SAM LAND.
Und wenn ich mich auch still in alles fand
Wohin mich führten meines Schicksals Sterne.
Die Sehnsucht bleibt nach Samlands Bernsteinstrand
Und nach des Ostmeers himmelblauer Ferne.
Hör' ich des Windes Spiel im Blätterwald,
Dann muß ich tiefverschwiegnen Stimmen lauschen:
Dem Möwenschrei, der klagend widerhallt,
Wo schaumgekrönte Brandungswellen rauschen.
Mondsilber und der Abendsonne Gold,
Sie wollen nirgends leuchtender mir scheinen
Als dort, wo Well’ um Welle landwärts rollt
Und jäh zerstiebt an alten Gletschersteinen.
Was mir Natur hier Schönes bieten mag
An Bergen, Wäldern, holden Blumenauen,
Ich gäb es gerne hin, um einen Tag
Weit auf das blaue Meer hinauszuschauen.
Die Sehnsucht bleibt, und sie wird nie vergehn,
Nur wer mein Samland kennt kann mich verstehn.
Margarete Fischer
Am 31. August 1999 feiert
Frau Margarete Fischer, geb. Wölk, aus Kumehnen,
jetzt Schanzgraben 1, 56130 Bad Ems,
ihren 99. Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch!
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Meine lieben Samländer!
Erstmals Kulturtage im Samland
Die ersten Kulturtage im Samland
nach dem Zweiten Weltkrieg vom 18.
bis 25. Juli 1999 sind vorbei. Wir - die
beiden Samlandkreise - dürfen mit
großer Genugtuung feststellen, daß es
in jeder Hinsicht eine sehr gelungene
Woche mit guter Resonanz von ausgezeichneter
Güte war.
Gerade die Akzeptanz und Wertung
unserer vielfältigen Aktivitäten
im Samland durch die Russen ist sehr
gut und positiv ausgefallen. So können
wir, pauschal gesehen, sehr zufrieden
sein.
Ich will nun chronologisch in gebotener
Kürze berichten. Außerhalb der
An- und Abreisetage wurde folgendes
Programm angeboten:
A. Montag, 19.7.1999
1. Dieser Tag galt den Ortsgemeinschaften.
Vorort sollte der Kontakt
der russischen Bevölkerung ausgebaut
und vertieft werden. Gespräche
über eine sinnvolle weitere
Zusammenarbeit sollten geführt
werden. Außerdem bat ich darum,
die russischen Ortsbürgermeister
und weitere interessierte Russen zu
den Veranstaltungen der laufenden
Woche einzuladen.
Dies alles ist geschehen, wenn auch
m.E. nicht genügend.
2. Angeboten wurde eine ausführliche
Stadtbesichtigung in Königsberg.
Danach fand die Probe beider
Chöre (Männergesangverein
aus Dissen/Bielefeld, Gemischter
russicher Chor aus Königsberg) im
Königsberger Dom statt.
3. Um 20.00 Uhr habe ich im Hotel
‘Rauschen IT in Rauschen eine
letzte Information über Einzelheiten
und Ablauf der nächsten
Tage den interessierten Zuhörern
gegeben.
4. Die geplanten Ausstellungen wurden
im Club des Militärsanatoriums
aufgebaut. Hier hat sich
hinsichtlich Vorbereitung und
Durchführung das Mitglied des
Vorstandes Hans-Georg Klemm
hohe Verdienste erworben. In
großem Pflichtbewußtsein hat er
mit Akribie und Können eine
Ausstellung dem Betrachter geboten,
die wirklich sehenswert war.
Danke, lieber Hans-Georg!
(Sonderbericht auf Seite 11)
Dienstag, 20.7.1999
Morgens fuhren wir mit einigen
Bussen nach Pillau und wurden vom
stellvertretenden Bürgermeister Viktor
Koschelew sehr herzlich begrüßt und
willkommen geheißen. Der Bürgermeister
selbst, Alexander Kuznetsov,
mußte dringend nach Moskau und
konnte deshalb die mir persönlich
zugesagte Begrüßung selber nicht vornehmen.
Koschelew sprach von der großen
Krise Rußlands im Jahre 1992. Er
erläuterte den Übergang zur Marktwirtschaft
und den Prozeß der Demokratiesierung.
Nun sei es die Hauptaufgabe,
die Wirtschaft aufzubauen. Er
wies auf die großen Probleme in der
russischen Gesellschaft hin. Rußland 3