fen, dass dieses für die Bevölkerung
und Kurgäste wirklich anspruchvolle Erholungsgebiet
(s. Bilder) auch in allen
Instanzen Zustimmung findet. Auch für
die Promenade und den ehemaligen Kurgarten
sind die Planungen so gut wie
abgeschlossen. Sogar am Corso, wo einst
das Schloss am Meer stand und jetzt
immer noch diese hässliche Bauruine die
Gegend verunziert, soll nun endlich ein
neues Gebäude entstehen Auf dem Corso
entsteht zurzeit ein kleiner Pavillon, der
für den Ausschank von „Brunnenwasser“
vorgesehen ist. Auch sonst sind viele positive
Veränderungen in Cranz/Selenogradsk
vorgesehen. Unser Heimatort ist
auf dem besten Wege, wieder ein Kurort
von Bedeutung zu werden. Auch auf
dem Fischerplatz West wird ein kleines
Pavillon-Restaurant gebaut. Der Hafen
von Cranzbeek wird auch ausgebaut, um
zumindest für Yachten Anlegeplätze zu
schaffen. Auch ist nunmehr geplant -
in Anlehnung an den Hafen - das für die
Kaup ursprünglich vorgesehene Freiluftmuseum
hier einzurichten.
In Bledau wird zurzeit auch tüchtig
gebaut. Sogar die seit Jahren in der Nähe
der Cranzer Chaussee stehenden Bauruinen
werden jetzt weitergebaut. Auch
in Wosegau und den anderen in der
Umgebung liegenden Orten hält die Bautätigkeit
an. Ich werde, sobald ich aus
Moskau und Wolga etc. zurück bin, die
Orte per Fahrrad besuchen und Aufnahmen
machen, die ich in Pinneberg zeigen
kann.
Ich hoffe, dass ich im nächsten Report
aus Cranz endlich über den Abschluss der
vorstehenden Bauarbeiten und Planungen
berichten kann. Selenogradsk/Cranz ist
wesentlich sauberer und freundlicher geworden.
Betrunkene sind, wegen der
strengeren Auflagen, aus dem Straßenbild
so gut wie verschwunden. Auch sind
die vielen tiefen Föcher auf den Fußwegen
größtenteils verschwunden. Restaurants,
in denen man recht preiswert es-Fügt
sich harmonisch in die Anlagen ein: der geplante Musikpavillon Foto: Wolna
So soll es einmal aussehen:
Die neue Plantage in Cranz/
SelenogradsJsá
Foto: Wolna
sen kann, gibt es in der Zwischenzeit
auch ausreichend. Insgesamt kann ich
feststellen, dass ein Aufenthalt in unserem
Heimatort schon wieder recht abwechslungsreich
sein kann. Für Unterhaltung
durch viele Veranstaltungen ist
gesorgt. Einen schönen Sommer - wie
hier in Cranz - wünscht
Ihr/Euer
J ,
— Der Wanderdünen-Express
^ ^ ^ a s Titelbild des Heimatbriefes
\ jSommer 2006 sieht mich so zwingend
an und die Erinnerungen von
Udo Toll veranlassen mich auch, zu
beidem noch einiges Ergänzendes zu
schreiben.
Zuerst zum Titel: Rechts im Bild steht
unser Eis-„Keller“, die lange Stange an
der Wand diente zur Eisfischerei. Das
weiße Häuschen war unser Schweinestall,
dahinter stand der Holzstall mit Netz- und
Heuboden, weitere Stallungen bis zum
Viehstall schlossen sich an. Vorhanden ist
davon nichts mehr. Das weiße Haus im
Hintergrund ist das von Otto Toll, es ist
bis heute noch äußerlich unverändert.
Dahinter erkennt man ein weiteres Dach,
das des Hauses von Franz Toll. Und der
war der Großvater von Udo Toll.
Nun eine Erinnerung an die Kurische
Nehrung wie sie bis 1945 aussah. Das
erkennt man ohne viele Erklärungen an
der Ansichtskarte von Fritz Krauskopf
aus dem Jahre 1942. Das Foto zeigt unseren
ersten Omnibus auf der halben Strecke
zwischen Rossitten und Sarkau mit
dem Fahrer Albert Lenkat und meinem
Bruder Wilhelm Toll als Kassierer. An