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Kirchspiel St. Lore
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Mamenhof-Der
Kirchensprengel St. Lorenz
Den Pfarrern stand ein zweigeschossiges
Pfarrhaus in Ziegelbauweise mit großem
Garten gleich neben der Kirche zur Verfügung.
Neben dem Pfarrhaus standen
die Wirtschaftsgebäude des früheren Kirchengutes,
das in unserer Zeit verpachtet
war.
Der Kirchensprengel reichte von Neukuhren
bis Syndau und von Wamicken
bis Lixeiden. Dazu gehörten die Orte
Alexwangen, Dt. Battau, Pr. Battau,
(Skizze Klemm)
Craam, Georgenswalde, Kirtigehenen,
Lixeiden, Loppöhnen, Lopsienen,
Mossycken, Neukuhren, Obrotten,
Plinken, Posselau, Rauschen mit
Kobjeiten und Sassau, Schlakalken, St.
Lorenz mit Nortycken und Pokirben,
Stapornen, Syndau, Tenkieten,
Tolklauken, Tykrehnen, Wangenkrug
und Wamicken. Er wurde erst 1929 durch
die Abtrennung des Sprengels Rauschen
mit den Orten Georgenswalde,
Kirtigehnen, Kobjeiten, Sassau und War-36
Die Kirchenruine 2004 (Foio Klemm)
nicken verkleinert. Nach
der Ausgliederung der
Kirchengemeinde Rauschen
verblieben noch ca.
3000 Seelen in der Gemeinde.
Die Kirchgänger hatten
dabei größtenteils
sehr weite Wege zurückzulegen.
Diese wurden
teilweise durch Kirchensteige,
die durch die Felder
führten, verkürzt.
Von Rauschen führte ein
Kirchensteig über den
Sandberg, südlich an
Kirtigehnen vorbei über
den Gutshof St. Lorenz zur Kirche.
Ebenso gab es für Posselau und Alexwangen
einen Steig durch die Alexwanger
Flur.
Neukuhren bemühte sich wie Rauschen
um kirchliche Eigenständigkeit, hat dies
aber nicht erreicht. Allerdings wurden
dort durch den Pfarrer von St. Lorenz
auch Gottesdienste abgehalten.
In St. Lorenz fanden Gottesdienste jeden
Sonntag statt. Außer den kirchlichen
Familienfeiern zur Taufe, Konfirmation,
Hochzeit und Beerdigung sind mir keine
Zum Qedenken an die Toten (Foto stieler)
weiteren Veranstaltungen in der Kirche
bekannt. Im 3. Reich mussten wir Schüler
zum Regionsunterricht in die Kirche
gehen.
1638 wurden im Visitationsbericht für
St. Lorenz Gebetsverhöre angeordnet.
Der Pfarrer hatte zwischen Michaelis und
Advent die Dörfer zu besuchen und die
Bewohner im Katechismus und Gebet zu
examinieren. 1879 wurden die letzten
Gebetsverhöre in St. Lorenz, Rauschen,
Battau und Craam durchgeführt.
Die Bemsteinordnung Friedrich des Großen
von 1764 führte in den Kirchen das
Bemsteingebet ein. Während der Liturgie
sollte für den „gesegneten Bemsteingewinn“
gebetet werden. Der Pfarrer in
St. Lorenz erhielt dafür 2 Taler. Diese
Bernsteinordnung verlangte von den
Pfarrern in den strandnahen Kirchen um
Martini und Ostern die Kirchgemeinde
an den geleisteten Strandeid zu erinnern,
keiner sollte sich am Bernstein vergreifen5.
Um die Kirche hemm war der Friedhof
angelegt, an dessen nördlicher Ecke