fullscreen : Unser Schönes Samland

Im Anschluss fanden sich alle Tagungsteilnehmer
 im Museum Stadt Königsberg
ein, um die Ausstellung „750 Jahre Stadt
Königsberg“ zu besichtigen. Allen Landsleuten
 wird empfohlen, diese sehenswerte
 Ausstellung zu besuchen.

Mit heimatlichen Grüßen

Carl Mückenberger
Neißestr. 13
32425 Minden

Eine Videothek für

das Samland-Museum in Minden

Dank

einer Spende von ca. 90 bespielten
 Videokassetten von unserem
Landsmann Heinz Jackisch, früher Königsberg,
 konnte der Grundstein für eine
Videothek über Ostpreußen sowie das
Thema Flucht und Vertreibung zusammengestellt
 werden.
Heinz Jackisch, pensionierter Realschullehrer
 und gebürtiger Königsberger,
sammelte allerlei Videoaufzeichnungen,
wie andere z. B. Briefmarken. Die Durchsicht
 und Selektion aller Kassetten von
je 240 Minuten Spieldauer war eine aufwendige
 Beschäftigung für unseren emsigen
 Landsmann Klaus Wulff. Doch die
Mühe wurde belohnt. Es kamen wahre
Schnäppchen ans Tageslicht und eine
Sammlung von mindestens 95 Prozent

aller Fernsehsendungen zum obigen Thema
 zustande. 30 Videokassetten von bis
zu 240 Minuten Spieldauer sind bisher
in einem Verzeichnis mit Titel und Spieldauer
 festgehalten. Das entspricht ca. 120
Titeln bisheriger Sendungen über Ostpreußen,
 Flucht und Vertreibung. Das
sollte der Anfang zu einer Videothek
werden, die im Samland Museum angesiedelt
 wird. Vorführungen in unserem
Samland Museum sind ab Sommer d. J.
möglich.
Unsere Heimatkreisgemeinschaft
Landkreis Königsberg bedankt sich bei
dem Spender sehr herzlich.

Carl Mückenberger

c

ES KOMMT IN DER WELT ALLES DARAUF AN,

dass der Mensch, der etwas tun

soll,

seine Pflicht als seine

Angelegenheit Ansehen

lerne.

Heinrich P estalozzi

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6

H

Der samländische Küstenschutz

Im

Hbr 166, S. 43 habe ich den Brief
von Frau Irene Gripp, St. Lorenz, an
die Gattin unseres damaligen Bundeskanzlers
 Gerhard Schröder mit ihren Befürchtungen
 über den heutigen Zustand
der samländischen Küste veröffentlicht.
Ebenfalls war die Antwort vom Auswärtigen
 Amt abgedruckt.
Diese bezog sich auf eingeleitete
 Verschönerungsmaßnahmen
 an der Küste,
aber nicht auf den Küstenschutz
 selbst. Damals habe
ich angekündigt, dass ich
über die Küstenschutz-Arbeiten
 zu deutscher Zeit
berichten werde.

Wie Klaus Lunau im
Hbr. 169 in seinem „Report
aus Cranz“ schreibt, hat
inzwischen in Cranz/Selenogradsk
 ein Symposium
über den Küstenschutz
stattgefunden, bei dem er
in einem Vortrag über die
Maßnahmen in Cranz zu
deutscher Zeit berichten konnte. Im
Sinne unserer schönen Samlandküste
hoffen wir nun auf ein aktives Geschehen
 an der gesamten Küste.

der Nordküste vermuten. Nach den Beobachtungen
 aus der Zeit vor 1930 soll
der Küstenabbruch ca. 50 cm je Jahr betragen
 haben. Das bedeutet bei der gesamten
 Küstenlänge von Pillau bis Cranz
einen jährlichen Verlust von rund 4 ha
Land pro Jahr.

Wenn diesem Verlust nicht Einhalt geboten
 würde, wäre das Samland in knapp
100 000 Jahren in der Ostsee verschwunden.


Die Orte an der Samlandküste {aus: Unser Samiandstrand)

Die Ausgangslage
Die deutschen Beobachtungen der
Küstenveränderungen reichen weit zurück.
 Sie berücksichtigen den geologischen
 Aufbau des Landes an der Steilküste
 und die Wirkungen auf die Küste
von der See und dem Land. Nach diesen
Erkenntnissen soll in der Eiszeit das westliche
 Ufer ca. 3 - 4 km weiter westlich
gelegen haben. Ähnliches darf man von

Die Ursachen
Die Ursachen für diesen Landverlust sind
im Detail vielfältig. Grob kann man sie
in drei Gruppen gliedern:
1. Die Unterspülung der Küste durch die
See
2. Die witterungsbedingte Erosion vom
Lande
3. Die Unvernunft der Menschen
Die Unterspülung der Küste setzte insbesondere
 bei starken Stürmen ein, wie 7