom l.Dez. 1905, Berlin
1907 und 1908, ND Hamburg 2003, Seite 34
12 Linus Kather: Halali in Ostpreußen, Vaduz 1998, 2. Aufl. Seite 194

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Nachruf auf Herbert Muschlien

Am 20 März 2006 starb im 87. Lebensjahr Herbert Muschlien in
Stuttgart. Er stammte aus einer alteingesessenen Familie aus unserem
 Ostseebad Rauschen. Nach Schulbesuch in Rauschen, dem
Arbeitsdienst und einer Ausbildung bei der Post in Königsberg
meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht. Nach einer Verwundung
 vor Stalingrad wurde er als Ausbilder eingesetzt und kam
in Frankreich in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1946
entlassen wurde. Mit einem Kameraden ging er nach Stuttgart.
Dort heiratete er und dem Ehepaar wurden zwei Töchter und ein
Sohn geboren. Es dauerte einige Zeit bis ihn die Post wieder einstellte und er Beamter
 wurde. 50 Jahre nach Beginn seiner Ausbildung ging er dann als Postamtmann in

den Ruhestand.

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Er war ein engagierter Ostpreuße. Bereits 1962 wurde er Schatzmeister in der LO
Kreisgruppe Stuttgart. Vor 40 Jahren, 1965, gehörte er mit zu dem kleinen Kreis,
der die Ortsgemeinschaft Rauschen ins Leben rief. 1968 wurde Herbert Muschlien
1. Vorsitzender der LO-Kreisgruppe in Stuttgart, die er 28 Jahre lang erfolgreich
führte. 1976 wurde er in den geschäftsführenden Vorstand der LO-Landesgruppe
Baden-Württemberg gewählt, dem er 20 Jahre angehörte.
Neben diesen Aufgaben berichtete er mit zahlreichen Artikeln über unsere Heimat
im Ostpreußenblatt. In seinem letzten Wohnsitz, dem Seniorenheim, unterhielt er
noch bis kurz vor seinem Tod die Mitbewohner mit Vorträgen über unser schönes
Samland und über Rauschen.

Sein Engagement bei der Deutschen Bundespost wurde durch die Auszeichnung
mit dem „Bundesverdienstkreuz“ geehrt. Die Landsmannschaft Ostpreußen zeichnete
 ihn für seine erfolgreiche Heimatarbeit mit dem „Ehrenzeichen in Gold“ und mit
dem „Preußenschild“ aus.

Wir werden uns stets anerkennend dieses engagierten Heimatfreundes erinnern.

Für die Ortsgemeinschaft Ostseebad Rauschen

Hans-Georg Klemm

Flüchtlingsschicksal
von Heinz H. Binsch, Ostseebad Cranz

Es gibt ein Stück Erde - des ’ oft ich gedacht,
beim Dämmern des Abends - in schlafloser Nacht,
wenn fern in der Fremde ich da stand allein
und Sehnsucht mich packte nach einem Daheim
Ein klein 'Stückchen Erde, für mich war ’s die Welt,
ein klein ’ Stückchen Erde, keins besser gefallt.

Es war meine Heimat. Ihr bin ich so fern.
Das Haus und das Gärtchen, wie hat ich sie gern:
Ich kannt 'jedes Sternchen, ich kamt 'jeden Laut,
Mir waren der Bach und die Wälder vetraut.
Ein klein 'Stückchen Heimat wünscht 'ich mir hierher,
ein klein' Stückchen Heimat, ich brauchte nicht mehr!

Ich hab 'meine Kindheit in Frieden vollbracht.
Das Leben ist herrlich - so hab’ ich gedacht.
Ich spielt 'in der Sonne und tobte im Wind,
ich sprang über Gräben und lief wie geschwind....
Ein klein bisschen Kindheit hätt ’ gern ich zurück
ein klein bisschen Kindheit, heut ’ wär ’ es mein Glück

Es gab eine Scholle an der ich geklebt,
auf der auch mein Ahn und mein Vater gelebt;
wo Mutter gewirkt und behütet das Heim,
wo Saaten gesät und zum Licht drängt der Keim.
Es gab eine Scholle, die alles mir bot,
es gab eine Scholle, doch die istjetzt tot...

Es gibt eine Zukunft: die habe ich hier,
Sie gilt's zu gestalten - mein Gott helfe mir!
Ob Heimat verloren, ob alles dahin;
Zum Leben geboren, das ist der Sinn!
Es gibt eine Zukunft, die steht mir dafür,
Es gibt eine Zukunft, die nutze ich mir! V