zu einer Interessengemeinschaft zusammen.
Mehrere, in Papenburg mit
dem Liquidator und H. Hövelmann,
geführte Gespräche brachten kein
Ergebnis. Unzählige Schreiben und
Resolutionen wurden verfaßt und an
Behörden, Institutionen, Medien versandt.
Das Echo war mäßig. Auf mein
Betreiben wurde ein Ermittlungsverfahren
bei der zuständigen
Staatsanwaltschaft gegen die BIP mit
Heinrich Hövelmann beantragt wegen
des Verdachts auf Betrug und
Unterschlagung. Die Ermittlungen laufen
seit Ende April 2000 über die
Staatsanwaltschaft Lingen und sind
noch nicht abgeschlossen. Danach lag
der Schwerpunkt unserer Bemühungen
gegenüber dem sehr eigenwillig
agierenden Liquidator W. Remmers
in der Siedlung Sternau. Wir glaubten
mit Recht, auf die ungerechtfertigte
Bevorzugung und Begünstigung des in
Sternau als “Direktor” tätigen Rußlanddeutschen
Alexander Werner hinweisen
zu müssen. Seine Vollmachten
und seine Raffgierde hatten ihn zum
meistgehaßten Mann in der Siedlung
gemacht. Zudem hatte ihn ein Vertrag
von H. Hövelmann mit 10%tigem
Vermögensanteil zu einem Immobilienbesitz
von rund 700.000,— DM
gemacht. Ein Skandal, der in Lingen
behandelt wird. Wegen unseres erfolglosen
Einwirkens gegenüber dem
Liquidator, beantragte ich ein Ermittlungsverfahren
gegen Rechtsanwalt
Remmers wegen Begünstigung
bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück
im November. Wegen unzureichender
Verdachtsmomente lehnte die Staatsanwaltschaft
Osnabrück die Ermittlungen
ab. Daher warten wir bis zum
Urteil des russischen Gerichtes, ob
sich danach derartige Anhaltspunkte
ergeben. Soweit unsere Bemühungen
in Deutschland. Parallel zu den im
Lande unternommenen Initiativen ermunterte
der zeitweise in Sternau
wohnende Koordinator Harald
Leuschner die Siedler zu einer Klage
bei der russischen Staatsanwaltschaft
in Pr. Eylau/Bagrationowsk, die auch
angenommen wurde. Der Beklagte ist
der Rußlanddeutsche Alexander
Oskarowitsch Werner in seiner
Funktion als Direktor des Siedlungsprojektes.
Die russische Rechtsanwältin
Frau Frolowa vertritt die Siedler
sehr erfolgreich. Sie wird von dem G-J-Fond
finanziert. Der ersten erfolglosen
eintägigen Verhandlung im Sommer
2000, folgte vom 27. bis 29. November
2000 ein mehrtägiger Verhandlungsmarathon.
Schließlich forderte
der russische Staatsanwalt beide
Parteien zu Vergleichsvorschlägen auf,
die schriftlich nachgereicht wurden.
Der Bevollmächtigte Harald Leuschner
formulierte diese mit der
Rechtsanwältin sinngemäß wie folgt:
1 Die Häuser gehen kostenfrei an die
Siedler über.
2 Die beiden Gästehäuser und das
Dorfgemeinschaftshaus erhalten
einen Sonderstatus, der außerhalb
der Befugnisse des “Direktors” A.
Werner liegt.
3. Der gut ausgebaute Bauernhof
Packerau fällt an die Familie
Werner, ebenso die Nutzung
der Werkhallen gegen Zahlung
einer monatlichen Pacht.
Die Gegenseite, vertreten letztendlich
durch den Liquidator W. Remmers,
machte deutlich, daß die Siedler
einen Kaufpreis von ca. 213.000,—
Rubel = 15.000,— DM zu entrichten
hätten, obwohl die Häuser durch
, “Selbstverständlich werden wir ein
zünftiges Richtfest feiern”, so endete
der Arnau-Bericht in der 148. Folge
dieses Heimatbriefes. Und: wir haben
tatsächlich dieses Richtfest gefeiert.
Das möchten wir doch gerne zur
Vervollständigung berichten.
; Am 15. Dezember 2000 haben wir
also noch einmal die Reise (es war
dann die 7. im lahr 2000) nach
Königsberg angetreten. Dieses Mal allerdings
mit dem Flugzeug, und zwar
über Kopenhagen. Ein Schauspiel erlebten
wir schon zu Beginn: wie ein
Zebra zeigte sich die Ostsee mit langen,
windgepeitschten Schaumstreifen,
als sich das Flugzeug der SAS der
Samlandküste näherte. Das Schauspiel
hatte aber noch einen 2. Akt: am
Nachmittag das Richtfest. Unser russischer
Freund Valerij, der uns am
Flughafen abholte, zitierte einen russischen
Spruch für einen solchen nahtlosen
Übergang. Übersetzt hieß er “vom
Schiff gleich zum Ball!” Ohne
Umschweife fuhren wir mit unserem
Gepäck sofort nach Arnau.
Ungewöhnlich für unsere russischen
Freunde.
Spenden (insbesondere des G-F-Fonds)
bezahlt worden sind.
Die hoffentlich letzte Gerichtsverhandlung
ist für die zweite Januarhälfte
2001 in Pr. Eylau/Bagrationowsk
vorgesehen.
Klaus Wulff, Kühner Straße 20 A,
32602 Vlotho, Telefon: 05228 - 7183
Etwas skeptisch lugten wir schon
auf der Schnellstraße nach unserem
Turm, war der Dachstuhl gerichtet? Er
war es tatsächlich, und der bestellte,
genau beschriebene und aufgemalte
Richtkranz lag bereit, geschmückt zu
werden. Die langen bunten Bänder
hatten wir im Gepäck!
Das Richtfest konnte also beginnen!
Nach alter deutscher Bauhandwerkstradition
lief es ab: der
Bauunternehmer stand oben auf dem
Turm mit einem Glas Wodka in der
Hand. Er bedankte sich bei den
Richtfest in Arnau am 15.12.2000
Der Bauunternehmer hat das Wort
... und Katharina schickte uns einen Sonnenstrahl!
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