Full text : Unser Schönes Samland

Verwaltung tagen und ein Sommeroder
 Herbstfest organisieren.
Dr. Henks zeigte sich sehr entgegenkommend
 und würde uns bei unserem
 Vorhaben auch bestens unterstützen
 und helfen.
4) Der Empfang bei der Bürgermeisterin
 von Fischhausen, Frau
Glafira Grigorenko, war wieder besonders
 herzlich.
Victor Koschelew, stellvertretender
Bürgermeister von Pillau, und andere
Persönlichkeiten bereiteten uns einen
Empfang, der seinesgleichen sucht.
Führung durch das Museum, Tanzdarbietungen,
 Gesangseinlagen und
ein abwechslungsreiches Abendessen
mit Tischreden, die ausschließlich von
freundschaftlichen Gedanken geprägt
waren, rundeten unseren Besuch ab.
Wir fuhren in dem festen Bewußtsein

..— Liebe Medenauer,

die von Louis-Ferdinand Schwarz
im letzten Jahr in Pinneberg angekündigte
 Reise nach Medenau ist erfolgreich
 abgeschlossen. Über besondere
Höhepunkte berichtet Louis-Ferdinand
 Schwarz an anderer Stelle dieses
Heimatbriefes.
Die Teilnehmer waren Margarete
Fakundy (Jäger), Lore Bühner
(Hochheim), Jürgen Kinnigkeit mit
seiner Ehefrau, Eva Kinnigkeit,
Manfred Wadehn, Brigitte Walzer
(Possienke), Günter Ernst, Günter
Bendig, Waltraut Knackstedt, Louis-Ferdinand
 Schwarz und auch ich war
dabei.
Für alle Freunde ein kurzer
Bericht, um in Gedanken „mitzureisen“.


nach Rauschen zurück, bei wirklichen
Freunden gewesen zu sein.
Liebe Frau Bürgermeisterin Glafira
Grigorenko noch einmal - herzlichen
Dank!
5) Natürlich darf nicht unerwähnt
bleiben der herzliche Empfang in
Medenau bei dem Lehrerehepaar
Kusnetzowo. Auch hier führen wir uns
wie bei Freunden.
Bei jeder Fahrt nach Ostpreußen -
ins Samland - müssen wir so viel wie
möglich - Kontakt zu und mit den
Menschen vor Ort suchen. Wir werden
immer wieder feststellen,von wenigen
Ausnahmen abgesehen, daß unsere
freundschaftlichen Absichten ebenso
menschlich und freundschaftlich erwidert
 werden.

Louis-Ferdinand Schwarz

liebe Nachbarn —

Unsere Reise begann am Flughafen
in Hannover mit dem ersten Ziel
Powunden. Hier nahm uns eine
Dolmetscherin in Empfang und brachte
 uns mit einem Kleinbus nach
Rauschen in das Hotel „Zum alten
Doktor“. In dieser alten Villa, in neuester
 Zeit renoviert und umgebaut, bezogen
 wir Quartier. Klein, aber fein!
Das Frühstück wurde uns in dem Haus
serviert, alle übrigen Mahlzeiten
haben wir an den jeweiligen Ausflugsorten
 eingenommen.
Der erste Tag war Königsberg gewidmet.
 Besucht wurde das deutschrussische

 Haus.
Louis-Ferdinand Schwarz berichtet
darüber in seinem Reisebericht.

Am Montag ging es über Rudau
nochmals nach Königsberg. Unser Ziel
war der Dom. Nach einer Besichtigung
außen und innen konnten wir feststellen,
 daß an der Fertigstellung weiter
gearbeitet wird.
Am Dienstag fuhren wir zu unserem
 Hauptziel - nach Medenau. Von
Kumehnen kommend, stiegen wir vor
der Molkerei aus und durchwanderten
„unser Medenau“ langsam von Haus
zu Haus. Ein besonderes Erlebnis für
diejenigen, die das erste Mal die Reise
gewagt haben. Der Rundgang erstreckte
 sich bis zum Badesee, dessen
Wasserspiegel erheblich gestiegen ist.
Einkehr wurde bei der Lehrerin
Sina gehalten. Sie überraschte uns mit
einem reich gedeckten Tisch, wodurch
sich unser Aufenthalt in Medenau verlängerte.

Am Mittwoch ging es auf die einmalige
 schöne Kurische Nehrung bis
Nidden. Hier war ich 1992 zuletzt gewesen
 und konnte feststellen, daß sich
seitdem viel verbessert hatte. Wir
haben sogar ein Bad in der Ostsee riskiert.
 Donnerstag stand Palmnicken
auf dem Plan mit Besichtigung des
Bernsteinwerkes einschl. Bernsteinschleiferei.

Vom Adalbertskreuz in Tenkitten
führte unser Weg nach Fischhausen,
wo uns die dortige Bürgermeisterin,
Frau Grigorenko, begrüßte. Nach dem
Gesang eines Frauenchores erwartete
uns auch dort wieder ein reich gedeckter
 Tisch in der Lehrküche der Schule.
An diesem Essen nahmen auch
Vertreter des Stadtrates teil und es ergaben
 sich sehr interessante Gespräche.


Auf der anschließenden Rückfahrt
ins Hotel nach Rauschen durfte ein
Abstecher nach Bludau zu dem dortigen
 Gedenkstein nicht fehlen. Ebenso
besuchten wir die Gedenkstätte in
Germau.
Am Freitag starteten wir zur großen
Abschiedsfahrt nach Galtgarben, Kumehnen,
 Medenau, Pollwitten,
Cathrinhoefen, Schuditten, Bahnhof
Powayen, Kl. Blumenau, nochmals
Bludau, Kallen, Compehnen, Ziegenberg
 bis Wischehnen. ln Wischehnen
stand einmal das elterliche Gut von
Manfred Wadehn, wovon nichts mehr
zu finden ist.
Sehr große Veränderungen konnte
ich seit meiner letzten Reise nicht feststellen,
 außer daß die Straßen besser
ausgebaut wurden, in den Küstenorten
wird gebaut und abseits davon weiter
abgebaut. Immer mehr Felder sind unbestellt,
 so daß die Natur sich frei entfalten
 kann. Unübersehbare blaue
Flächen mit Lupinen, weiße Flächen
mit Margareten und bunte Feld- und
Wiesenblumen beherrschen das Bild.
Ein einmaliges Bild für jeden Naturfreund,
 ein Jammer für einen ostpreußischen
 Landwirt.
Soweit mein kurzer Bericht mit
einem herzlichen Dankeschön an
Dich, lieber Louis-Ferdinand, für die
Organisation dieser wunderschönen
Reise.
Auf ein Wiedersehen vom 13.- 16.
September in wenigen Wochen in
Pinneberg freut sich

Ihr/Euer Landsmann
Ernst Fechner, Eulengasse 7,
51371 Leverkusen,
Telefon: 0214 -22641