Full text : Unser Schönes Samland

Blick von den neuen Anlagen zum Nordbahnhof

Foto: K. Lunau

mit allen erforderlichen Unterlagen durch
Ihren Vertreter bzw. durch ein in Berlin
ansässiges Reisebüro einreichen.

Diese Neuregelung gilt vermutlich
nicht nur für das Konsulat in Berlin, sondern
 gleichfalls für die Generalkonsulate
der russischen Föderation in Hamburg,
Bonn, Leipzig und München.

eine Stunde, muss jetzt die Zeit um zwei
Stunden zu unserer MEZ umgerechnet
werden, wenn man keinen Anschluss verpassen
 will! Das gilt auch für die Ankunft
 in Kaliningrad/Königsberg sowie
die Abfahrt von dort für den Kurswagen
des so genannten Königsberg-Express!
Warum dem so ist, konnte mir bisher
niemand sagen. Vermutlich steckt die
Absicht dahinter, auch im Eisenbahnverkehr
 deutlich zu machen, dass
schließlich alles von Moskau abhängt!

Hier noch ein Hinweis, den alle Besu- Ihr
eher unbedingt beachten sollten: Im gan- ÜCtauc cd. JLunau
zen Gebiet Kaliningrad gilt jetzt für jeglichen
 Bahnverkehr die Moskauer
Zeit, d. h. zusätzlich zu der bisher schon
immer erforderlichen Uhrumstellung um

— Weiterbau der Kirche Arnau

/^^^achdem das Mauerwerk des Tur-5
 1 | mes unserer Amauer Kirche wie-^derhergestellt,

 das Turmdach
gedeckt, ein Glockenstuhl mit dazugehöriger
 Glocke montiert ist, wird als
nächster Bauabschnitt das Dach über dem
Langschiff ausgeführt.
Die technische Bearbeitung mit den
Konstruktionszeichnungen für den Dachstuhl
 ist fertig. Die Leistungsbeschreibungen
 mit den erforderlichen Stücklisten
 hat unser Landsmann Reinhard Stillger
 aus Arnau aufgestellt. Die Koordination
 der Baumaßnahme liegt in seinen
Händen. Ein Ablaufplan der Baumaßnahme
 liegt vor. Der Start des beschriebenen
 Bauabschnittes steht jetzt unmittelbar
 bevor.
Interessierte Besucher aus dem Westen
 werden um Verständnis gebeten, wenn

die Baustelle nur nach Voranmeldung zu
besichtigen ist. Die Baustelle ist eingezäunt
 und wird bewacht und ist somit,
wie alle Baustellen, nicht betretbar.
Auf Wunsch und nach Voranmeldung
steht vor Ort eine sachkundige deutschsprachige
 Führung zur Verfügung.
Anmeldung bei:
Kuratorium Arnau e.V,
Tel.+Fax: 04346-601483,
E-mail: Rix@anglistik.uni-kiel.de
oder bei der Führung vor Ort:
Lydia und Leonid Kiyashko,
Königsberg und Arnau,
Tel. 007/0112/471371,
E-mail: leonid_kiyashko@mail.ru

Mit freundlichen Grüßen
Carl Mückenberger

— Fahrt nach Potennen

9. bis 18. Juli 2004 machten
iwir eine Busreise nach Ostpreußen.
 Wir, das waren meine
Tante Hedwig geb. Wolff, meine
Schwester Heidi und ich. Wir Schwestern
 sind die Töchter von Otto und Martha
Gess geb. Wolff.
Ich war sehr aufgeregt, als wir die russische
 Grenze erreichten. Wir wollten
nach Rauschen in unser Hotel. Die Reiseleiterin
 und der Fahrer müssen wohl unsere
 Gespräche gehört haben, denn die
Fahrt ging langsam durch Polennen in
Richtung Germau. Am Anfang von Polennen
 steht ein altes Gebäude. Das war
das Elternhaus meines Vaters. Ich war tief
bewegt und konnte gar nicht in Worte
fassen, wie es in mir aussah.

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Das Hotel war ein sehr gutes Quartier;
leider war das Essen nicht besonders gut
und kam immer kalt auf den Tisch.
An einem freien Tag mieteten wir uns
ein Taxi; der Fahrer sprach deutsch.
Zuerst fuhren wir nach Germau zum
Friedhof. Der alte Taufstein aus der ehemaligen
 Kirche wurde dort wieder aufgestellt.
 Sonst ist nichts mehr vorhanden.
Unsere Tante sagte uns, dass wir hier
getauft worden sind. Sie zeigte uns auch
die Stelle, wo unser Großvater Gottfried
Wolff und unsere kleine Schwester begraben
 liegen. Der Friedhof ist sehr gepflegt.
 Eine Frau sammelte Holz vom
Rasen und erklärte uns, dass ihr Mann
ihn später mähen wolle.
Dann ging es weiter nach Polennen. 61