Full text : Unser Schönes Samland

nOMTOBAH KAPTOHK.
CARTE POSTALE

SMEnmtHKf'

ajUE
yLLE_I;i£,

l [ a... ; h ^ t , j
-a

von den Empfängern
als Andenken gehütet.
Mittlerweile sind viele
dieser Empfänger gestorben
 und so ist es
möglich, dass solche
Stücke bei den Haushaltsauflösungen
 leider
verloren gingen und nur

UV

flEHbfH MOÏKHO OT¡

Adpee
omnpaeumeMi
Adresse
de l'expéditeur

K-P-?J

A'lJ njl- >~C jL.'r.'-Jsf-'C-tJt-l i~-Aj- IxijUcLUSi, -1 Jt- ¡f fcuyy

Jf-tdrO H - J L L P L U t i j - ^ lVcJU

O A -\ll ■vV-v’ -vV^Av^-, %ß\C-KwUÏ

i i a wj h i w j

A A tJj L-. ' v F fc.4-*Wv
 -vH * V/- Vn rt /7'H /-An,

Ä# ' ; ~ 7'
4 ^ i¡A’ t$Vv/-»->

 •vvi T’11

y~P -V-JU* --vs w

__

i^Yrfo-'V



Xl/w-üviv

i f

r-JT-H ä

amt 3 in Königsberg,
 dem früheren
 Postamt 9,
wurde zeitweise
der deutsche
Stempel Königsberg
 (Pr) 9 weiterverwendet
 und
zeitweise ein
Stempel Kenigsberg
 in kyrillischer
 Schrift be- Postkarte aus Cranz vom 1. Jan. 1947 nach Berlin mit dem deutschen Stempel
nutzt. Beide Königsberg (Pr) 9.

Stempel überlappten
 sich später zeitlich mit dem

Stempel Kaliningrad.

Die Post aus Königsberg dieser Zeit
bestand hauptsächlich aus sowjetischen
Postkarten. Briefe sind selten anzutreffen.
 Karten oder Briefe enthielten erste
Nachrichten über den Verbleib und das
Ergehen des Absenders nach dem Kriegsende.
 Häufig waren es letzte Lebenszeichen
 eines Angehörigen oder bereits die
Todesnachricht. Sie wurden und werden

vereinzelt in Sammlerhände oder Archive
 kamen. Mir liegen Kopien von elf solcher
 Karten vor, die ich von den Besitzern
 erhielt. Sie sind sämtlich von Königsberg/Kaliningrad
 abgesandt worden.
Leider lässt sich aus dieser geringen Zahl
und weiteren in unserer Arbeitsgemeinschaft
 registrierten Karten keine genaue
Angabe über die Verwendungszeit der
einzelnen Stempel, der Ankunft der ersten
 Post in Ostpreußen und den ersten
Absendungen ermitteln.

20

Auffallend ist, dass bereits im Mai 1945
Briefe in Königsberg abgesandt wurden.

Leider ist dieses Kapitel der Postgeschichte
 noch nicht ausgiebig erforscht.
 Ich bitte deshalb alle Heimatfreunde

 sehr herzlich, die solche Briefe
oder Karten besitzen, mir gute Kopien -
oder aber auch die Karten selbst - zur
Verfügung zu stellen.

Hans-Georg Klemm

Verwendete Literatur:
Benkmann: „Königsberg und seine Post“, München
Lasch: „So fiel Königsberg“

Lemke: „Post und Nachrichten-Übermittlung in Ostpreußen 1945-1946“ in: Sammlerlupe 67
Lemke a.a.O. und in: „Sowjetische Post verwendete Reichspoststempel“ in Philatelie und Postgeschichte
 Nr. 80/1985

Rocke: „Der Gang von Königsberg nach Kaliningrad“ in: Zeitschrift für das Post- und Fernmeldewesen,
 1950
Linck: „Königsberg 1945 bis 1948, 3. Auflage, Leer 1953
Dietrich, Greve, Imus, Klemm, Lemke, Saager: In Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft Deutsche
 Ostgebiete e.V. Nr. 52, 53, 66,102,126 und 187.

Verbleib unserer ostpreußischen Kirchenbücher

Anlässlich

des Besuches eines heute
in Palmnicken lebenden russischen
Heimatfreundes kam die von deutschen
Heimwehtouristen häufig an ihn gerichtete
 Frage nach dem Verbleib der deutschen
 Kirchenbücher zur Sprache.
Dieser russische Tourist hatte auf seiner
 Durchreise in Deutschland einen Umweg
 von ca. 100 km in Kauf genommen,
um das im Preußen-Museum in Minden
beheimatete Samland-Museum der Kreisgemeinschaft
 Landkreis Königsberg zu
besichtigen. Das ist bemerkenswert.
Leider konnte die Besichtigung nicht
stattfinden, da das Preußen-Museum am
Freitag geschlossen ist.
Immerhin konnte unserem russischen
Besucher in Minden der Hinweis auf das
EZA (Evangelisches Zentral Archiv in
Berlin) gegeben werden. Aus den dortigen
 Unterlagen ersieht man die Gründung

des Kirchspiels Palmnicken im Jahre
1906. In der Zeit davor war Palmnicken
dem Kirchspiel Germau zugeordnet.
Der Homepage des EZA (http//
www.ezab.de) ist zu entnehmen, dass die
Kirchenbuchunterlagen Palmnicken von
1906-1944 im EZA vorhanden sind. Von
zahlreichen anderen Kirchengemeinden
aus dem Landkreis Königsberg (z.B.
Amau) sind beim EZA nur Unterlagen
von 1818 bis 1874 vorhanden.
Die Unterlagen von vor 1818 liegen
für die Kirchspiele des Landkreises
Königsberg in der Deutschen Zentralstelle
 für Genealogie im Sächsischen
Staatsarchiv Leipzig (z.B. für Amau von
1668-1818).
Weitere Unterlagen der fehlenden Jahrgänge
 könnten im Geheimen Staatsarchiv
in Berlin-Dahlem, Archivstraße 12-14
liegen. Vielfach werden von Ahnen-