Full text : Unser Schönes Samland

Dieter Weiß vor der ehemaligen Volksschule

der Einmündung zur Hafenstraße steht
eine Bauruine aus Beton. Nach Saschas
Aussage seit zehn Jahren.
Wie Ludmilla am Vortag von Sascha
erfahren hatte, gibt es seit einem Jahr
keinen Supermarkt mehr. Man fahrt
zum Einkäufen nach Rauschen oder
Königsberg. Lediglich einige „Tante-Emma-Läden“
 und ein „Flohmarkt“
sind vorhanden. Wir sind dann durch
die Augustastraße gegangen. Hier befindet
 sich das Museum und auf der
anderen Straßenseite die Uffz.-Häuser,
alle bewohnt. Durch die
Schmiedestraße sind wir anschließend
 zur ehemaligen
Volksschule gewandert, die
- sehr baufällig - nicht mehr
als Schule genutzt wird,.aber
wenigstens noch vorhanden
ist. Man hat eine neue Schule
 gebaut.
Das Haus des Sattlermeisters
 Hermann Wengert,
des Großvaters von Renate
Götzmann, droht zusammen
zu fallen. Nebenan wird ein
neues Haus gebaut. Meine

Frau hat sich über die viele
alte deutsche Bausubstanz
gewundert. Alles in einem
völlig desolaten Zustand und
dennoch restlos bewohnt! Wir
haben dann das Haus von
Arno Reimers Eltern aufgesucht,
 und anschließend ist
Sascha mit uns zu den alten
deutschen Kasernen gegangen.
 Keine Fenster, keine
Türen, keine Lichtleitungen,
keine Schalter, nur noch die
völlig entkernten Gebäude
mit und ohne Dach. Ein unglaublicher
 Anblick. Russisches Militär
gibt es in Neukuhren nicht mehr. Der Kasernenhof
 ist mit Gras und Kraut bewachsen.
 Auf dem Weg durch eine
Schlucht zu dem Kasemengelände versuchten
 wir vergeblich einen „Fluss“ zu
überqueren. Das schafften wir nur in
Strandnähe. Es wurde Kloake in die Ostsee
 geleitet.
Zum Abschluss sind wir noch zum
„Flugplatz“ gefahren. Heute eine große
grüne Wiese, auf der lediglich einige
Drachenflieger starteten. Wir waren auch

Eine der früheren deutschen Wehrmachtskasernen Foto: priv.

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auf dem Gelände des Sanatoriums beim
früheren Kurhaus. Hier befindet sich auf
der Rückseite noch ein Hauseingang aus
deutscher Zeit sowie das Eisengerüst der
Holztreppe zur Kurpromenade. Meine
Frau und ich waren nach dem Spaziergang
 durch Neukuhren traumatisiert.
Aber ich wollte mir einmal ein eigenes
Bild von dem heutigen Neukuhren machen,
 in dem ich von 1938 bis 1945 gewohnt
 habe. Sehr schön nach wie vor der
Strand in Neukuhren.
Meine Bekannte aus Brillit, die ebenfalls
 im Kreis Fischhausen gewohnt hat
(Jahrgang 1937), stand vor einer leeren
Landschaft. Im Jahre 1994 hatte sie noch
vier Häuser vorgefunden.

Liebe Neukuhrener, ich könnte Ihnen
noch viel berichten, muss Sie aber auf
unser nächstes Ortstreffen Neukuhren in
Timmendorfer Strand vertrösten. Dann
werden Sie mehr erfahren, und mit dabei
habe ich dann auch etwa 100 Fotoaufnahmen.

Abschließend noch eine Korrektur. Im

Samlandbrief Folge 169 habe ich Otto
Gerlach als Besitzer von „Gut Wangenkrug“
 genannt. Wie wir jetzt den Informationen
 von Dietmar Wrage entnommen
 haben, hieß der Besitzer Otto
Gerleick.
Ich hoffe nun, dass wir uns im kommenden
 Jahr in Timmendorfer Strand
gesund und in alter Frische Wiedersehen
werden.
Schon heute wünsche ich Ihnen allen
eine besinnliche Adventszeit, ein friedliches
 Weihnachtsfest und ein gutes und
erfolgreiches Jahr 2007. Unseren kranken
 Landsleuten wünsche ich gute und
baldige Genesung und freue mich auf ein
Wiedersehen beim 15. Ortstreffen Neukuhren.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich

Ihr Ortsvertreter
Dieter Weiß
Breite Lieth 6
27442 Gnarrenburg-Brillit
Tel. und Fax: 04763/7275
Email: dud.weiss@web.de

Kirchspieltreffen Borchersdorf —»

Zur Kirchengemeinde Borchersdorf gehören die Dörfer bzw. Güter Borchersdorf
Blaustein, Elisenhof Fuchsberg, Lottinenhof Marienhagen, Pilzenkrug, Schanwitz,
Schönmoor, Schönwiese, Wehnenfeld, Weißenstein.

£V^pm 18. Dis zum zu. August 2006

ifand unser Kirchspieltreffen in
/^W'Hitzacker/Elbe statt. Es war das
6. Treffen, das alle zwei Jahre stattfmdet.
 Zum ersten Mal waren auch Teilnehmer
 des Ortes Fuchsberg dabei, worüber
 wir uns sehr gefreut haben. Es soll
nicht unerwähnt bleiben, dass Kirchspielteilnehmer

 aus Weißenstein schon zum
18. Mal zusammengekommen sind.
Wir waren 45 Personen, die aus dem ganzen
 Bundesgebiet angereist waren. 17
Personen haben leider wegen Krankheit
und anderer Gründe kurzfristig abgesagt.
Der größte Teil der Heimatfreunde kam
am Freitagnachmittag.