Full text : Unser Schönes Samland

Das Landstallmeisterhaus, im Vorjahr noch dem Verfall

nahe, ist renoviert. Der mittlere Vorbau fehlt. Das Qebäude
 beherbergt eine Schule und ein kleines Museum.
(Foto: K. Wulff)

gesamte Giebelfronten mit je einem für
Ostpreußen typischen Wahrzeichen bemalt
 worden sind. Der Verwendungszweck
 der Häuser ist noch unklar. Man
denkt an Unterkünfte für Touristen.
Auf Landstraßen verlassen wir Trakehnen
 in südwestlicher Richtung und kehren
 zum Kurzbesuch bei Herrn Stahl,
einem Deutschen, auf seinem elterlichen
Besitz in Schulzenwalde (Dubrawa) ein.
Es liegt südlich von Gumbinnen. Da das
ehemalige Gutshaus zerstört wurde, hat
er das einstige Schulgebäude wohnlich
ausgebaut. Hier hält er sich schon seit
Jahren auf. Seinem Optimismus
für die Zukunft dieses Landes
widersprechen wir energisch.
Seine Begründung ist kurz: Wir
mögen zum Rittergut Wecdcrn
bei Angerapp fahren. Dort baue
die Frau des Moskauer Bürgermeisters
 Luschkow den einstigen
 Besitz des Grafen von Zitzewitz
 nach alten Plänen zu einem
Gestüt aus. Warum wohl steckt
dieses einflussreiche Ehepaar
Millionen in dieses marode Gebiet?
 Und vielsagend deutet Herr

Stahl an, dass man in Moskau bereits
wüsste, was nach dem absehbaren
EU-Beitritt von Polen und Litauen
in der Exklave geschehen dürfte,
nämlich eine wirkliche Freihandelszone
 nach „Hongkonger Muster“.
Und an diesem zu erwartenden wirtschaftlichen
 Boom möchte man teilhaben.
 Diese Begründung ist einleuchtend.
 Also machen wir uns
sofort auf den Weg.

Was wir dann in Weedem sehen,
 übertrifft unsere Erwartungen.
Durch eine seitliche Einfahrt gelangt
man auf einen großen viereckigen
Wirtschaftshof, der von einem Holzzaun
begrenzt ist. Dahinter im angemessenen
Abstand stehen die Wirtschaftsgebäude.
Vom Gutshaus, das noch nicht renoviert
ist, blickt man zur rechten Seite auf die
bereits fertigen Reit- und Pferdeställe,
die palastartig und vornehm wirken.
Daran schließt sich rechtwinklig ein langes
 Stallgebäude an. Es könnten die
Remontenställe sein. Hier also will Frau
Luschkow an die alte ostpreußische Tradition
 anknüpfen. Das Viereck wird seitlich
 von einem massiven Gebäude geschlossen,
 dessen Dach gerade ein neues

Die Agnes-Miegel-Siedlung in Trakehnen beeindruckt
durch die Qiebelbemalung mit typischen Wahrzeichen
Ostpreußens. (Foto: K. Wulff)

der Touristenmagnet werden.
Unserer geschundenen Heimat
 wäre ein Lichtblick dieser
 Art zu wünschen

Ein 80-minütiger vertonter
Videofilm schildert die gesamte
 7-tägige Reise und ist
für 26,- • über die Heimat-Weedern
 bei Angerapp war einst im Besitz derer von Zitzewitz. kreisgemeinschaft KönigS-Es
 wird nach alten Plänen restauriert. Dem palastartigen Reitstall berg/Land Portastraße 1 3

Sw„ufih diE Pferdes,äUe an- Ein§ezäunt ist das Trainin8sfeld. 32423 Minden zu beziehen. ’

Gebälk erhält. - Nach der Anzahl der
Bauarbeiter zu urteilen, wird dieses Objekt
 bis zum kommenden Sommer annähernd
 abgeschlossen sein. Das dürfte

Klaus Wulff
Kulmer Straße 20 a
32602 Vlotho - 2
Tel: 05228 - 71 83

Liebe Heimatfreunde aus Qr. Kuhren

und Umgebung!

Für

die zahlreichen Weihnachts- und
Neujahrswünsche möchten wir herzlich
 Danke sagen. Besonders gefreut haben
 wir uns über zugesandte Erinnerungsberichte
 von „alten Gr. Kuhrenem“.
Wie schon erwähnt findet unser jährliches
 Ortstreffen am 01. Juni 2002 im
Lindenhof in Eckernförde statt.

Wir hoffen, auch in diesem Jahr viele
Ehemaligen aus Gr. Kuhren, Kl. Kuhren,
 Finken, Schalben, Mandtkeim und
Wamicken begrüßen zu können. Selbstverständlich
 sind auch Gäste anderer Orte
herzlich willkommen. Unser Heimatfreund
 und Landsmann Reinhold Gutsch

hat von unserer Heimatreise des Jahres
2001 einen herrlichen Videofilm erstellt,
welchen wir vorführen werden
Den folgenden Bericht erhielten wir
von unserer Landsmännin Frau Herta
Ruhner geb. Hömke.

Ihr Lieben, mir fallt noch so manches
aus unserem Heimatdörflein ein, Ich habe
hier niemanden mit dem ich von Gr.
Kuhren, von der Kindheit, Schule und
Jugendzeit sprechen kann, ich glaube
deshalb hat mein Gedächtnis manches
aufgestaut. Elisabeth Luick aus Kl. Kuhren
 hat mal folgende Geschichte erzählt.
Vor vielen, vielen Jahren waren drei