Full text : Unser Schönes Samland

Zum Qedenken an Ernst Qiesebrecht

Liebe Bludauer Heimatfreunde!

Ein Herbsttag, an dem sich rote und
gelbe Blätter sanft vom Baume lösen
und lautlos auf die Erde fallen, war
bestimmt für den endgültigen Abschied
unseres treuen Heimat- und Jugendfreundes
 Ernst Giesebrecht.
Auch er löste sich sanft aus diesem
Erdenleben und diese Nachricht traf
uns alle wie ein Schlag, der noch lange
durch die Tage brennt. Ein Teil seiner
Seele aber blieb für uns zurück und wird
uns immer umschweben. Denken wir an
ihn, hören wir auch seine Stimme mit
den Worten: „Freunde, ach wie lebt’ ich
gern!“ In der Tat, er war stets gutgelaunt,
humorvoll und freundlich zu jedermann,
 hilfsbereit, engagiert und meistens
 unterwegs. Er wurde verehrt und
geachtet, auch von den Russen und
Deutschrussen in der alten Heimat. Wir
alle werden ihn sehr vermissen.
Unermüdlich kämpfte er mit seiner
ganzen Kraft und Heimatliebe für den
Zugang zum Sperrgebiet Palmnicken,
was ihm auch schon 1991 gelang. Er
ermöglichte seinen Palmnickern die
erste bedeutende und von starken Gefühlen
 getragene Fahrt nach Hause. Für
mehrere ehrgeizige Projekte in Palmnicken,

 und gemeinsam mit der Universität
 Aachen für die Stadtplanung in
Pillau, setzte er sich trotz vielfältiger
Schwierigkeiten stets voller Hoffnung
ein. Auch in Königsberg war der Experte
 für Landschaftsbau und Flächen-Kultivierung
 öfter anzutreffen.
Letztendlich erkämpfte er den Lorbeer
 noch im strahlenden Lächeln: sein
Museum in Palmnicken, das jetzt den
dort verantwortlichen Russen in Obhut
gegeben ist. Von seinen zahlreichen Reisen
 in die Heimat brachte Ernst viele
wunderbare Aufnahmen mit; Vermächtnis
 und Dokument für uns Palmnicker
und für seine Familie.
Nun ruhen seine rastlosen Hände,
schweigt seine vertraute Stimme. Ernst,
wir behalten dich so in Erinnerung, wie
du in den frohen Stunden deines
Lebens bei uns warst; du warst ein tragender
 Pfeiler unserer Gemeinschaft
„Doch Leben und Sterben liegen nicht
in unserer Hand“, wie du es selbst einmal
 sagtest, „Erinnerungen werden ewig

bleiben“.

ln Dankbarkeit
Ruth Kecker für alle Palmnicker

Ein weiter Weg von Ostpreußen in den Hunsrück

Von Elly Fangrad-Gerhardt, Autobiographie, 1996,136 Seiten,

Paperback, DM 19,80 ISBN 3-86137-425-0.

Zu bestellen bei HAAG + HERCHEN; Verlag GmbH,

Fichardstraße 30,60322 Frankfurt/M.

Redaktionsschluß für Folge 146 ist der 10. April 2000

Das Jahr 2000 beginnt für unsere
Gemeinschaft mit großer Betroffenheit
und Traurigkeit.
Wir trauern mit den Angehörigen
um unsere liebe Freundin und Stellvertreterin
 unserer Ortsgemeinschaft,
Edith Lemke. Nach schwerer Krankheitverstarb
 sie am 20. Januar 2000.
Bereits im Juni und im Dezember
1999 wurden Erwin Huuk und Ruth
Schmidt, geb. Atzpodien, aus unserer
Mitte gerissen. Unser Mitgefühl gehört
den Angehörigen der drei Familien;
wir gedenken ihrer unter der Rubrik
„Ein stilles Gedenken“.
Zu einem unserer Ortstreffen überraschte
 Ruth uns mit ihrer „Quetschkommode“.

Erwin Huuk und seine Frau nahmen
im Sommer 1995 noch an der Einweihungsfeier
 des kleinen Denkmals in

ein

Liebe Heimatfreunde!

Die Notiz im Ostpreußenblatt über
erweitertes Kirchspieltreffen, das
auch Fuchsberg (und Gutenfeld!?) einschloß,
 war weder mit mir abgesprochen,
 noch war ich in Kenntnis
gesetzt worden. Sie hat lediglich zur
Verunsicherung beigetragen. Offensichtlich
 überschritt hier jemand wissentlich
seine Kompetenz.
Das Ortstreffen Fuchsberg mußte
ich kurzfristig vom Mai auf den 17. und
18. Juni 2000 verlegen. Der Tagungsort
bleibt das Naturfreundehaus „Carl

Bludau teil. Bei dieser Gelegenheit
konnte er sein Elternhaus noch einmal
sehen. Seiner Familie gehörte das Haus
mit den vielen Einschußlöchern, das im
letzten Heimatbrief erwähnt wurde.
Für die lieben Weihnachts- und
Neujahrsgrüße bedanke ich mich auf
diesem Wege sehr herzlich, ebenso für
die Spenden.

Unser nächstes Ortstreffen findet
am 15. und 16. April 2000 statt, wie
immer in Osnabrück, Hotel „Kohlbrecher“,
 Wersener Landstraße 2, Telefon:
 05 41-12 94 01. Auf ein gesundes
Wiedersehen freut sich Ihre

Erika Wetzel,
Am Schafkamp 3,
27711 Osterholz-Scharmbeck,
Telefon: 0 47 91-5 72 90

Fuchsberg

Schreck“ in Löhne-Gohfeld, Autobahnabfahrt
 der A 2 Exter (31). Die Anreise
bitte ich für Samstag, den 17. Juni bis
11.00 Uhr vorzusehen, so daß das Mittagessen
 (12.00 Uhr) gemeinsam eingenommen
 werden kann. Am Nachmittag
sehen wir uns den Videofilm von meiner
 Reise zum Samlandtreffen an, der
außerdem den Besuch der Kriegsgräber
in Fischhausen, Germau, Insterburg und
Nordenburg zeigt, von der „Blutspur“
im Samland berichtet und von den
Stationen auf der Fahrt nach Trakehnen
erzählt. Die Siedlung Sternau, wo wir
unser Standquartier hatten, zeigt sich im

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