Frau Broschei steckt Herrn Walter Perkuhn das
Silberne Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen
ans Revers. Foto:priv.
kreise Fischhausen und Königsberg -
Land um ein gutes Einvernehmen bemühen
möchten. Ich denke, dieser Wunsch
ist verständlich. Über das neu konzipierte
Samlandmuseum in Minden wurde berichtet.
Der Verfasser hatte es schon während
der Kreistagung Anfang September
2005 in Augenschein genommen und mit
Staunen vermerken müssen, wie gut und
zutreffend hier im Rahmen der Möglichkeiten
über unsere Heimat informiert
wird. Einem Landsmann unseres Kirchspiels,
Bruno Berner am Seewiesen und
seiner Frau wurde der Ehrenteller der
Landsmannschaft überreicht, weil ihr
Engagement für das Museum bemerkenswert
zu nennen ist. Schön, so etwas mitzuerleben.
Dann erlebten alle eine Überraschung:
Unsere Kreisvertreterin Gisela
Broschei steckte dem Verfasser dieser
Zeilen das Silberne Ehrenzeichen der
Landsmannschaft Ostpreußen ans Revers.
Ich denke, hier vollzog sich Erstaunen,
Überraschung und Freude gleichzeitig.
Auch das zu erleben war etwas Besonderes.
Nach dem Abendessen haben wir uns
anhand eines aktuellen Filmes (August
2005) über Eindrücke aus Königsberg,
heute Kaliningrad und aus unserem
Kirchspiel Löwenhagen informieren lassen.
Das Interesse ist immer noch da, zu
hören und zu sehen, was heute in der Heimat
geschieht. Sehr betroffen waren wir
alle, dass neben machen Verbesserungen
in der Stadt, im ländlichen Gebiet der
Verfall aller Bausubstanz und die Verwilderung
der Landschaft fortschreitet.
Dann ist es ein richtiges „Aha-Erlebnis“
bei einem „Magazin“ eine angebaute
Schankstube zu erleben, in der Kaffee,
Tee, Kuchen und auch Dörrfisch verkostet
werden können. Wodka? Ja, Wodka
auch und den haben wir als Medizin gebraucht,
weil es im Land seit Tagen
schrecklich regnete und unsere Klamotten
unangenehm zu tragen wurden. Dann
auch noch einen Film drehen? Ja, unterm
Regenschirm eines Begleiters und er ist
überraschend gut geworden. Der Wunsch
nach der Vorführung, davon eine CD oder
DVD zu produzieren und anzubieten,
wird verfolgt. Da dem Verfasser selbst
die Kenntnisse und technischen Möglichkeiten
fehlen, ist er bemüht, bei seinen
nachgeborenen Familienmenschen fündig
zu werden.
Und immer wieder dazwischen Zeit
zum Schabbern, Erika und Bärbel, unsere
Spaßvögel für Mundartliches und
auch manches Unartige, waren wieder
mit von der Partie. Herrliche Typen, denen
zu danken Freude macht. Der erste
Teil ging eigentlich viel zu schnell zu
Ende.
Am Sonntag vereinigte uns ein Gottesdienst
in der evangelisch-lutherischen
Kirche im Stadtteil Bloherfeld. Pastorin
Karin Kaschlun begrüßte die Löwenhagener
in netter Art und hieß uns willkommen.
Danach? Ein guter Auftakt für
diesen Sonntag, so die verbreitete Meinung.
Zum Mittagessen dann für alle „Königsberger
Klopse“. Zum Zeitpunkt der Vorbereitung
wurde der Wirt gefragt, ob
denn eine entsprechende Kenntnis für dieses
Rezept bestünde. Seine Antwort: Der
Koch kommt doch aus Ihrer Ecke! Das
schien zu stimmen, denn wir haben gegessen,
gegessen und es nicht geschafft.
Einfach toll und das wurde dem guten
Koch aus Westpreußen auch cora Publikum
gesagt. Freude allerseits!
Schon um 14 Uhr stand dann ein Bus
vor der Tür, der uns alle bei schönem
Wetter an die Nordsee brachte. Zu Fuß
ging es dann für eine Stunde entlang der
Küste zu einem vereinbarten Treffpunkt
und weiter durch die Parklandschaft des
Ammerlandes bis zur Kreisstadt Westerstede.
Im ehemaligen Wasserturm hat ein
Cafe sein Domizil an höchster Stelle.
Aus ca. 30 Meter Höhe hielten wir Umschau
und genossen Kaffee, Kuchen, Tee
und was immer begehrt wurde. Die Zeit
drängte, denn fast alle wollten noch am
Sonntag nach Hause. Um 18 Uhr verabschiedeten
wir uns in der Hoffnung auf
ein baldiges Wiedersehen. An der Stelle
muss kritisch vermerkt werden, dass ein
so später Abschluss doch für uns Ältergewordene
unpassend ist. Dunkelheit
beim Autofahren in unbekanntem Gebiet
ist eben schon beschwerlich. Also, lieber
Programmdirektor, bessere dich! Versprochen!
Zum Schluss sei auch dieser Hinweis
noch gegeben: Vier Landsleute aus der
Erlebnisgeneration konnten wir zum ersten
Mal unter uns begrüßen. Allen Dabeigewesenen
war der Wunsch zu eigen, ein
weiteres Treffen bald zu erleben und das
soll, so Gott will und wir leben, auch
bald wieder geschehen. Ein Gruppenfoto
vom Sonntagnachmittag zeigt die wackere
Schar der Landsleute und da darf jeder
suchen und sich auch hoffentlich
wiederfinden.
In herzlicher und lieber Verbundenheit
Euer Walter Perkuhn
Bloherfelder Straße 98 a
26129 Oldenburg
Tel.: 0441 - 533 37
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