vierspurig alle Badeorte im
Samland verbinden soll.
Termin für die Fertigstellung
wird mit 2012 angegeben!
In Königsberg werden
verschiedene Umgehungsstraßen
z. T. neu gebaut
bzw. ausgebaut, so
dass dann die Fahrt ins
Samland, unter Umgehung
von Königsberg, direkt erfolgen
kann.
Achtung! Achten Sie bitte
darauf, dass Sie bei Ferngesprächen
in das Gebiet Qouverneur Boos eröffnet die „Expo BalticaUburistik-Messe mit
Königsberg die neuen Vor- einer Begrüßungsansprache. Foto:Wolna
wahl-Nummem benutzen!
Kaliningrad/Königsberg hat die Vorwahl
„4012“ Selenogradsk/ Cranz: 401-50-und
Swetlogorsk/ Rauschen: 401-53-.
Aus gegebenem Anlass weise ich nochmals
darauf hin, dass für alle Fahrplanzeiten
grundsätzlich die Moskauer Zeit
gilt!
Die Verbraucherpreise haben weiter angezogen,
während der Kurswert weiter
fällt! Wir haben zum Ende unseres Aufenthaltes
nur noch 1 zu 33,10 tauschen
können. Von den Geldautomaten können
Sie bequem und sicher Rubel ziehen.
Umgerechnet wird nach den Leitsätzen
von Moskau - also meist etwas günstiger.
Die Gebühren halten sich in Grenzen.
Für 10.000 Rubel zahlt man etwas
über 4,00 €.
Von der Vogelgrippe war bisher noch
nichts zu spüren und mir wurde gesagt,
dass selbst bei der Vogelwarte in Rossitten
keine Fälle vorkamen!
In allen Orten wurde jetzt vor dem orthodoxen
Osterfest - am „Subotnik“ von
vielen Gruppen eine große Säuberung
der Umwelt durchgefuhrt und viele Lastwagen
voll Abfall aus Parkanlagen und
Wäldern geräumt. Auch in den Schulen
fanden Reinigungsaktionen statt und
überall wurde gepinselt, geharkt und gefegt!
- Wenn es doch immer so aussehen
würde!
u
Redaktionsschluss für Folge 171 ist der 10. Juli 2006
58
— Das russische Nordostpreußen -
Wunsch und Wirklichkeit
er über den polnisch-russischen
Grenzübergang Heiligenbeil/
Mamonovo in das nördliche
Ostpreußen einreist, registriert erschreckt
die Versteppung und die mannshohen
Distelfelder. Ganze Ortschaften sind verschwunden,
verfallene Häuser von den
Bewohnern verlassen. Dieser
erste Eindruck wirkt deprimierend.
Doch schon nach ca. 18
km auf der ehemaligen Reichsstraße
1, Richtung Königsberg/
Kaliningrad, stimmt der komplett
ausgebaute Großbauemhof
Packerau mit zwei restaurierten
Wirtschaftsgebäuden,
einer großen neuen Halle und
drei schmucken Wohnhäusern
wieder versöhnlich. Ein Musterhof.
Und keine 800 Meter
weiter, ebenfalls auf der linken
Seite gelegen, erblickt man erfreut
eine 40 Wohnhäuser zählende
schmucke Siedlung mit
einem dahinter liegenden Industriegebiet.
Der hohe, buntbemalte
Wasserturm ist zum Wahrzeichen für diese
neu entstandene Ortschaft geworden,
die zur Einweihung 1997 den hoffnungsvollen
Namen Swjosdny erhielt, was
übersetzt „Sternchen“ heißt. In Abwandlung
entstand Stemau daraus. Landläufig
nennt man das Dorf immer häufiger
„Gustav-Jakob-Siedlung“. Der Hauptsponsor,
vor einiger Zeit verstorben, finanzierte
das 7 Millionen Projekt alleine
mit 6 Millionen DM. Den Rest teilten
sich Rotarier aus den Großräumen Frankfurt
und Dorsten, aber auch Einzelinitiativen
in Gütersloh und Vlotho.
Bei näherer Betrachtung beider Projekte
wird die Diskrepanz zwischen
Wunsch und Wirklichkeit deutlich. Über
den erfreulichen Aufbau dieser Siedlung
und der dann folgenden dubiosen Entwicklung
ist schon verschiedentlich berichtet
worden, so auch im Ostpreußenblatt
vom Oktober 2002. Daher nur eine
kurz gefasste Wiedergabe: Die BIP
Papenburg; gemeinnütziger und humanitärer
Verein unter der Leitung des
Papenburger Bürgermeisters Heinrich
Hövelmann, bot sich 1992 als seriöse zentrale
Spendensammelstelle für Projekte
in Nordostpreußen an. Die Inhalte des
Vertrages für eine dort geplante Siedlung
wurden bis zur Fertigstellung bedeckt
gehalten. Wer ahnte schon Täuschung bei
dieser seriösen Adresse des späteren
Ehrenbürgermeisters? Erst 1997 nach
Fertigstellung des Projektes und Offenlegung
der Verträge war bekannt geworden,
dass statt des von allen Sponsoren
geforderten Gemeinschaftseigentums des
Die dreizeilige Siedlung Sternau mit 40 Einfamilienhäusern
liegt unmittelbar vor Ludwigsort links der einstigen Reichstraße 1
(Richtung Königsberg). Foto:pnv.
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