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Fremde Erde deckt dich
nun,
stiller Schläfer in der Ruh;
DOCH MIT NIMMERMÜDEM WEHEN
trägt der Wind dir Heimatgrüsse
zu.
Nimmermüde sind auch die
Gedanken,
die dich suchen
immerzu,
und bald deckt auch unsere
heimwehkranken Herzen
fremde Erde
zu.
(Eva Carstedt)
Wir gedenken der verstorbenen Frau
ANNA EHRLICH
geb. Reyer.
Ganz plötzlich und für uns alle unfaßbar verstarb unsere Jugendfreundin
und ehemalige Klassenkameradin Anni.
Viele Jahre war sie bei den Heimattreffen der Pillauer in unserer Patenstadt
Eckernförde dabei. Für die Seestadt Pillau führte sie bis zu ihrem Tode
die Geburtstagsliste unseres Heimatortes im Rahmen der Kreisgemeinschaft
Fischhausen.
Solange es ihr möglich war, nahm sie auch an unseren Klassentreffen teil,
die jedes Mal an einem anderen Ort stattfanden. Es waren Treffen, zu denen
sich nur noch ein enger Kreis zusammenfand.
Wir betrauern ihren Tod und gedenken ihrer in stillem Schmerz
Hanna, Lore, Leni, Lilo, Alice, Friedei, Anni, Ilse, sowie ihre ehemalige
Lehrerin der Mittelschule Pillau, Elfriede Chitrek.
Im Namen des Vorstandes der Kreisgemeinschaft Fischhausen
Louis-Ferdinand Schwarz
Vorsitzender
KURATORIUM ARNAU e.V.
Hoffnungsvoller Beginn der Bauarbeiten!
Viele der mit Enthusiasmus aufgegriffenen
Restaurierungsprojekte im
nördlichen Ostpreußen sind entweder
schon in den Anfängen gescheitert
oder bei späteren Bauabschnitten auf
der Strecke geblieben. Nicht so unser
Projekt: Die Restaurierung der aus
dem 14. Jahrhundert stammenden
Katharinenkirche zu Arnau/Pr.! (jetzt
Marjino/Rodniki)
Nachdem es uns nach öjähriger,
beharrlicher Vorarbeit im Sommer
1998 gelungen war, als gleichberechtigter
Partner hieb- und stichfeste
Verträge mit dem Denkmalschutzamt
in Königsberg, als Träger des Eigentums
am Kirchengebäude, und dem
Institut „Spezprojektrestaurazija“, einer
Unterabteilung des Moskauer Kultusministeriums,
als Lizenzinhaber für
derartige Restaurationsarbeiten, abzuschließen,
laufen unsere gemeinsamen
Arbeiten. Zunächst an der Projektierung
(Bestandsaufnahme, Details
der Restaurierungen, Einteilung in einzelne
Bauabschnitte, etc.). Zu diesen
Besprechungen waren wir mehrmals
sowohl in Königsberg als auch in Moskau.
Aber diese Phase haben wir inzwischen
verlassen und sind seit Herbst
1999 dabei, die Planungen am Bau
umzusetzen.
Schwierigkeiten gibt es immer wieder.
Das war nicht anders zu erwarten.
Und so konnten wir bis zum Wintereinbruch
1999/2000 nur den noch
vorhandenen Turmstumpf sanieren. Es
stellten sich viele Fragen, u. a. woher
bekommen wir die großformatigen
Steine zum Wiederaufbau des Turmes,
der unser 1. Bauabschnitt ist? Es dauerte,
bis wir eine Ziegelei in Estland ausfindig
machen konnten, die brauchbare,
frostbeständige Ziegel in diesem
Sonderformat zu einem einigermaßen
erschwinglichen Preis liefern konnte.
Aber alle Schwierigkeiten, wie z. B. sog.
Lehrgerüste für die gotischen Fensteröffnungen,
technische Ausrüstungen,
die bei uns selbstverständlich sind, Gerüststellung,
etc., haben wir bis jetzt
gemeinsam mit unseren russischen
Partnern aus Moskau und Königsberg
überwinden können.
Bundesrepublikanisches Arbeitstempo
darf man dabei nicht zugrundelegen.
Aber es geht voran! 12 Arbeiter
sind z. Zt. auf der Baustelle. Die Aufmauerung
der Turmwände, die dann
folgende Dachkonstruktion mit Dacheindeckung,
mit Wetterfahne und Blitzableiter,
das alles soll noch bis Jahresende
fertig werden! Dann soll nach
Möglichkeit auch der Glockenstuhl für
die Aufnahme einer neuen Glocke eingebaut
werden. Die Kollekte des
Gottesdienstes in Leipzig anläßlich des
diesjährigen Ostpreußentreffens ist der
Grundstock für die Anschaffung einer
neuen Glocke!
Auch konnten wir im August d.J.
die erfreuliche Nachricht aus Bonn/
Berlin entgegennehmen, daß das
zuständige Bundesministerium uns
einige Gelder für die Restaurierungsarbeiten
bewilligt hat. Monatelang
hatten wir darauf gewartet, immer mit
Bangen, ob wir im Zuge der Sparmaßnahmen,
gerade was Ostdeutschland
anbelangt, überhaupt noch bedacht 25