— Liebe Trankwitzer und Trenker,
liebe Qoldschmieder Heimatfreunde!
Jetzt
vergehen die letzten Wochen und
Tage des alten Jahres. Was zu Beginn
des Jahres so gut begann, hat für manch
einen von uns ein trauriges Ende gehabt.
Ich möchte allen, die so etwas erleben
mussten Mut und Lebenswillen zusprechen.
Es geschieht ja nichts ohne Gottes
Willen. -
Aber von diesem Jahr gibt es auch
schöne Dinge zu berichten. So war es mir
vergönnt, noch einmal nach Trankwitz
zu fahren. Wilfried und ich reisten ab
Berlin-Lichterfelde mit dem Zug im
April 2005. Wir hatten eine gute Fahrt
ohne Aufregungen. Es verlief alles pünktlich
und wie es vereinbart worden war.
Auch die Unterbringung im Hotel Tschaika
war gut. Schon bei der Ankunft wurden
wir mit einem Blumenstrauß herzlich
begrüßt, der von einer russischen
Freundin dort abgegeben worden war.
Wir hatten einen guten russischen Taxifahrer,
der uns überall hinfuhr, wo wir
nur wollten. Selbst durch die tiefen
Schlaglöcher der Pflasterstraße, die mich
zu meinem geliebten Trankwitz führen
sollte. Wir hatten herzliche Begegnungen
mit unseren beiden russischen Familien
in Trankwitz und knüpften vorsichtig
neue. Von anderen russischen
Freunden in Königsberg wurden wir zu
einem Konzert eingeladen und mit einem
russischen Admiral a. D. bekannt gemacht.
Das Beste war aber, dass wir immer
sonniges Wetter hatten, so dass wir einige
Male über unser Feld gehen konnten.
Stunden verbrachten wir an der Stelle,
wo unser Haus, Stall und Scheune gestanden
hatten. Immer wieder fanden wir
vereinzelte Porzellanscherben. Welch ein
Geschenk! Zwei Schlehensträucher versuchten,
sich auf dem ehemaligen Hofgelände
breit zu machen. Hätte ich doch
eine Gartenschere dabei gehabt! Wilfrieds
Taschenmesser war leider zu schwach!
Ein glücklicher Umstand war es auch,
dass die Felder alle abgebrannt worden
waren. Das mannshohe Unkraut, welches
wir 2003 vorfanden, gab es nicht mehr.
Wir fanden sogar noch zwei Grenzsteine
auf unserem Feld.
Auch der Spaziergang am Landgraben
war sehr schön. Die Anemonen blühten
und der Philippsteich lag ruhig und verträumt
in der Landschaft. Die Bäume
waren noch unbelaubt, sodass man etwas
mehr in die Feme blicken konnte. Wir
besuchten den mssischen Friedhof hinter
Metgethen, auf dem zwei Familienangehörige
unserer mssischen Freunden
aus Trankwitz beerdigt worden sind. Von
der Größe des Friedhofs waren wir überwältigt.
In Rauschen besuchten wir „Luba“.
Alle, die 1992 mit uns in Trankwitz waren,
werden sich an sie erinnern. In ihrem
Restaurant wurden wir fürstlich verwöhnt
mit Kaviar und vielem mehr.
Fotos und ein Film, die wir beim
nächsten Ortstreffen zeigen werden, dokumentieren
etwas von den Erlebnissen
während unserer Reise nach Trankwitz
und Trenk.
Über die allgemeinen Eindrücke im
Königsberger Gebiet sind wohl alle genügend
informiert. - Ich jedenfalls bin
froh und glücklich, noch einmal in der
Heimat gewesen zu sein. Für das neue
Jahr 2006 haben wir uns wieder ein Ortstreffen
in Forsbach vorgenommen. Dieses
Mal wollen wir auch die „Goldschmieder“
mit zu uns einladen. Ich habe
die Ortsvertretung von Goldschmiede,
welche bisher Herrn Wedemann inne
hatte, übernommen und werde mir Mühe
geben, in seinem Sinne auch Goldschmiede
zu vertreten.
Das Treffen wird am 19. August 2006
in 51503 in Rösrath/Forsbach im Hotel
Forsbacher-Mühle stattfinden. Bitte
merkt dieses Datum schon vor. Es wäre
schön, wenn auch dieses Treffen ein Er-Liebe
Wickbolder, liebe
Unser
Heimattreffen, wieder das letzte
Wochenende im August, fand im
„Kirschenland“ in Jork bei sommerlichem
Wetter statt. Schon am Freitag
waren Helmut Schwill und Anni, Heinz
Panteleit und Ingeborg, Ruth Simon geb.
Feeger mit Fritz, Ruth Burgmer geb.
Neumann und Karl-Heinz Bahr sowie
Renate, Erika Krause geb. Wibramitz und
ich angereist. In gemütlicher Runde wurde
tüchtig plachandert und gelacht. Wir
konnten am Abend kein Ende finden.
Am Samstag nach einem ausgedehnten
Frühstück verkrümelten sich viele auf
den Deich zu einem Spaziergang mit
Blick auf Elbe und viele Segelboote. Alle
angemeldeten Teilnehmer waren zur Begrüßung
um 15 Uhr erschienen. In unserer
Runde konnte ich vier alte „neue“
Wickbolder begrüßen. Den Lehrerssohn
Martin Dankert, ich traf ihn schon im
Mai in Berlin beim großen Ostpreußentreffen,
die drei Geschwister Kirschnick,
Helga, Hans-Jürgen und Burkhard. Erstaunlich,
dass sich nach 60 Jahren immer
folg würde. Ich melde mich aber vorher
noch einmal. Nun wünschen wir allen,
die krank sind, recht baldige Genesung.
Ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes
neues Jahr allen Menschen, die guten
Willens sind. Euch allen ein Gott befohlen!
Liebe Grüße
Eure Ingrid und Wilfried Scheuer
Lärchenweg 7
51503 Rösrath
Tel.: 02205 - 38 76
Ludwigswalder! — —
wieder noch Heimatfreunde melden. Im
Internet haben durch mein Buch „Nur die
Störche sind geblieben“ meine Adresse
gefunden.
Zu Ehren der im letzten Jahr verstorbenen
Wickbolder und Ludwigswalder
erhoben wir uns zu einer Schweigeminute
von unseren Plätzen. Nicht mehr
unter uns sind Heidi, Barbara und Roland
Dankert, Hildegard Breining geb. Regalski,
Dieter und Reinhard Kessler, aus
Ludwigswalde Margarethe Koriath und
Elsbeth Scherlies geb. Siebert.
Viele Neuigkeiten haben die Neuen
erfahren können, denn einige Wickbolder
und Ludwigswalder waren in Ostpreußen
und konnten von den jetzigen Zuständen
berichten. Gesprächsstoff gab es genug
- Kindheitserinnerungen, Fluchterlebnisse
wurden berichtet und Fotos gezeigt.
Nach dem fürstlichen Abendessen ging
die Unterhaltung weiter. Heiteres und
Besinnliches wurde von Heinz Bahr und
Erika Krause vorgetragen. Helmut Schwill
hatte Ratespiele vorbereitet, leider