Full text : Unser Schönes Samland

Wir trauern um

Fritz Berger

geboren am 26. September 1916

in Fischhausen

gestorben am 19. Juni 2001 in Oberkirch

Fritz Berger hat sich sehr bald nach Kriegsende in die Arbeit der
Kreisgemeinschaft Fischhausen entscheidend eingebracht. Er hat dort
die Arbeit für die Samländer in wichtigen und verantwortungsvollen
Funktionen mitgeprägt. So war er z.B. jahrelang stellvertretender

Vorsitzender bzw. Schatzmeister.
Sein besonderes Engagement, seine hohe fachliche Qualifikation und
seine menschliche Wärme machten ihn zu einem überaus geachteten und

sehr geschätzten Mitstreiter.
Er hat z.B. sieben Regionaltreffen der Kreisgemeinschaft Fischhausen in

Oberkirch mitorganisiert.
1996 wurde er für seine kommunalpolitischen, gesellschaftlichen und
kulturellen Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Fritz Berger hat sich durch die 1991 initiierte und 1995 vollendete
Renovierung des Stadt- und Soldatenfriedhofs, der Restaurierung der
Domänenbrücke und des Platzes um die Friedenseiche seiner
Heimatstadt Fischhausen und nicht zuletzt mit der Festschrift zur 700
Jahrfeier der Ordensstadt Fischhausen im Jahre 1999 ein bleibendes

Denkmal gesetzt.
Von ihm gingen viele Impulse aus. Fritz Berger hinterläßt eine große,

schmerzliche Lücke.
Seiner Familie gilt unser tiefes Mitgefühl.
Wir sind Fritz Berger zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein

ehrendes Andenken bewahren.

Abschied
von einem
geradlinigen
Menschen

Fritz Berger - links im Bild - im
Kreise seiner Freunde beim letzten
 Stddttreffen Fischhausen am
12./13. Mai 2001 in Oberkirch

Louis-Ferdinand Schwarz
Vorsitzender der Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.

Gert Utschakowski
Stadtvertreter Fischhausen -

f Fritz Berger - Träger des Bundesverdienstkreuzes - ist im Alter von 84
Jahren verstorben.
I Auch in der Krankheit ungebeugt, interessiert, in seiner Haltung von spürbarer
 eiserner Disziplin und großem Mut, aber auch beeindruckender Akzep-Itanz.
 Fritz Berger verstarb am 19. Juni 2001 nach kurzer, schwerer Krankheit.
(Bewußt und bestimmt nahm er Abschied. „Der Tod ist nicht das Ende“, so
seine Worte. Eine Beerdigung im kleinen Kreis wünschte er sich.
Abschied von einem geradlinigen, manchmal vermutlich auch unbequemen
Menschen. Er lebte aus der Vergangenheit für die Zukunft. Noch in den letzten
Bahren verfaßte er eine Festschrift. Mit fotografischem Gedächtnis schrieb er
¡die Erinnerungen an seine Heimat Fischhausen und organisierte noch vier
¡Wochen vor seinem Tod ein Fischhausener Treffen in Oberkirch.
I Seine prägenden Jahre liegen im Samland. In Fischhausen sind seine
(¡Wurzeln. Dort wurde er am 26. September 1916 geboren. Hier besucht er das
^Gymnasium und absolvierte eine Verwaltungslehre. Offizier, Pilot, Staffelkapitän
 während des Krieges, schließlich sechs Jahre bis 1950 in russischer
Gefangenschaft. Diese Jahre prägten ihn und verschafften ihm ausgezeichnete
pssische Sprach- und Menschenkenntnisse, die er für seine Geburtsstadt seit
■°91 verwenden konnte.
Erst vor einem halben Jahr feierte er mit seiner Ehefrau Christel goldene

[ochzeit.

Ein Fest, daß er sehr genoß.
Sein Lebensmotto hieß: „Im Leben viel leisten, nicht hervortreten und mehr
in als scheinen.“
Im September 1996'wurde Fritz Berger mit dem Bundesverdienstkreuz aus-Ezeichnet.
 Der Lohn für sein weitreichendes kommunalpolitisches, gesellchaftliches
 und kulturelles Engagement. Vor allem jedoch für seine Tätigkeit
ir seine Heimatstadt Fischhausen. Er setzte sich nachdrücklich für die
■ferständigung mit den heute dort lebenden Menschen ein. Er leitete die
■estaurierung des Stadt- und Soldatenfriedhofes im russischen Fischhausen
Tp, sowie die Erneuerung der Hafenbrücke und des Platzes um die
fischhausener Friedenseiche mit Unterstützung auch von den Altbürgern.
Versöhnung über Grenzen und Generationen.

Die Fischhausener Freunde

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