— Nochmalige Bitte an alle Samländer!
Wieder
habe ich sehr liebe und interessante
Post bekommen, ja, bis zu
Ortsplänen und Ortsgeschichten war alles
dabei, viele von Ihnen haben sich
sehr viel Mühe gegeben uns zu unterstützen.
Dafür ein herzliches Dankeschön.
Ein Dank aber auch für die vielen anerkennenden
Worte zu dieser Arbeit.
Ich möchte aber nochmals alle bitten,
die diesem Aufruf noch nicht gefolgt
sind, den Fragebogen aus dem Sommerheft
auszufüllen und an mich zu senden!
(A us Platzgründen haben wir ihn in diesem
Heft nicht abermals abgedruckt und
verweisen auf das Formular im letzten
Heft.)
Unsere Einwohnerdatenbank kann nur
mit Ihrer Hilfe ansatzweise vollständig
werden. Auch wenn wegen fehlender
Kenntnisse nicht alles ausgefüllt werden
kann, ist es trotzdem wertvoll für
uns. Wem es möglicherweise aus Altersgründen
schwer fällt, den Bogen auszufüllen,
kann ja vielleicht seine Kinder
oder Enkel um Unterstützung bitten.
Bei manchen Familien, deren Mitglieder
im und nach dem Krieg umgekommen
sind, kann es schwer sein, durch
mündliche Überlieferung und eigene Dokumente
noch an Daten zu kommen. In
solchen Fällen würden uns die Kirchenbücher
weiterhelfen können, die teilweise
bis 1944 erhalten geblieben sind. Für
diese Aufgaben reicht jedoch meine Zeit
im Moment nicht aus, denn die Arbeit
an der Datei ist sehr umfangreich und
zeitraubend.
Aber vielleicht hat der eine oder andere
Jüngere unter Ihnen Lust und Zeit
in diesen Kirchenbüchern zu lesen und
Daten herauszuschreiben. Falls Interesse
an solcher „Forschungsarbeit“ besteht,
bitte bei mir melden, ich gebe gerne Hinweise
und Tipps zur Vorgehensweise.
Und wen es interessiert: Kirchenbücher
bis 1944 existieren noch von Germau,
Rauschen, Palmnicken, Kumehnen,
Thierenberg, Fischhausen, Lochstedt, Alt
Pillau und Pillau.
Heidrun Meller
Hinter der Waage 1 a
04600 Altenburg
Telefon:03447/502925
E-Mail H.Meller@t-online.de
— Liebe Leser!
Während
der Arbeit an dem Inhaltsverzeichnis
/ Index für alle bisher
erschienenen Heimatbriefe ist mir aufgefallen,
dass es in früheren Zeiten
Brauch war, dass sich die jeweilige
Schriftleitung mit Erläuterungen regelmäßig
an die Leser und Autoren wandte.
Diese Gewohnheit ist seit den späten 70er
Jahren eingeschlafen. Ich möchte diese
als regelmäßige Einrichtung auch nicht
wieder aufleben lassen - denn unsere
Seiten sind wahrhaftig „gezählt“.
Es gibt aber immer wieder Fragen hinsichtlich
der Auswahl von Beiträgen und
der Zusammenstellung im Heimatbrief,
die ich an dieser Stelle einmal etwas
grundsätzlicher beantworten möchte.
Vorweg: Vielleicht ist es noch nicht allen
Lesern bekannt, aber eine „Redaktion“
im Sinne einer Arbeitsgruppe gibt es nicht
- die Schriftleitung ist ein „Ein-Frau-Untemehmen“
(und dieses schon seit ei8
mummm
nigen Jahrzehnten), welches jedoch in
Abstimmung mit dem Vorstand arbeitet.
Als ich diese Aufgabe im Herbst 2001
von meiner Vorgängerin Frau Hußfeld
übernommen habe, war meine größte
Sorge: „Um Himmels willen, und wenn
nun nicht genügend Beiträge zusammen
kommen?“ - Diese Befürchtung hat sich
sehr schnell als überflüssig erwiesen, noch
immer bekomme ich mehr Zusendungen,
als ich im Heft unterbringen kann. Und
dies ist für mich der schwierigste Teil
meiner Arbeit - die Auswahl zu treffen!
Jeder Autor hat seinen Artikel mit viel
Engagement und Liebe geschrieben, hat
sich etwas dabei gedacht und wünscht,
dass dieser Beitrag veröffentlicht werden
möge - dieses nötigt mir grundsätzlich
immer den höchsten Respekt ab und dafür
möchte ich auch einmal ganz ausdrücklich
Dank sagen!
Die Situation hat sich jedoch seit 2001
dahingehend verändert, dass die Seitenzahl
aus Kostengründen unwiderruflich
auf 116 festgelegt wurde, dies ist wirtschaftlich
notwendig und sinnvoll, um
die Herstellungskosten zu begrenzen. Für
diese feststehende Seitenzahl heißt es nun
die ausgewogene Zusammenstellung zu
finden, für jeden sollte immer etwas
dabei sein und jeder hat seine Vorlieben.
Der eine hat starkes Interesse an historischen
und wissenschaftlichen Artikeln,
ein anderer freut sich über die Seiten von
Herrn Schumacher, ein dritter liebt
besonders die heiteren oder nachdenklich
stimmenden Geschichten aus der Vergangenheit
- und nicht zuletzt sind die Berichte
aus den Ortsgemeinschaften ein
ganz wesentliches Fundament der Kreisgemeinschaft
und des Heimatbriefes.
Auch unsere Leserstruktur muss berücksichtigt
werden, d. h. dass in der
Regel mehr Beiträge über größere Städte
und Ansiedlungen veröffentlicht werden,
denn zum einen gibt es aus diesen
Ortschaften mehr Autoren und Beiträge
und - nicht zu vergessen - auch mehr
Leser. Allerdings kann ein kleiner (Ausflugs-)
Ort gleichfalls vielen Heimatfreunden
bekannt sein, alles dies gilt es
zu beachten und dementsprechend zusammenzustellen.
Wenn dann wieder ein Exemplar des
Heimatbriefes fertig ist, bleibt aufgrund
der Vielzahl der Einsendungen immer
etwas übrig, was nun aber nicht heißt,
dass es überhaupt nicht mehr veröffentlicht
wird, denn vielleicht passt es thematisch
gut ins nächste oder übernächste
Heft, manchmal ist aber die Aktualität
später nicht mehr gegeben und der Artikel
fallt ganz fort.
Sie werden sicherlich Verständnis haben,
dass ich über diese Arbeitsweise nicht
mit jedem einzelnen Einsender schriftlich
oder mündlich korrespondieren kann,
es würde einfach den Rahmen meiner Arbeit
sprengen (obwohl ich auch dieses in
Ausnahmefällen tue).
Deshalb einige Hinweise, welche die
Aussichten vergrößern, dass Ihr Artikel
veröffentlich wird:
* Kurze Beiträge haben bessere Chancen
zur Veröffentlichung. Jeder zehnseitige
Reisebericht ginge auf Kosten
anderer Beiträge, die dann nicht mehr
gebracht werden könnten.
* Der Inhalt sollte sich möglichst auf
das Samland beschränken, da es für Artikel
über Ostpreußen im Allgemeinen
andere Möglichkeiten der Veröffentlichung
gibt (Preußische Allgemeine Zeitung,
Heimatbriefe anderer Kreisgemeinschaften).
ammm 9