Full text : Unser Schönes Samland

zu groß war, wurde es so unterteilt, daß
zusätzlich noch 6 Familien darin Platz
fanden, (s. Dorfgeschichte S. 65-71)
Aus der Geschichte über Grünhoff
wird u. a. berichtet (s. Heimatbrief,
Folge 57, S.4), daß der Große Kurfürst
das dortige Schloß bei Besuchen in
Ostpreußen als Jagdschloß genutzt hat.
Da es in seiner damaligen Gestalt
jedoch nicht groß genug war, um das
sehr zahlreiche Gefolge des Großen
Kurfürsten aufzunehmen, wurde dieses
 im etwa 10 km entfernten Gutshaus
 Watzum (das damals Wartnicken
hieß), untergebracht. So hat Watzum
an der schon damals wechselvollen
Geschichte teilgehabt.
Erinnern möchte ich noch an die
wunderschöne große Parkanlage des
Gutes. Gucken Sie mal in den Ortsplan
oder in die Top. Karte 25. Heutzutage
erinnert nichts mehr an das schöne

Liebe Qroß Kuhrer

und liebe Heimatfreunde unserer Nachbargemeinden,


erst einmal ein herzliches Dankeschön
 für die Wünsche zum Weihnachtsfest
 und zum Jahreswechsel. Es
kommt doch Freude auf, wenn die
Heimatfreunde auch an uns denken.
Nochmals Danke!
Bevor wir uns jedoch auf. die Aufgaben
 für 1999 konzentrieren, wollen
wir im Namen der Dorfgemeinschaft

Gutshaus mit seinen gepflegten Anlagen.
 Selbst der Karpfenteich - wo wir
die ersten Schwimmversuche machten
- ist zugeschüttet. Man hat keine Orientierung
 mehr. Das macht uns immer
noch sehr traurig und nachdenklich.
Damit möchte ich meine Betrachtungen
 für heute beenden.
Von Ihnen, meine lieben Regehner
Heimatfreunde, verabschiede ich mich
mit dem Wunsche für ein frohes Osterund
 Pflingstfest. Dabei gedenken wir
in besonderer Weise unserer lieben
Kranken und Hilflosen und wünschen
ihnen Erträglichkeit der Schmerzen
sowie gute Genesung.
Ich grüße Sie alle in heimatlicher
Verbundenheit sehr herzlich

Ihr Willy Fischer,
Strumannstraße 4, 48231 Warendorf,
Telefon: 025 81-603 41

unserer ältesten Einwohnerin gedenken.
 Am 13. Oktober 1998 verstarb
Frau Elfriede Joppien im Alter von 97
Jahren. Den Angehörigen gehört
unsere Anteilnahme. -
Wir fangen jetzt mit den Vorbereitungen
 unserer Reise nach Rauschen
an. Beim zweiten Heimattreffen der
Samländer am 23.07.1999 möchten
wir dabeisein. Eine Busreise wird uns
für 10 Tage in die Heimat bringen.
Wer Interesse an dieser Fahrt hat mel-40



de sich bitte bei Dieter Behrendt. Die
Reiseunterlagen werden Ihnen dann
umgehend zugesandt.
Im letzten Heimatbrief haben wir
um Mitarbeit an der geplanten Ortschronik
 gebeten. Frau Charlotte Wiese,
geb. Luick und Frau Ruhner, geb.
Hömke sind unserer Bitte nachgekommen
 und haben uns Berichte zugesandt.
 Dafür herzlichen Dank! Dadurch
 erfuhren wir zum Beispiel, daß
nach sorgfältiger Ermittlung mindestens
 23 Familien mit dem Namen
Luick in unserem Dorf beheimatet
 waren, und daß der östlich von
Groß Kuhren gelegene Ortsteil
Hasenberg im Volksmund „Haskebarg“
 genannt wurde. Jede
Kleinigkeit ist für unsere Ortschronik
 wichtig.
Übrigens eine Frage: Wer erinnert
 sich noch an den strengen
Winter 1928/29? Die Ostsee war
zugefroren soweit das Auge reichte
 bis in den April hinein. Am
Ufer türmten sich die Eisschollen
meterhoch zu bizarren Gebilden.
Diese, wie eine Gletscherlandschaft
 aussehenden Eisberge blieben
 bis ins Frühjahr hinein am
Strand. Die Fischerei war vollkommen
 lahmgelegt. Die Kinder
hatten jedoch ihren Spaß.
In diesem kalten Winter, im
Februar 1929, war in unserer
alten dreiklassigen Volksschule
ein Schwelbrand ausgebrochen.
Der Hausmeister hatte nasses
Holz zum Trocknen hinter den
Ofen gelegt. Dieses hatte sich entzündet.

 Die Schüler der 7-8 Die Rosenleiter in Qroß Kuhren

Klasse hatten danach für einige
Wochen keinen Unterricht, da der
Klassenraum vollkommen verrußt war.
Der derzeitige Hauptlehrer, Herr
Schilfert, war über das Mißgeschick
des Hausmeisters nicht sehr erfreut. -
Ebenso fehlt für die Ortschronik
eine Information über die Rosenleiter.
Wann und von wem wurde die Rosenleiter
 gebaut?
Und schließlich: Wer hat noch
Fotos von Groß Kuhren um die Jahrhundertwende
 und stellt sie uns zum 41