Leserbriefe
Erste Post aus Ostpreußen
(Folge 169, Seite 14)
Herr Siegfried Hamann übersandte als Ergänzung
zum Artikel von Herrn Klemm in UsS Folge
169, S. 14 „Erste Post aus Ostpreußen“ folgenden
Beitrag aus dem Heimatboten vom Sommer
1999:
„Als meine Mutter krank war, kam der erste
Brief. Mit der Post funktionierte das folgendermaßen.
Die Fischerfrauen, die mit den Fischen
nach Königsberg fuhren, hatten ausgekundschaftet,
wo eine Poststelle ist, bei der man
Post nach Deutschland abgeben konnte. Wenn
man einen Brief schicken wollte, musste man
den Angestellten der Post ein paar Fische oder
Rubel geben. Die ankommende Post wurde uns
ja auch nicht etwa gebracht. Sie musste man in
Königsberg ebenso bezahlen, damit man sie
ausgehändigt bekam. Das erledigten die
Fischerfrauen immer für uns. So war das bei
den Russen. Anders können die auch nicht
überleben.
Einmal war auch ein Brief von meinem Vater
dabei. Er schrieb, dass er in Kiel lebt. - Nicht
lange danach kam auch ein Brief von meinem
Bruder. Er war inzwischen von Russland zurückgekommen
und in die Mark Brandenburg
entlassen, wo er auf dem Bauernhof arbeitete.
Er war nicht lange in Russland gewesen. Bis
zum Ural war er noch verschleppt worden.
Als eine Delegation von der UNO zum Ural reiste
und die Lager besichtigte, stellten die Russen
ganz schnell die jüngsten Deutschen zu
Transporten zusammen. Mein Bruder und
Pepers Tuta kamen in diese Transporte und
wurden nach Hause geschickt. Das war sein
Glück.
Den Brief meines Vaters hatte meine Mutter
noch gelesen, als sie schon krank war, und ihn
noch aus dem Bett beantwortet. Zum Schluss
schrieb sie: „Grüßt alle, alle!“ - Das ist ein Abschiedsbrief,
sagten meine Großeltern.
Im Herbst 1946 ist mein Bruder schwarz über
die damalige Grenze der Sowjetzone nach Kiel
zu meinem Vater gegangen.“
Kirche von Heiligenwalde
(Folge 170, S. 43)
Vor einigen Tagen erhielt ich den Samlandbrief
Sommer 2006, herzlichen Dank. Besonders
beeindruckt hat mich der Bericht von Frau Dr.
Beutner über die Wiederherstellung der Kirche
in Heiligenwalde, in der ich vor fast 75 Jahren
getauft wurde. 1992 und 1993 haben wir die
Kirche in ihrem katastrophalen Zustand gesehen.
Bei unserem letzten Besuch 2003 sah es
schon ganz anders aus.
Der eigentliche Grund meines Schreibens ist
allerdings folgender: Frau Dr. Beutner hat berichtet,
wie viele Schwierigkeiten zu überwinden
waren und wieviel Unterstützung und Hilfe
von verschiedenen Seiten zum heutigen Bild
der Kirche beigetragen haben. Allerdings möchte
ich nun sagen, dass ohne die Initiative und
den unermüdlichen Einsatz von Frau Dr. Beutner
alles kaum zustande gekommen wäre. Allein
die vielen Reisen, Verhandlungen mit Behörden
usw. haben unwahrscheinlich viel Zeit -
und auch Geld - gekostet. Alles wäre nicht möglich
gewesen ohne ihre Heimatliebe, die Gründung
des „Vereins zur Erhaltung der Kirche von
Heiligenwalde“ (auch eine Initiative von Frau
Dr. Beutner) und ihr hartnäckiges Durchhaltevermögen.
Frau Dr. Beutner hat in ihrem Bericht viele Helfer
dankbar gewürdigt, vor allem Herrn Artemjew,
sich selbst allerdings vergessen.
Ich finde, ihr beispielhafter Einsatz sollte auf
jeden Fall auch gewürdigt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Else Wüllner, geb. Korff,
geb. in Heiligenwalde
später wohnhaft in Königsberg/Quednau
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Qlückwünsche
Zum Geburtstag: Jeder kann ein Vater sein, nur jemand ganz Besonderes ist ein Papa!
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Am 11. August 2006 wurde
Lothar Pokatis
geboren in Pillau
80 Jahre jung.
Seit Jahren fährt er zu russichen Familien in die noch gemeinsame Heimat.
Danke Papa, ich bewundere Dich! Deine Lütt
Am 17. August 2006feierten
Oskar Lehmann und Hilde Lehmann geb. Borchert
früher Ostseebad Cranz
heute: Adam-Wagner-Weg 21, 72285 Pfalzgrafenweiler
das Fest der (^)/cZ/Z/f7//fFJfZP/Z
Wir gratulieren zum 80. Geburtstag am 27. August 2006
unserer Schwester, Schwägerin und Tante
Gerda Augustin geb. Prieß
früher Godrienen, Kreis Samland
heute: Diekmoorweg 12, 22419
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Wir wünschen ihr alles Gute !
Walter und Ina Maria Bonow geb. von Bock
aus Diewens, jetzt Klaus-Groth-Straße 12, 26789 Leer
am 1. September 2006
Walter und Christa Noack geb. Vogel
aus Diewens, jetzt Bahnhofstraße 14, 04680 Colditz
Die herzlichsten Glückwünsche von der Kreisgemeinschaft Pobethen
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