E. Jugendarbeit
Die Gemeinschaft junger Samländer
(GJS) ist seit vielen Jahren unsere Jugendorganisation,
aus der auch ich hervorgegangen
bin. Möge sich die GJS künftig
noch stärker als bisher in unsere gemeinsame
Arbeit einbinden.
Junge Menschen, die Lust und Interesse
an unserer Arbeit haben, fordere ich
hiermit auf, sich telefonisch oder schriftlich
an uns zu wenden.
F. Zukunftssicherung
Wenn unsere Arbeit, die wir nun seit
Kriegsende leisten, einen Sinn haben soll,
dann müssen wir auch dafür sorgen, dass
wir noch in 20, 30 Jahren und darüber
hinaus als aktive Gemeinschaft fortbestehen.
Deshalb müssen wir uns dem
Thema „Zukunftssicherung“ permanent
stellen. Wie können wir hier am besten
wirken und kreativ sein?
Beispiele:
1. Wir müssen den Staffelstab der Generationen
ohne Reibungsverluste,
dafür aber strukturell geordnet weitergeben.
2. Bei der Herausgabe unseres Heimatbriefes
muss die Zusammenarbeit und
die Arbeit schlechthin gleichmäßiger
verteilt werden.
3. Wir - die Samländer- haben zurzeit
3 Samlandmuseen bzw. Heimatstuben:
in Eckemförde (Stadtgemeinschaft
Pillau), in Minden (Kreisgemeinschaft
Königsberg-Land) und
in Pinneberg (Kreisgemeinschaft
Fischhausen). Macht das Sinn?
ich meine: Nein! Wir werden in Zukunft
weder materiell noch personell
in der Lage sein, drei Museen zu unterhalten.
Allerdings müsste ein zentrales
Samlandmuseum bei gemeinsamer
Kraftanstrengung zu unterhalten
möglich sein.
4. Auch über eine Verschmelzung der
beiden Samland-Kreisgemeinschaften
müssen wir nachdenken und bald handeln.
Wir werden auch hier in absehbarer
Zeit große personelle Probleme
bekommen, nicht zuletzt aus biologischen
Gründen.
Auch, und nicht zuletzt aus diesen Gründen
fordere ich hiermit die Kreisgemeinschaft
Königsberg-Land und die Stadtgemeinschaft
Pillau und andere kreative
Organisationen des Samlandes auf, mit
uns sehr schnell Kontakt aufzunehmen,
um über diese weiteren Probleme unserer
künftigen Arbeit konstruktiv zu sprechen.
Wir sind einfach vor unseren Gründern
und Geschichte verpflichtet, hier schnell
und sinnvoll zu handeln.
G. Spenden
Nach wie vor sind wir auf Ihre freundlichen
Spenden existenziell angewiesen.
Herzlichen Dank sage ich auch von dieser
Stelle aus noch einmal all denen, die
in der Vergangenheit permanent und gutwillig
gespendet haben. Nur durch Ihre
Spenden ist es möglich, dass wir als
Kreisgemeinschaft noch bestehen, dass
der Heimatbrief regelmäßig zu Ihnen
kommt, dass wir als Anlaufstelle für Sie
in Pinneberg eine Geschäftsstelle unterhalten,
dass wir Kreistreffen organisieren
usw. usw. .
Sinnvoll erscheint es mir z.B. auch, auf
Todesanzeigen um Spenden für uns zu
bitten.
Künftig können wir leider wegen des
hohen Personalaufwandes nur noch
Spender im Heimatbrief nennen, die
mindestens 25,00 EUR pro Jahr gespendet
haben. Wir sind im Vorstand nach
langer und gründlicher Diskussion zu
dieser Entscheidung gekommen und bitten
sehr um Ihr Verständnis.
H. Termine
Termine, die von uns veröffentlicht werden,
bitten wir auch zu beachten. Dies
gilt besonders für den Redaktionsschluss
des Heimatbriefes, denn Sie alle wollen
doch pünktlich Ihren Heimatbrief in Ihren
Händen halten.
I. Samlandfahrt vom 13. - 20. Juli
2002
Für die o.a. Zeit plane ich wieder eine
Fahrt nach Nordostpreußen. Übernachtung
in Rauschen im Hotel Rauschen II.
Einige Plätze sind noch frei! Wer mitkommen
möchte, melde sich bitte möglichst
bald bei mir. Ob wir fliegen, per
Schiff oder mit dem Bus fahren, steht
leider noch nicht fest. Einfach mitfahren!
Es wird bestimmt wieder sehr interessant
und abwechslungsreich werden.
Dies waren zunächst für diesen
Heimatbrief einige meiner Bitten und
Gedanken. Es geht nicht anders. Werben
Sie auch weiterhin im Freundes- und
Verwandtenkreis für unsere Sache: das
Samland!
Ich freue mich, Sie alle in Leipzig bzw.
in Pinneberg gesund und voller Tatendrang
wiederzusehen.
In heimatlicher Verbundenheit bin ich
Ihr
Louis-Ferdinand Schwarz
-Vorsitzender-Dr.
h.c. Klaus von der Qroeben -100 Jahre alt
Am 7. Januar 2002 wurde mir die große
Ehre zuteil, den 100. Geburtstag von
Herrn Dr. h.c. Klaus von der Groeben in
Kiel mitfeiem zu dürfen.
Wir erlebten einen Jubilar in offensichtlich
guter Verfassung und staunten, wie
gut und mit welch klaren Worten er sich
mit seinen vielen Gästen unterhalten hat.
Herr von der Groeben war ab Juli 1936
zunächst Landrat des Kreises Königsberg/
Land mit Sitz in Königsberg. Seit 1. April
1939 war er Landrat des Kreises Samland
(die Kreise Fischhausen und Königsberg/Land
wurden zusammengelegt).
Erst gegen Ende des Krieges verlegte er
seinen Sitz nach Fischhausen.
Am 17. April 1945 verließ er mit dem
Fischhauser Bürgermeister Paul Schwibbe
unter schwerem feindlichen Beschuss
Fischhausen.
Weitere Stationen seiner beispielhaften
Karriere waren nach Flucht und Internierung
durch die Engländer:
1953 - 1956 Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen
Landkreistages
1956 - 1957 Landrat im Kreis Stormam
1957 - 1967 zunächst Ministerialdirektor
und dann Staatssekretär im schleswig-holsteinischen
Innenministerium
bis 1977 war er stellvertretender Vorsitzender
der Kreisgemeinschaft Fischhausen,
danach unser Ältestenrat
1992 verlieh ihm die juristische Fakultät
der Universität Kiel die Ehrendoktorwürde.
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