ich meinen treuen Mitstreiter Bruno
Radtke, der in seiner Zuverlässigkeit
kaum zu übertreffen ist und leider oftmals
für Fehler in der Geburtstagsliste
usw. verantwortlich gemacht wird, die
er nicht verursacht hat. - An dieser
Stelle danke ich auch meiner Frau für
das große Verständnis gegenüber meiner
Arbeit für Cranz und für ihre aktive
Mitarbeit bei den Heimattreffen, in den
7()ger Jahren, als unsere „Krügerin“ -
Mittelschullehrerin ihres Zeichens -
noch in Pinneberg dabei war, hat sie
meine Frau zur „Ehren-Cranzerin“
gekürt. Eingedenk dessen hatte meine
Frau in diesem Jahr ihre Operation der
linken Hüfte vom ff. auf den 25.9. verlegt,
um die Cranzer nicht zu enttäuschen
und ihre Betreuung am 16.9.
sicherzustellen.
Ich grüße Sie in heimatlicher
Verbundenheit und wünsche Ihnen
Gesundheit, ein frohes, besinnliches
Weihnachtsfest sowie einen guten
Rutsch in ein friedliches Neues Jahr.
Ihr Walter Rosenbaum,
Gerhardstraße 23, 2 75 76 Bremerhaven,
Telefon: 04 71-55008
auch im Namen von
Bruno Radtke,
Hemmstraße 306, 28215 Bremen,
Telefon: 0421-351203
und unseren Frauen
siechte dahin. Zunächst nahm sich die
Tante der Waisen an. Da es nichts zu
essen gab - Alte und Kinder bekamen
keine Zuteilung die Arbeitsfähigen
200 g Roggenkörner pro Tag, beschloß
man, die Jungen der Familie Suhr auf
mehrere Familien aufzuteilen. In
meine Wohngemeinschaft, die aus
zwei Männern, meiner Mutter und mir
bestand, kam der Älteste, Kurt Suhr.
Im November 1947 wurden wir
ausgesiedelt. Da Kurt krank war, kam
er ins Palmnicker Krankenhaus und
unser Kontakt riß ab. 1948 mußte
Kurt Ostpreußen verlassen. Aber es
sollte auf wunderbare Weise ein Wiedersehen
mit ihm geben.
Am 9. Mai 2000 klingelte es an
meiner Haustür. Ich kannte den Besucher
nicht. Als der nunmehr
68jährige Kurt seinen Namen nannte,
konnte ich es kaum fassen. Was es an
diesem Tag zu erzählen gab, kann man
sich unschwer vorstellen.
Kurt Suhr hat die schweren Jahre
der Entbehrung vor fast 60 Jahren
ebenfalls überstanden und lebt heute
mit seiner Frau, die ebenfalls aus Ostpreußen
stammt, bei Bremen.
Käthe Swiderski, geh. Goerke,
Goetheweg 11, 75015 Breiten
Compehnen - ein Wiedersehen
auf wunderbare Weise.
Dunkershöfen
im Landkreis Königsberg (Pr)
Im Februar 1945 begann der Aufbruch
der Compehner Bevölkerung
zur Flucht. Die deutsche Wehrmacht
brachte alle Bewohner von dem schönen
Gut Compehnen per Lkw nach
Pillau. Von dort gelang die Dampferfahrt
nach Danzig, nur wenige schafften
es weiter nach Westen.
Aus dem Kreis Heiligenbeil kommend,
war auch ich mit meinen drei
Kindern in Danzig gelandet, wo ich
meine Mutter fand, die zu den Compehnern
gehörte.
Im März 1945 nahmen die Sowjets
Danzig ein. Es begann die Zeit der
Ängste, der Schändungen, Hunger,
Krankheiten und Tod folgten. Meine
drei kleinen Kinder mußte ich in
Danzig beerdigen.
Im Juni 1945 hieß es in einem
Aufruf, daß alle Flüchtlinge Danzig zu
verlassen hätten. Jeder sollte an seinen
Heimatort zurückkehren.
Unter den Compehnern befand
sich die einst so stattliche Frau und
Mutter Suhr mit ihren fünf Jungen, ihr
ältester Sohn war 13 Jahre alt. Sie hatte
mit den Kindern Compehnen wieder
erreicht, starb dann aber kurze Zeit
danach an Typhus. Dann kam der
Ehemann und Vater aus dem Krieg
zurück. Es befiel ihn Schwermut und er
Die Gechichte von Dunkershöfen
läßt sich bis in das 16. Jahrhundert
zurückverfolgen. Der Ortsname geht
zurück auf den Besitzer eines Einzelhofes.
Außer einer ostbaltischen Randaxt
der älteren Bronzezeit (ca. 1800-800
v. Chr.), die in Dunkershöfen gefunden
wurde, gibt es keine nennenswerten
Anhaltspunkte dafür, daß hier in
vorgeschichtlicher Zeit Menschen gelebt
haben. Auch zur Zeit der Ankunft
des Deutschen Ordens war dieses
Gebiet nur schwach besiedelt. So müssen
wir von der Annahme ausgehen,
daß sich auf dem Territorium des
späteren Dunkershöfen und seiner
näheren Umgebung bis zur unmittelbaren
Vorordenszeit nur gelegentlich
Menschen aufgehalten haben.
Gegen Mitte des 16. Jahrhunderts
wurde der oben erwähnte Hof von
einem gewissen Duncker bewirtschaftet.
Auf ihn oder auf einen seiner Vorfahren
ist der Ortsname Dunkershöfen
zurückzuführen. Nach einem
Steuerregister aus dem Jahre 1540 existierten
damals im „dorff Post Keden
sampt dem hoff Dunckers“ insgesamt
vier Bauernhöfe („Erbe“). Das Steuerverzeichnis
läßt den Schluß zu, daß
Duncker eine größere Fläche als jeder