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mand darüber, daß er seine Post an
die Cranzerin Lisa Schuster, geb.
Wannak, mit dem Vermerk „Empfänger
 verstorben“ zurückbekommen
hat. Solche Mitteilungen sind sehr
wichtig, weil sie mir in meinem
Bemühen helfen, die Aktualität der
Cranzer Kartei zu erhalten. Ich bedanke

 mich vielmals, lieber Hermann. Ich
wünschte, es gäbe mehr solcher hilfreicher
 Cranzer.

Nun noch einen kleinen Auszug
aus einem Cranzer Prospekt aus den
30ger Jahren als Erinnerung an die
Vergangenheit:

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•eich&

1. Vor Beginn der Kur frage einen ortsansässigen Arzt.

2. Nimm das erste Seebad möglichst nicht vor dem 3. Tage nach Ankunft.
Gewöhne dich erst an das Seeklima. Die geeignetste Badezeit ist morgens.

3. Erhitze dich nicht vor dem Bade, kühle dich vielmehr erst ab.

4. Geh nicht langsam ins Wasser, sondern rasch, mit dem Rücken gegen die
Wellen. Bleibe nicht zu lange (höchstens 5 Minuten), die Wirkung des Seebades
ist in der ersten Minute erfüllt.

5. Nach dem Bade trockne dich gut ab. Bei normaler Wirkung tritt die
Körperwärme von selbst ein, andernfalls frage den Arzt.

6. Ruhe dich nach dem Bade aus.

7. Setze deinen Körper nicht zu lange den Sonnenstrahlen aus. Sonnenbrand und
Fieber sind die Folgen und wirken nachteilig auf deine Kur.

8. Lege dich nicht in den feuchten Sand, wenn er auch trocken erscheint. Du
bekommst sonst Rheuma und Gicht. Laß deine Kinder nicht stundenland im
nassen Sand barfuß laufen.

9. Denke an den notwenigen Schlaf (8 bis 10 Stunden), Bewegung in frischer Luft
durch Wandern und zweckmäßigen Sport und Maßhalten im Essen und
Trinken.

10. Unterstütze deine Kur durch warme Seebäder, Moor- und medizinische Bäder
in Verbindung mit Massage.

10 Geb°te

für eine

in

er
Cranz

V.

Das waren Ratschläge an die
Badegäste von Cranz in den 30ger
Jahren. Ob die damaligen Erkenntnisse
 auch heute noch Gültigkeit besitzen
 oder neuen medizinischen Erkenntnissen
 weichen mußten, weiß ich
nicht. Wir als Cranzer Jungens haben
uns damals wohl kaum an die o.g.
Gebote gehalten. Rheuma vom langen
Liegen im Sand haben wir trotzdem
nicht bekommen.

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung
beim Pinneberger Kreistreffen am
18./19. September 1999 und grüße Sie
herzlich
Ihr Walter Rosenbaum, Gerhardstraße
23, 27576Bremerhaven,
Telefon: 0471-55008
auch im Namen von Bruno Radtke,
Hemmstraße 306, 28215 Bremen,
Telefon: 0421-351203
und unseren Frauen

20. Treffen der Bernsteinanhänger von Palmnicken

und Umgebung am 24. und 25. April 1999

„Was einmal war und nicht mehr ist,
und was man dennoch nicht vergißt,
das muß, egal, ob groß, ob klein,
schon etwas ganz Besond’res sein. “

Mit diesem Vers von Gert O. E.
Sattler leite ich meinen Bericht diesmal
ein, weil die Gemeinschaft ostpreußischer
 Herzen die Heimat für kurze
Zeit lebendig werden läßt. Hier stoßen
wir die Fenster zur Vergangenheit auf,
wenn auch immer wieder schmerzliche
Sehnsucht aufsteigt, es liegt aber doch
ein unaussprechlicher Genuß darin,
sich mit ihr zu beschäftigen.
Mit einem gewissen Stolz ist nun zu
vermelden, daß dieses 20. Treffen, das
letzte in diesem Jahrtausend, nach aller
anfänglichen Skepsis doch noch eine
große Besucherzahl aufwies. Es ist nicht
übertrieben, die Zahl 130 zu nennen
und ich meine, jedem steht das Prädikat
„Der redliche Ostpreuße“ zu.

Während in der grünenden Natur
die Kirschbäume schon ihr Hochzeitskleid
 trugen, zeigten sich uns auch im
großen Saal des Kolpinghauses wunderhübsch
 geschmückte Tische. Neben
Frühlingsblumen entdeckte das Auge
handgearbeitete Papp-Flundern mit
Bernstein bestückt, Kerzen in Form
eines Seesterns und einer Sonnenblume.
Für jedes Platzgedeck ein kunstvoll gefertigtes
 Fischlein, das mittels Klammer
eine farbige Serviette hielt. Daneben,
zur bleibenden Erinnerung an dieses 20.
Treffen, lag eine Festschrift, in der die
Entstehungsgeschichte dieser Zusammenkünfte
 anhand von Bildern und
Gedichten, Gedanken und Geschichten
dokumentiert ist. Wahrlich, ein schöner
Rückblick.
Die Eröffnungsrede an diesem
denkwürdigen Tag hielt, zum letzten
Mal in seinem Amt, Günther Glauß,
der dann auch seinen Nachfolger, Sieg- 43