Liebe Heimatfreunde aus Rauschen
und den Schulbezirken Craam, Qeorgenswalde und St. Lorenz!
Nun
haben wir ein
neues Jahr begonnen,
sind hoffentlich
froh und gesund
hineingerutscht, hoffen
es gut zu durchwandern
und es in
zwölf Monaten ebenfalls
froh und gesund
zu verlassen. Doch zunächst freuen wir
uns auf ein sonniges Frühjahr mit frischem
Grün und bunten Frühlingsblumen.
Wie Ihr an anderer Stelle lesen könnt,
bestand vor 60 Jahren erstmals wieder
für alle in der Heimat Gebliebenen eine
Möglichkeit, mit ihren geflüchteten Angehörigen
Verbindung aufzunehmen.
Häufig waren es nur traurige Nachrichten
die mitgeteilt werden konnten. Als
Beispiel ist dort eine Karte von Bürgermeister
Stechert aus Rauschen abgebildet
mit der er auf Anfrage den Tod von
Ehepaar Sachtleber mitteilte. Leider ist
Herr Stechert nicht in unserer Kartei zu
finden. Wer weiß, woher er stammte und
wie er für kurze Zeit zum Amt des von
den Sowjets eingesetzten Bürgermeisters
kam?
In diesem Bericht möchte ich ein
Kleinod betrachten, das Rauschen von
den übrigen Seebädern im Samland deutlich
unterschied und zur Perle machte:
Der Mühlenteich in Rauschen
Ein Großteil des Ostseebades Rauschen
lag zwischen den beiden Gewässern OstOstseebad
Rauschen in der Übersicht Ard,iv Rauschcn
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Ostseebad Rauschen
Der Mühlenteich mit Staudamm und Überlauf sowie der Bebauung an der Dorfstraße
Sammlung: Klemm
see im Norden und Mühlenteich im Süden.
Zu Beginn des Badebetriebes in
Rauschen vor über 180 Jahren erstreckte
sich das Fischerdorf nur entlang des
Mühlenteiches. Zur See war es ein sandiger
Fußmarsch über die noch unbewaldete
Düne. Die Bebauung der Düne
begann erst vor gut 100 Jahren nach dem
Bau der Samlandbahn und insbesondere
mit dem Ausbau der Strecke zum Bahnhof
auf der Düne. Die Bedeutung des
alten Ortsteils ging zurück, obwohl er
durch den Mühlenteich auch weiterhin
seinen Reiz hatte.
Entstehung und Lage
Der Mühlenteich soll nach der Literatur
schon zur Zeit des Deutschen Ordens, also
vor 1525, zum Betrieb der Wassermühle
angelegt worden sein. Eine Urkunde
darüber liegt mir leider nicht vor. Aber
bereits von 1560 gibt es eine Eingabe von
Hanns Fuchs Bomnstein über Entschädigung
wegen der überfluteten Wiese
(GStA PK. EM 34 d - 1083: 5).
Der Teich entstand durch die Stauung
des Katzebaches, der aus dem Gebiet von
Katzkeim kommt, durch den (Ostpreußen
sagen die) Wamicker Forst nach Osten
fließt, bei Klycken nach Norden abbiegt
und im weiteren Verlauf die Katzegründe
bildet, in denen das „weiße Meer“ ein
beliebtes Ausflugsziel war. Der Namen
des Flüsschens ist wahrscheinlich von
dem in diesem Gebiet durch den Orden
angesiedelten Sudauer Catcze abgeleitet,
nach dem auch Katzkeim benannt worden
sein soll. Der Abfluss des Mühlenteichs
besteht aus einem Überlauf im
Staudamm und dem Zulauf zu der Was--
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