Mittwoch haben wir sie beerdigt“. Else
wohnte in Bremerhaven. Deshalb war es
für mich selbstverständlich, als ihr
Landsmann aus Cranz an der Trauerfeier
teilzunehmen.
Wenn Sie diesen Heimatbrief in
Händen halten, ist es an der Zeit, an das
Kreistreffen 1999 in Pinneberg zu denken.
Es findet am 18./19. September im
Hotel „Cap Polonio“ statt. Planen Sie
bitte den Termin rechtzeitig ein, um
wieder einmal im Kreis der Cranzer
Heimatgemeinschaft an unser verlorenes
„Cranz’che“ zu denken und sich an
die schöne, unvergeßliche Zeit dort zu
erinnern. Dabei werden wir von den
Liebe Fischhausener und Landsleute der
Nachbargemeinden,
zunächst möchte ich mich entschuldigen,
daß ich die Oster- und Pfingstgrüße
in der vorangegangenen Ausgabe
Teilnehmern des Samland-Treffens in
Rauschen vermutlich auch das Neueste
über die Lage in Cranz und Umgebung
erfahren.
Es grüßt Sie, verbunden mit den
besten Wünschen für einen schönen
Sommer und einen erholsamen Urlaub,
Ihr
Walter Rosenbaum,
Gerhardstraße 23, 2 75 76 Bremerhaven,
Telefon: 04 71/5 5008
auch im Namen von
Bruno Radtke,
Hemmstraße 306, 28215 Bremen,
Telefon: 0421/3512 03
-
schlicht vergessen habe. Vielleicht sind
die Überlegungen uncf Vorbereitungen
der 700-Jahrfeier mit ein Grund dieses
Versäumnisses.
Das Erscheinen dieser Ausgabe
wird zeitlich etwa um den Termin unseres
Jubiläums oder danach liegen, so
daß sich dazu weitere Aussagen
zunächst erübrigen.
Aus der Geschichte unserer Stadt
möchte ich jedoch im Jubiläumsjahr zu
Namensgebung und Lage das zusammenfassen,
was die Autoren Rektor
G.A. Scheiba in der „Festschrift zum
600-Jahrjubiläum“ und unser Ehrenbürger
und Heimatforscher O. Schlicht
1299 FISCHHAUSEN 1999
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im „Westlichen Samland“ dazu ausge- Johannes einen Gütertausch „in Castro
sagt haben. Vischausen“. ... Seit 1332 wird die
Rektor G.A. Scheiba schreibt 1905: Stadt in den von Bischof Johannes aus-„Die
Entstehung des Namens der Stadt gestellten Urkunden „Bischoveshusen“
Fischhausen läßt sich mit völliger genannt.... Der folgende Bischof Jaco-Sicherheit
nicht nachweisen. Bei der bus (1344 - 1357) kehrt aber wieder
Gründung der Stadt ist derselben ein zu dem ursprünglichen Namen „Vybestimmter
Name nicht gegeben wor- schusin“ zurück. Durch Lautverändeden.
Die Annahme aber, daß der Name rungen ist nun im Laufe der Jahr-Fischhausen
aus „Bischoveshusen“, d. hunderte aus „Vyschusin“ Fischhausen
h. Bischofshausen entstanden sei, ist entstanden.... Daß der Name vielleicht
eine irrige, da sie sich durch das vor- mit dem früheren Fischreichtum der
handene urkundliche Material nicht Wiek zusammenhängt, könnte daraus
rechtfertigen läßt. Bereits im Jahre geschlossen werden, daß das Stadt-1306
. . . führt die Stadt den Namen wappen einen Fisch im Felde führt und
„Vyschuzin“ ... Zur Zeit des Bischofs die Stadt zur Zeit der Reformation
Johannes I. (1320 - 1344) war die „Ichtyopolis“, d.h. Fischstadt, genannt
Schreibweise des Namens der Stadt wurde.“
mehrfachen Schwankungen unterwor- Der Heimatforscher O. Schlicht
fen. Man war offenbar unschlüssig, wie kommt etwa 15 Jahre später zu einer
die Stadt genannt werden solle. Zu- ähnlichen abschließend sehr volkstümnächst
suchte man Stadt und Burg mit liehen, mir noch geläufigen Feststellung:
einem gemeinsamen Namen zu benen- „Über dem Ursprung des Namens
nen. Die Bezeichnung „castrum Scho- Fischhausen schwebt völliges Dunkel,
newic“ (Schöne Wiek) hört seit jener Vielleicht hängt derselbe mit der Lage
Zeit auf. ... 1320 bestätigt der Bischof der Stadt am Flüßchen Fischeradt, wie
.
Fischhausen. Nach einer Zeichnung von C. H. Rappold aus dem Jahre 1733.
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