"—700-Jahrfeier in Fischhausen/Prímorsk
Am
19. August 2005 fand in Fischhausen/Primorsk
eine russ./deutsche
Veranstaltung zum 700-jährigen Bestehen
statt. Leider waren nur wenige ehemalige
Bürger von Fischhausen mit ihrem
Ortsvertreter Utschakowski angereist.
Neben vielen russischen Gästen war
auch eine Reisegruppe aus Dissen/Westf.
mit dem Ortsvertreter von Medenau,
Schwarz, erschienen. Zunächst fand man
sich am russischen Ehrenmal ein, wo der
stellvertretende Vorsitzende der Kreisgemeinschaft
Fischhausen, Herr Lunau,
in Anwesenheit des Bürgermeisters von
Pillau/Baltijsk, Fjodor Grigorjewitsch
und Viktor Koschelew, Leiter der Verwaltung
sowie dem Leiter der jetzigen,
in Pillau eingemeindeten Siedlung Primorsk
(Fischhausen) Leonid Schinkarewitsch
und Angehörigen der Baltischen
Flotte sowie Heimatforschern, Bürgern
von Primorsk und den deutschen Gästen
einen Kranz nieder legte.
Anschließend erfolgte eine Kranzniederlegung
am deutschen Ehrenmal,
die von einem Team des russischen Fernsehens
ebenso dokumentiert wurde, wie
der anschließende Empfang vor dem Eingang
des Kulturhauses mit Brot und Salz.
Die mehrminütige Sendung über die 700-Jahrfeier
wurde am Abend mit Interview
und wohlwollendem Kommentar während
der Nachrichtensendung ausgestrahlt.
Die Feierstunde wurde zunächst im
vollbesetzten Saal mit Chorgesängen eingeleitet.
In seiner Begrüßungsrede wies der Bürgermeister
von Baltijsk daraufhin, dass
er sich dafür einsetzen werde, dass das
heutige Primorsk wieder einen Hafen
erhalten soll und in Zukunft hier auch
Industrie angesiedelt wird. Zum Andenken
an dieses Jubiläum überreichte er
dem stellvertretenden Vorsitzenden der
Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V. einen
von den Kindern geschnitzten großen
Stör.
Mit seiner Festrede überbrachte Herr
Lunau die Glückwünsche und Grüße des
Vorstandes der Kreisgemeinschaft, streifte
die wichtigsten historischen Daten und
wies auf die vielen Schicksalsschläge hin,
die Fischhausen in seiner Geschichte
hat hinnehmen müssen. Als Gastgeschenk
übergab er u. a. Bilder und DVDs für
Fischhausen und Pillau.
Beim anschließenden gemeinsamen
Mittagessen wurde dann auf die deutsch/
russische Freundschaft angestoßen und
versprochen, dass die bestehenden herzlichen
Verbindungen zwischen der neuen
Administration von Baltijsk/Pillau und
dem Vorstand der Kreisgemeinschaft sowie
der Heimatgemeinschaft Seestadt
Pillau weiter ausgebaut werden sollen.
Mit einem Rundgang und Besichtigung
der Reste des Ortes sowie einem kleinen
„Ritterspiel“ wurde die Feier, an der sich
viele Einheimische beteiligt hatten,
beendet.
Andrej Pitrowskij
Oaóót unóer deben wie ein chdínderópíel anóehen,
in welchem níchtá ernóthafo iót aló die Tdedlichkeít.
Úmmanuel c)<¿cmt
Liebe Bludauer Heimatfreunde!
Mitte
September saß ich in Urlaubsstimmung
an der Schwarzmeerküste
und las ganz in Ruhe unseren schönen
Heimatbrief. Das Urlaubswetter
schien vorbei zu sein, denn es regnete
und stürmte und die hohen Wellen schlugen
mit Wucht auf den sauberen,
breiten Strand. Und
was geht einem Ostpreußen
an fremden Gestaden so
„Dat Schiet schmeckt oawer wedder
goot!“ Also musste Machandel doch etwas
sehr Gutes sein, wenn es so fröhlich
machte und solches Lob bekam.
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durch den Kopf? Die heimatlichen
Strände unserer geliebten, rauschenden
Ostsee natürlich! Und schon gehen
die Gedanken auf Reisen:
Frau Pultke-Sradnik erzählt da in ihrem
Bericht von Tee mit Machandel und
da klingelte etwas bei mir.
Ich erinnerte mich weit in die
Kindheit zurück, dass Vater
von Machandel sprach, wusste
damals als Sechs- bis Siebenjährigen
aber nicht, was
das denn war. Nur soviel verstand
ich, dass es etwas Gutes
und Gesundes sein musste,
das die Erwachsenen in
unserer Familie sehr schätzten.Da
es wie Marzipan mit
„Ma“ anfängt, dachte ich
auch in dieser Richtung und
war traurig, dass man uns
Kindern sowas vorenthielt.
Zu sehen bekam ich dieses
„Ma“chandel damals auch
nicht. Den gab es in der
Hauptsasche nur, wenn Besuch
da war oder wir in unserer
großen Verwandtschaft
Besuch machten. Die Erwachsenen
waren dann immer
sehr fröhlich und ich
hörte anerkennend sagen:
Dann kam die Flucht aus der Heimat
d die Verwandtschaft wurde
über ganz Deutschland verstreut.
Durch die weiten
Entfernungen von einander
gab es erst sehr viel später
wieder gesellige Familienbesuche.
Aber von Machandel hörte ich nicht
mehr reden. Dafür aber von Meschkinnes,
Bärenfang und Pillkaller. Nun las
ich von Tee mit Machandel und wusste
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