haben sehr gut über uns und unsere
Veranstaltung gesprochen, insbesondere
der Bürgermeister von Rauschen,
Herr Schiganow, hat sich mir gegenüber
lobend über Organisation und
Ablauf der Kulturtage geäußert. Ich
habe mich bei ihm auch dafür
bedankt. Er hat uns schon heute zum
Stadtfest Anfang Juni im Jahre 2000
nach Rauschen eingeladen.
Dies alles gibt Hoffnung zum
Weitermachen - wir Samländer müssen
es nur selber wollen!
Wir werden bei der Versammlung
der Ortsvertreter am 18. September
1999 um 11.00 Uhr in Pinneberg
(VfL-Heim) auch über diese Kulturtage
sprechen.
C. Perspektive
Das Kreistreffen im Juni 1993 in
Rauschen, die vielen sehr erfolgreichen
Kontakte und Aktivitäten unserer
Ortsgemeinschaften und auch
vieler Einzelner und diese Kulturtage
machen nur Sinn, wenn man auf
diesem Wege weiterarbeitet.
Bitte sagen Sie uns Ihre Meinung
dazu. Sagen Sie, was nach Ihrer
Meinung richtig und was nach Ihrer
Meinung falsch war.
Wenn wir erfolgreich sein wollen,
müssen wir - die beiden Samlandkreise
- geschlossen den eingeschlagenen
Weg weitergehen. Dies ist
meine feste Überzeugung hinsichtlich
unserer gemeinsamen landsmannschaftlichen
Arbeit.
Andernfalls degradieren wir uns zu
einem Kaffeekränzchen. Das kann
und darf nicht sein.
D. Kreistreffen am 18. und 19. September
1999 in Pinneberg.
Das diesjährige Hauptkreistreffen
in Pinneberg wird vom Grundsatz wie
gehabt verlaufen. Ich habe allerdings
einige Russen eingeladen und hoffe
auch - ganz in Ihrem Sinne - daß wir
tatsächlich einige russische Gäste
haben werden. So wird z. B. Professor
Koptzev am Sonntag, dem 19. September
1999, die Hauptrede bei unserer
traditionellen Feierstunde halten.
Persönlich hat er mir zugesagt, daß er
kommen und zu uns sprechen wird.
Darauf sollten wir uns alle besonders
freuen.
Auch Filme und Bilder über diese
Kulturtage werden reichlich am 18.,
19. September 1999 in Pinneberg zu
sehen sein werden. Darüberhinaus
bitte ich jeden, der mitgereist ist und
selber Bilder aufgenommen hat, diese
mitzubringen und ebenfalls zu zeigen.
Ich hoffe schließlich sehr, daß
wieder eine große Anzahl von Samländern
nach Pinneberg kommen
wird. Allen rufe ich schon heute ein
herzliches Willkommen zu. Kommen
Sie wie gehabt mit Verwandten und
Freunden nach Pinneberg. Zeigen wir
der Öffentlichkeit, daß die Kreisgemeinschaft
Fischhausen eine starke
Gemeinschaft ist und auch weiß worauf
es ankommt.
In heimatlicher Verbundenheit
grüße ich Sie alle, meine lieben Samländer,
und verbleibe bis zum September
Ihr
Louis-Ferdinand Schwarz
(Vorsitzender der Kreisgemeinschaft
Fischhausen e.V.)
- Ein gesegnetes Alter
Liesbcth Lockwaldt aus Kragau an ihrem 99. Qeburtstag
Ihren 100. Geburtstag wird am
1. Oktober 1999 Liesbeth Lockwaldt
aus Kragau feiern.
Sie lebt seit 1996 im Pflege- und
Altersheim Dr.-Gerold-Haus, Am
Wasserturm, 77694 Kehl.
Der Mittelpunkt ihres Lebens war
in dieser zurückliegenden Zeit ihre
Familie, aus der sie Kraft und Lebensmut
schöpfte, viel Freude erleben
konnte aber auch- viel Leid erleben
mußte.
Den härtesten Schlag erlitt sie mit
der Flucht und Vertreibung aus ihrer
ostpreußischen Heimat, mit der sie sich
noch heute zutiefst verbunden fühlt.
In Steinbeck-Anker, Kreis Königsberg,
als Liesbeth Schneidereit geboren
und getauft, wuchs sie in einer
Großfamilie mit noch sieben Geschwistern
auf. Gleich nach der Schulentlassung
ging sie aus dem Haus, um
ihren Lebensunterhalt als Haushaltshilfe
zu verdienen. So lernte sie zu der
damaligen Zeit auch ihren späteren
Mann Gustav Lockwald kennen, der
in der Landwirtschaft tätig war.
Geheiratet haben sie am 13.08.1922.
Aus dieser Ehe entstammen elf Kinder,
zwei verstarben im Kindesalter.
Ihr erster gemeinsamer Wohnort
war Ankerau, Krs. Pr. Eylau. 1930
zogen sie nach Forken und vier Jahre
später nach Kragau. 1935 zogen sie
nach Wischehnen. Weil es ihnen nicht
gefiel, kehrten sie 1936 wieder nach
Kragau zurück und lebten dann in
dem großen Wohnhaus von Guts- 9