'
Mandeln, Quednau, Beydritten, Stiegehnen
und Charlottenburg.
Die nebenstehende Karte veranschaulicht
die Gebietsverluste an die Stadt (gestrichelte
Linie Stadtgrenze 1905, durchgehende
Linie Stand 1939).
Nach der ersten Gebietsreform 1905
verlor der Landkreis Königsberg mit den
Ländereien rund 30.800 Einwohner an
die Stadt Königsberg, 1927 weitere 6.700
Einwohner, und schließlich 1933 weitere
10.744, also insgesamt rund 48.200
Einwohner an die Stadt.
Dagegen gab der Landkreis Fischhausen
in diesem Zeitraum lediglich
2.731 Einwohner an Königsberg ab. (Tannenwalde,
sowie Teile von Goldschmiede
und Trankwitz)
Die Gebietsumschichtungen bedeuteten
für den Landkreis Königsberg letztlich
den Existenzverlust, weil riesige Steueraufkommen
wegbrachen. So legte man
die beiden Landkreise zum Kreis Samland
zusammen, dem viertgrößten Flächenkreis
des damaligen Deutschen Reiches.
Der letzte Landrat des Altenkreises
von 1936 - 1939 war Klaus von der
Groeben, der auch danach dieses Amt
im Kreis Samland innehatte.
Klaus Wulff
(ehemals Fuchsberg)
Kulmer Straße 20 a
32602 Vlotho - 2
Tel.: 05228 - 71 83
Textquelle: Gusovius: „Der Kreis Samland“
Ein Beichtstuhl in der Löwenhagener Kirche
Unmöglich
und doch war es so. Und
was für ein schöner! Gestiftet von
dem Hohenhagener Herrn Hof Gerichts
Rath, Albrecht Sigmund von Wallenrodt
und seiner hochadligen Gemahlin aus
dem Geschlecht derer von Ostau im Jahr
1703. Die Tür trug außen eine geschnitzte
Bildtafel (so nennt sie der Chronist) mit
dem Motiv „Der verlorene Sohn“ nach
Lukas 15. Auf der Ostseite eine Bildtafel
nach Lukas 18 und im Innern, hinter dem
Pfarrer, ein Relief nach Matthäus 26, und
auch rechts und links des Pfarrers, innen
ein Gemälde in sehr schönen hellen
Pastelltönen gehalten. Das Motiv hiervon
ist nicht überliefert, ich glaube mich aber
zu erinnern, auf der linken Seite einen
über das Land schreitenden Sämann gesehen
zu haben, oder aber den „reuigen
Sünder“. Weitere Motive sind nicht überliefert.
Über dem Eingang das Wappen
derer von Wallenrodt und das seiner Gemahlin,
alles in weiß gestrichen und viele
Ornamente vergoldet.
Aus der Dorfchronik von Seite 44. Kirchenbuch
Löwenhagen : „Die Gewohnheit
bringt es mit sich, dass die Beicht-Stühle
ohnweit dem Altar ihren Stand
haben. Dieses hat man auch an unserem
Beichtstuhl in Acht genommen, dahero
ist es gekommen, daß selbiger nahe dem
Altar an der Südlichen Seite gesetzet
worden. “
Dr. Martin Luther hat zwar die Ohrenbeichte
abgeschafft, aber die Beichte ge-