Full text : Unser Schönes Samland

Fußes betreten werden. Da die Verkaufshütten
 alle aus „natürlichem“
Baumaterial errichtet waren, konnten
 diese auch nicht mehr genutzt
werden. Schade um das vorzeitige
Ende dieses mit viel Liebe und
großem Zeitaufwand ausgerichteten
 Ereignisses.

Einweihung und Segnung der Gedenktafel für Stolopyn
am Altersheim Foto:Lunau

waren, entstand (wie berichtet) der Gedanke
 zum Aufbau eines Freilichtmuseums.
 Um das Interesse bei der Bevölkerung
 zu wecken, wurde südlich der Kaup
ein „Kaup Festival“ durchgeführt. In
Verkaufständen konnte man Schmuck
und andere Nachbildungen aus der Wikingerzeit
 erwerben. Als Pruzzen, Wikinger
 oder Ordensritter verkleidete Akteure
 führten dem interessierten Publikum
Einzelkämpfe und ganze „Schlachten“ -
einschließlich Erstürmung
einer Pruzzenburg - vor. Sänger
 und Musiker trugen auf
nachgebauten Musikinstrumenten
 Musikstücke aus früherer
 Zeit vor. Auch wurden
Spiele und Spielgeräte aus
der Wikingerzeit zur Unterhaltung
 der Kinder (und auch
Erwachsener!) angeboten.
Leider fiel dieses gut besuchte
 und stimmungsvolle Festival
 am zweiten Tag buchstäblich
 ins Wasser. Das Gelände
konnte nicht mehr trockenen

Die Stadt Selenogradsk/Cranz
hatte auch bei dem um eine Woche
vorverlegten Stadtfest wettermäßig
kein Glück. Augrund starker Regenschauer
 fiel der übliche Stadtumzug
 aus und die Eröffnung etc.
musste im Saal des Kulturhauses
(ehern. Kino Capitol) stattfinden.
Zwar ließ der Regen gegen Abend nach,
doch trug die feuchte Witterung nicht gerade
 zu einem Stimmungshoch bei, wenn
auch der Festplatz recht gut gefüllt war.
Das Feuerwerk am Abend wurde begrüßt,
konnte aber auch nur noch als Schadensbegrenzung
 aushelfen.
Besser wurde das Wetter am folgenden
 Wochenende, an dem der „Tag des
Fisches“ oder wie man es uns gegenüber
nannte: „Tag der Flunder“ gefeiert wur­Kampfspiele

 beim „Kaup"Festival

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de. Überall gab es Fisch in allen Variationen.


Da alle Feierlichkeiten unter dem Motto
 „190 Jahre königliches Ostseebad
Cranz “ standen, war es verständlich, dass
meiner Reisegruppe - als den „Ureinwohnern
 von Cranz“ besondere Ehre zuteil
wurde. Wir wurden am Samstagabend
auf dem Festplatz zum Fischessen und
Freibier sowie Sonntagmittag zum Fischessen,
 mit musikalischer Untermalung
durch eine Kosakengruppe, von der Stadt
eingeladen. Zu unserer besonderen Überraschung
 präsentierte uns die russisch-orthodoxe
 Kirche noch zusätzlich ein reichhaltiges
 Büfett.
Wenn ich über Unterhaltung
 spreche, dann
muss auch der neue
,Juna-Park“ am Fischerpark
 West erwähnt werden,
 in dem u. a. Autoskooter
 und verschiedene
andere Fahr- und Erlebnisgeschäfte
 nebst Schießstand
 zu finden sind.

Ansonsten wird vor allem
 in Westende weiter
gebaut. In der Graf Kayserling Str. wurde
 das Hotel „Renaissance“ und an der
Ecke zur Dr.-Kessel-Str. das Hotel „Katzenhaus“
 in Betrieb genommen. Bei
beiden Hotels handelt es sich um kleinere
 Betriebe, doch steht ihr Standard um
nichts hinter europäischen Normen zurück.
 Wenn hin und wieder von deutschen
Touristen das Normal-Essens-Angebot
bemängelt wird, dann darf ich daraufhinweisen,
 dass man ja im Ausland ist und
hier die landesüblichen Speisen geboten
werden. Selbstverständlich können Sie

in jedem Hotel (allerdings eventuell gegen
 Aufpreis) andere Speisen bestellen.
Der Hafen von Cranzbeek sieht nach
wie vor nicht sehr einladend aus. Die vielen
 kleinen z. T. total verrosteten Boote
sollen alle entfernt und das Hafenbecken
ausgebaggert werden. Man hofft, dass in
Zukunft Yachten aus dem Ausland auf
ihren touristischen Segelturns hierher
kommen werden, sobald die Einreisebedingungen
 neu festgelegt worden sind.

Wir haben großes Glück. Nachdem die
Batockistraße neues Pflaster erhalten hatte
und unsere Straße frühestens im nächsten
 Jahr dran sein sollten, trauten wir

unseren Augen nicht! Plötzlich fing eine
Raupe an, die Teerdecke in unserer Seestraße
 aufzureißen! Schöne Steine lagen
dann da, wo noch vor wenigen Tagen der
Straßenbelag vor allem aus Schlaglöchern
 bestand! Es hatte allerdings auch
vieler „Hinweise“ auf den schlechten Zustand
 des Hauptdurchgangs vom Bahnhof
 zur See bedurft. Was für ein Gefühl,
wenn ich jetzt im Dunkeln die Straße
entlang gehe ohne Angst haben zu müssen,
 in einen offenen Kanalschacht oder
ein Schlagloch zu treten! Bleibt zu hoffen,

Der Blick auf den Hafen von Cranzbeek heute. Foio: Lunau