Full text : Unser Schönes Samland

sonderen kirchlichen Anlässen
 und Festen sang
der Chor während des
Gottesdienstes.
Das Geld zur Erhaltung
 und Ergänzung der
Kirche musste auch weiterhin
 aus privaten Spenden
 aufgebracht werden.
Dazu gab Pfarrer Matz
einen Aufruf „Gruß an
die evangelischen Gäste
im Ostseebad Rauschen“
mit der Bitte um Spen-Die

 Konfirmanden mit Pfarrer Matz (Mitte)

kirchlichen Feiern, wie z.B. Konfirmationen
 in der Kirche in Rauschen statt.
Das Konfirmationsbild vor dem Kircheneingang
 zeigt in der Mitte Pfarrer Matz.

Ca. 1932 wurde dann in Rauschen-Ort
 der Friedhof angelegt und die Verstorbenen
 konnten nun auch in Rauschen
bestattet werden.
Nach dem sonntäglichen Gottesdienst
fand in der Kirche der Kindergottesdienst,
 vom Pfarrer oder einer
 Flelferin gehalten, statt.
Außerdem gab es eine Sonntagsschule
 im Haus „Friedenshöhe“
 zwischen Hofmann-
 und Bergstraße. Hier
betreuten die Schwestern-Ida
und Minna aus dem Eisenbahner-Erholungsheim

„Sonneck“ die Kinder.
Die Kirche hatte einen
Kirchenchor, der von der
Organistin, Frau Eva Freitag,
geleitet wurde. Die Übungsstunden
 des Chores fanden
in der Kirche Statt. Zu be- £>je Sonntagsschule vor dem Haus Friedenshöhe Sammi. Klemm

Sammi. Klemm den heraus. Er

u.a. darin:

Herzlich willkommen
Ich sehe Dir Freude im Antlitz leuchten,
weil Du für eine Weile dem Gleichklang
des Tageswerks entrinnen durftest. All
Deiner Sehnsucht nach Ruhe und Stille
und dem Wunsche im Schweigen und Feiern
 Dich wieder zu finden, kommt unser
Samland in seiner gottgeschaffenen
Schönheit erfüllend entgegen. Es ist ein
herrliches Fleckchen Erde, zu dem Du

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kamst; nicht zu Unrecht nennt man unser
Rauschen „ die Perle des Samlandes “.....
(es folgt ein Lob der herrlichen Natur).
Unser Gotteshaus, im Jahre 1907 erbaut,
ist ohne Mithilfe von Staat und Kirche
nur durch hochherzige Stiftungen von
mehreren Villenbesitzern und Freunden
des Ortes entstanden. Es war zunächst
nur als Sommerkirche für die Badegäste
gedacht und wurde auf Wunsch des gegründeten
 Kirchbauvereins abwechselnd
von den Geistlichen aus Königsberg versorgt.
 (....).
Am 1. November 1930 wurde dann der
Schlussstein zu dem begonnenen Werk gelegt
 durch Errichtung einer selbständigen
 Pfarrstelle, für die der Evangelische
Oberkirchenrat in Berlin die erforderlichen
 Mittel bereitstellte. Orgel, Kirchenheizung,
 Friedhof und Pfarrhaus hat die
Kirchengemeinde allmählich auch mit
Hilfe von Spenden durch Badegäste fast
ohne behördliche Zuschüsse erworben.
(....).
Vieles ist geleistet, noch manches steht
aus: vor allem fehlt aufdem Friedhofeine
Leichenhalle, zu deren Erbauung erst ein
kleiner Fond vorhanden ist. Gern würden
 wir auch eine zweite Glocke anschaffen,
 doch sind einstweilen keine Mittel
dazu vorhanden. Darum ergeht die Bitte:

Helft weiterhin unsere Not tragen und
erleichtern! (Es folgt, wo die Spenden
abgegeben werden können.)
Herzlich grüßt
Das evangelische Pfarramt Rauschen,
Bernekerstr. Tel. 278
Werner Matz, Pfarrer

Ein Bericht über die katholische Kirche
 und die Baptistenkapelle folgt im
nächsten Heimatbrief. Ich werde dann

auch etwas über die Veränderungen in
Rauschen berichten. Es hat sich baulich
einiges getan.

Am 17./18. September findet das
Kreistreffen Hotel Cap Polonio in Pinneberg
 statt. Zur Straffung der Veranstaltung
 wird unser bisheriger Salon nicht
mehr belegt. Wir erhalten einen separaten
 Raum in der Nähe des Saales. Die
Feierstunde am Sonntagvormittag wird
höchstwahrscheinlich diesmal im Saal des
Hotels stattfmden Die Jahresversammlung
 der Ortsvertreter dauert in diesem
Jahr gewiss nicht so lange, so dass ich
wieder mehr Zeit für unsere Heimatfreunde
 habe. Bitte kommen Sie zahlreich
 zu diesem jährlichen Treffen, damit
 unsere heimatliche Verbundenheit
weitergeführt werden kann.

Bis dahin wünsche ich Ihnen Gesundheit
 und einen schönen Spätsommer.

Mit heimatlichen Grüßen
Euer Hans-Georg Klemm
Sudetenstr. 11
91080 Uttenreuth
Tel.: 09131-58489

und Eure Dorle Billjött

Anmerkungen
1 Hecker: Führer durch das Ostseebad Rauschen,
Seite 24, Rauschen 1913;
2 Walter Dignath/Herbert Ziesmann: Die Kirchen
im Samland, Seite 174, Leer 1987;
3 Carl Kühn: Nach Rauschen - Neuester zuverlässiger
 Fremdenführer, Rauschen ca. 1908;
4 Information von Frank Laska, Makranstädt; 31