Object : Unser Schönes Samland

100 bewegte Lebensjahre

Einen ganz besonderen Geburtstag
feierte unsere Mutter Minna Maria
Rakowski, geb. Rauschnik am 24. September
 2000 in Oer-Erkenschwick.
Am 24. September 1900 erblickte
sie in Hohenrade, Landkreis Königsberg,
 das Licht der Welt. Daß dieses
Leben nicht einfach werden sollte,
zeichnete sich bereits ab, als sie erst 14
Jahre alt war. Da nämlich verstarb ihre
Mutter und sie mußte, als ältestes
Mädchen, für die fünf jüngeren Geschwister
 die Mutterrolle übernehmen.
Unsere Mutter besuchte von 1911 bis
1914 die Volksschule in Fuchshöfen,
wo sie vom Lehrer Guttmann unterrichtet
 wurde. Später hat Lehrer Guttmann
 dann auch noch sieben Kinder
von unserer Mutter unterrichtet, da
wohnten wir aber schon in Koggen. Mit
20 Jahren heiratete sie Friedrich Rakowski
 und brachte 10 Kinder zur
Welt, von denen sie fünf bereits überlebt
 hat.
1944 zog die Familie nach Bulitten,
bis 1945 ihr Mann, im Alter von 49
Jahren zum Volkssturm eingezogen
wurde. Seitdem gilt er als verschollen.
Danach kam es aber noch schlimmer.
Als die Russen Königsberg besetzten,
 wurden wir Kinder von unserer
Mutter getrennt. Nur die jüngste Tochter
Inge (6 Jahre) blieb bei der Mutter. Erst
ein Jahr später fand die Familie wieder
zusammen. 1948 wurde unsere Mutter
zusammen mit fünf ihrer Kinder nach
Leipzig ausgesiedelt. Die beiden jüngsten
 Kinder, 8 und 10 Jahre alt, kamen
dort zur Schule. Da es im damaligen
Ostdeutschland keine finanzielle Unterstützung
 gab, war Mutter gezwungen,

mit verschiedenen Arbeiten Geld für
die Versorgung ihrer Familie zu verdienen.
 So wusch sie die Wäsche für Privathaushalte
 und sorgte in einer Badeanstalt
 für saubere Wannen und Räume.
Zu dieser Zeit waren wir drei Mädchen
bereits in Privathaushalten im Dienst, so
daß wir wenigstens etwas von unserem
kargen Lohn zum Lebensunterhalt beisteuern
 konnten. Unsere fünf älteren
Geschwister wohnten bereits in Westdeutschland,
 waren zum Teil auch
schon verheiratet.
Nach dem plötzlichen Tod der Ehefrau
 ihres ältesten Sohnes zog unsere
Mutter 1955 nach Bochum, um dort
dessen vier kleine Kinder vorübergehend
 zu betreuen. Danach zog sie nach
Recklinghausen und führte bis 1999
ihren eigenen Flaushalt und nahm an
allen Dingen des täglichen Lebens
regen Anteil. Erst jetzt hatte sie Ruhe
in ihrem Leben und konnte sich über
die wachsende Familie freuen.
Unsere Mutter hat in ihrem Leben
viel gearbeitet und war so gut wie nie
krank. Sie selbst meint: „So alt geworden
 bin ich mit Gottes Hilfe!“
Nach einem Schlaganfall 1999 holten
 dann unser jüngster Bruder Manfred
 (60) und dessen Ehefrau Ellinor
Mutter zu sich ins Haus nach Oer-Erkenschwick.
 Seit einem Jahr wohnt
nun unsere Mutter, liebevoll umsorgt,
in einem Vier-Generationen-Haus,
denn auch die beiden Töchter unseres
Bruders leben mit ihren Kindern im
Haus er Eltern, und Mutter hat mit 100
Jahren wieder eine Großfamilie.
Unsere Mutter, die immer das Oberhaupt
 der Familie gewesen ist, freut sich

riesig über jeden Besuch der Verwandtschaft.
 An ihrem Jubeltag konnte
unsere Mutter stolz auf ihre Nachkommenschaft
 blicken. Neben den 5 Kindern
 gratulierten 30 Enkelkinder, 34
Urenkel und 16 Ur-Urenkel.

Wir wünschen unserer Mutter auch weiterhin
 Gesundheit und Zufriedenheit.
Im Namen ihrer fünf Kinder,
Manfred Rakowski,
Taubengasse 3, 45739 Oer-Erkenschwick,
Telefon: 023 68-6 0119

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DAS GANZ PERSÖNLICHE ANGEBOT . . .

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immer wieder erhalten wir Erlebnis-,
Flucht - und Reiseberichte, in denen
jeder seine persönlichen Erfahrungen
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Folgende neue Berichte liegen vor:

• 6. Fahrt nach Tenkitten von Dietrich
Huuck (7 DIN A 4-Seiten)

• Erinnerungen an unsere Flucht aus
Königsberg am 8.April 1945 von
Margot Spitzeder, geb. Scharffenberg
(4 DIN A 4-Seiten)

• Reise nach Ostpreußen 2000 von Rudi
Pokarr (17 DIN A 4-Seiten)

• Flucht aus Nastrehnen von Lieselotte
Spandöck (8 DIN A 4-Seiten)

• Von 1945 - 47 in Nastrehnen,
Kumehnen und Gr.Heidekrug von
Gerhard Hempel (14 DIN A 4-Seiten)

Die Schriftleitung
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Herzlichen Glückwunsch

Am 19. Oktober 2000 feierten Franz und Hilde Mehlfeld, geb. Eckhof
aus Rauschen, jetzt Blankenburg am Harz, der Fest der Eisernen Hochzeit.

Wir wünschen beiden weiterhin Gesundheit, alles Gute und Zufriedenheit.
Bruder, Schwager und Schwägerin sowie Eure 6 Kinder mit Familien.

Diesem Glückwunsch schließt sich für die Ortsgemeinschaft Ostseebad Rauschen an.

Farn. Billjött und Hans-Georg Klemm