höhe, entdeckten wir am Anfang des
ehemaligen Forstes Greiben eine sehr
gepflegte Anlage. Schilder mit der
Aufschrift “Achtet im Wald auf Feuer”
waren installiert. Anscheinend handelt
es sich um ein Wildgehege. Personen
trafen wir nicht, nur zwei friedliche
Hunde begegneten uns.
Bemerkenswert und erfreulich ist,
daß sich neuerdings sehr viele junge
Menschen aus Deutschland für das
wunderbare Ostpreußen interessieren.
Hans Czerwitzki, Max-Planck-Straße 26,
47167 Duisburg,
Telefon/Fax: 0203-581724
Auqust 2000 in Postnicken
Redaktionsschlu ß
für Folge 150
ist der 10. April 2001
76
Leserbrief
Betr. den Artikel “Erinnerungen
eines Reiseleiters” in Folge 146, Seite
64.Ich erinnere mich sehr gut an den 9.
Mai 1991. Der “Eiserne Vorhang” war
gefallen, und ich war am Ziel meiner
Sehnsucht, die Heimat und Königsberg
wiederzusehen, die ich 1947 verlassen
mußte, angekommen. Trotz vieler
sehr schmerzlicher Erinnerungen,
hatte ich stets geäußert sofort hinzufahren,
sollte sich eine Möglichkeit
dazu bieten. Am 5. Mai 1991 flog ich
von Hamburg nach Riga, denn
Königsberg durfte nicht mehr angeflogen
werden. So stand uns Reiseteilnehmern
eine lange Busfahrt bevor.
Aber was nimmt man nicht alles auf
sich, wenn ein Ziel vor Augen liegt.
Die Eindrücke waren sehr wechselseitig,
wie es wohl jeder von uns verspürte.
Fasziniert betrachtete ich an jenem
9. Mai die beiden vor dem Hotel
Kaliningrad stehenden Busse “Rossgärter
Tours” und darunter “Greif
Reisen A. Manthey”. Natürlich sprach
ich die zum Unternehmen gehörenden
Begleiter an und erzählte, daß wir in
Riga landen mußten, weil der
Königsberger Flughafen bis auf weiteres
gesperrt sei. Man war fest davon
überzeugt, daß diese Regelung nicht
für “Rossgärter Tours” gelten würde.
In dem Moment kam Herr Manthey
mit dem bewußten Fax.
Zu der Zeit war es eben ein besonderes
Abenteuer, nach Ostpreußen zu
reisen. Auch heute ist keine Fahrt von
Abenteuern frei. Vielleicht ist es gerade
das, was uns immer und immer wieder
dort hinzieht, was sich mit der
Liebe zu unserer Heimat und mit dem
Verständnis der gewonnenen Bekannten
und Freunde mischt.
Christa Pfeiler-Iwohn,
Laurembergstieg 3, 22391 Hamburg,
Telefon: 040-5362504
Wangnicken
Klein und bescheiden war mein Heimatdorf,
nie beschrieben von Dichters Wort.
Es gab keine stolzen Bauten, noch Komfort.
Doch meine Gedanken wandern oft noch durch das Dorf.
Ich sehe noch die alten Kastanien blühen,
die Lerche sang darin ihr Liebeslied.
Am alten Bauernhaus der Flieder blühte,
und auf dem Dach der Storch die Jungen fütterte.
So mancher Wanderer blieb staunend stehen.
Der Kutscher fuhr singend auf das Feld
Und grüßte froh sein Elternhaus.
Ich war froh und glücklich trotz aller Bescheidenheit.
Ich grüße mein Dorf, ich vergesse es nie!
Es war klein und einsam, aber mein Heimatdorf.
Frieda Rotzkat, geb. Wichmann