Metadata : Unser Schönes Samland

„Donnerberg“,) trotz der Proteste russischer
 Wissenschaftler angelegt. Es ist
schon sehr interessant zu wissen, dass z.B.
der Deutsche Ritterorden dieses „Heilige
 Territorium“ der Pruzzen unversehrt
ließ, obwohl er seine „Bekehrungsfeldzüge
 mit Feuer und Schwert“ durchführte.
 Im Tal der Toten wurde vom Orden
nicht einmal eine katholische Kirche errichtet.

Das größte bisher bekannte Kulturdenkmal
 in diesem Raum ist die Ausgrabungsstätte
 am „Dollkeimer Berg“.
Hier hatte 1879 der Begründer der
pruzzischen Archäologie, der Direktor
des Provinzialmuseums der Physikalischökonomischen
 Gesellschaft (gegründet
1878 in Königsberg), Otto Tischler, mit
den Ausgrabungen begonnen. In den letzten
 Jahren hat hier Prof. Dr. Kulakow.
Archäologisches Institut der Russischen
Akademie der Wissenschaften, die Ausgrabungen
 und Inventarisierung fortgesetzt.
 Da ihm für diese Arbeiten kaum
Mittel zur Verfügung stehen, kann er nur
in den Sommersemesterferien die Grabungen
 ausführen. Unterstützt wird er
dabei von Zeit zu Zeit von einigen freiwillig
 arbeitenden Studenten. Erst er hat
die ganzen Ausmaße und die große Bedeutung
 dieses Gräberfeldes für die Wissenschaft
 erkannt. Nun sind leider auch
seine Bemühungen stark gefährdet, weil
seit einiger Zeit Grabräuber auch hier ihr
Unwesen treiben und unsagbare Schäden
verursachen. Auf den Bildern, die ich bei
meinem letzten Besuch im November
2001 in Dollkeim machte, kann man
leider nur andeutungsweise das Ausmaß
der tatsächlichen Zerstörungen erkennen.
Die örtlichen Behörden sind scheinbar
nicht in der Lage - oder Willens (?) -
dem schändlichen Treiben Einhalt zu
gebieten! Hier bahnt sich meines Erachtens

 eine echte überregionale
,Geschichts-Kultur-Katastrophe‘ an!
Deutsche Archäologen führen in der
ganzen Welt Ausgrabungen durch und erforschen
 fremde Kulturen. Für die eigene
 Vergangenheit ist kaum jemand zu
begeistern. Wenn es uns nicht gelingt,
die Bemühungen von Prof. Dr. Kulakow
großzügig zu unterstützen, dann wird in
kürzester Zeit diese bisher noch schier
unerschöpflich erscheinende Quelle historischer
 Schätze für immer verloren
gehen. Gerade auch wir Deutschen sollten
 daran interessiert sein, dass diese
Zeugnisse der pruzzischen Urbevölkerung
 und anderer, zugewanderter Bewohner
 dieses Gebietes zur Erforschung
ihrer Sitten, Kulturen und Gebräuche für
die Nachwelt nicht verloren gehen. Wir
dürfen die Vernichtung unserer samländischen
 Wurzeln nicht tatenlos hinnehmen.
 Das Samland war viele Jahrhunderte
 ein Bestandteil von Preußen und
somit von Gesamt-Deutschland. Die
moralische Verpflichtung zur Rettung der
historischen Schätze sollte also auch im
,Gesamt-Interesse aller Deutschen1 liegen.
 Wir dürfen die russischen Idealisten
 nicht bei ihren mühevollen Versuchen,
 alte deutsche Geschichte aufzuarbeiten,
 alleine lassen!
Wie lautet doch die alte Weisheit:

„Schlecht ist der Mensch, der die Geschichte

 seiner Heimat nicht kennt, aber

noch schlechter ist der, der tatenlos zusieht,

 wie sie (die Geschichte) zerstört

wird! “

Klaus A. Lunau
Bahnhofstr. 14
30853 Langenhagen
Tel: 0511-773407
Fax: 0511-768484
E-Mail: KALUN@t-online.de

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unsere

schöne Stadt

Edgar

Schumacher3. Fortsetzung Fischhausen