Full text : Unser Schönes Samland

Wilhelm von Gottberg, der bereits seine
Zusage erteilt hat.

Was Anfang des Jahres mit einer Idee
begann, ist jetzt vollendet. Es gibt endlich
 einen Bildband über das Samland,
dessen Ansichten viele Erinnerungen hervorrufen
 werden. An dieser Stelle danken
 wir Hans-Georg Klemm und Monika
Ziegler, die beide in vielen unentgeltlichen
 Arbeitsstunden dieses wichtige bleibende
 Werk über das westliche Samland
geschaffen haben. Auch den Spendern,
die dieses ehrgeizige Projekt mit einem
Beitrag unterstützt haben, sagen wir im
Namen des gesamten Vorstandes unseren
besonderen Dank. Beachten sie bitte auch
die gesonderten Informationen zu diesem
Buch weiter hinten im Heft auf Seite 80.

Ganz besonders am Herzen liegt uns
die Beziehung zur Kreisgemeinschaft
Königsberg Land. Auch hier können wir
heute sagen, dass wir innerhalb eines Jahres
 ein freundschaftliches, von gegenseitigem
 Respekt und Achtung geprägtes
Verhältnis wiederhergestellt haben und
auf beiden Seiten der Wunsch nach einer
endlich engeren Zusammenarbeit besteht.

Das in der Vergangenheit leider etwas
getrübte Verhältnis zum Verein Selenogradsk
 e.V, deren Vorsitzende Frau Kascha
 mit ihren Mitstreitern auf eine
mittlerweile 10-jährige intensive und
aufopferungsvolle Tätigkeit im Sinne der
Völkerverständigung zurück blicken
kann, wollten wir im positiven Sinne neu
beleben. Wir haben deshalb Kontakt aufgenommen
 - zwei Vereine, die sich zwar
mit dem gleichen geographischen Gebiet
befassen, aber im Wesentlichen doch
unterschiedliche Ziele haben, sollten

nicht miteinander konkurrieren, sondern
sich ergänzen und wo immer möglich
auch unterstützen.

Unser Verhältnis zur russischen Administration
 im Königsberger Gebiet ist
durch unseren zweiten Vorsitzenden,
Klaus A. Lunau, weiter intensiviert worden,
 der sofort nach den Neuwahlen im
Kaliningrader Oblast Kontakt zu den
neuen Bürgermeistern aufgenommen hat
und dort ausgesprochen herzlich begrüßt
und eingeladen wurde.

Auf der wirtschaftlichen Seite unseres
Vereins ist es uns gelungen durch unseren
 strikten Sparkurs die Kassenlage der
Kreisgemeinschaft zu stabilisieren, d. h.
endlich wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Hier schließen leider auch die weniger
guten Nachrichten an: Unser Patenkreis
Pinneberg hat große finanzielle Probleme
 zu überwinden, wie wohl überall in
den Kreisen und Gemeinden. Auch hier
muss an allen Ecken und Enden gespart
werden, diesem Sparzwang fallen vor
allem viele soziale Projekte zum Opfer.
So wird auch für uns die Förderung, die
wir bislang jedes Jahr erhalten haben, im
nächsten Jahr um einen nicht unerheblichen
 Betrag gekürzt werden.

Wenn wir als Staatsbürger auch Verständnis
 dafür haben, dass in schwierigen
 Zeiten alle den Gürtel etwas enger
schnallen müssen, so ist dies dennoch
sehr beunruhigend für die Zukunft der
Kreisgemeinschaft. Umso mehr sind wir
aufgerufen, unser Möglichstes zu leisten:
wir, der Vorstand, müssen weiterhin nicht
nur auf den Euro, sondern auf den Cent
achten - und Sie, liebe Samländer, bit-4



ten wir, Ihre Spende nicht zu vergessen,
die wir nun nötiger denn je brauchen.

Dennoch sind wir zuversichtlich: Wir
werden gemeinsam auch weiterhin die
Kreisgemeinschaft Fischhausen mit Leben
 erfüllen, die Geschäftsstelle aufrecht
erhalten und vor allem unseren allseits
geschätzten Samlandbrief herausgeben
können.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine
besinnliche Weihnachtszeit und ein
glückliches neues Jahr 2006.

Wolfgang Sopha

- Kreisvorsitzender -

Klaus A. Lunau

- stellvertretender Vorsitzender -

Monika Ziegler
- Schatzmeisterin -

Liebe Landsleute aus dem Landkreis Königsberg! -

Zum

Weihnachtsfest und Jahreswechsel
 darf ich Ihnen die herzlichsten
Grüße übermitteln und Ihnen und Ihren
Familien frohe, gesunde, aber auch besinnliche
 Feiertage wünschen und für das
nächste Jahr viel Gesundheit und Erfolg.

Das abgelaufene Jahr war für uns Deutsche,
 und insbesondere für uns Vertriebene,
 ein Jahr vieler Gedenktage, an denen
 wir uns der dramatischen Geschehnisse
 erinnerten, die unser Leben völlig
verändert haben. Dieser schicksalhaften
Daten wurde in ganz Deutschland gedacht.
 Besonders bei unseren Treffen,
mag es das große Deutschlandtreffen der
Ostpreußen in Berlin gewesen sein oder
die Kreistreffen; die Gedanken gingen
zurück in das Jahr 1945. Aber wir erinnerten
 uns auch in Dankbarkeit des Neuanfangs
 nach 1945.

Wir Vertriebenen aus dem Landkreis
Königsberg konnten am 3. und 4. September
 auf unserem Kreistreffen in
Minden zwei Jubiläen feiern: Den 55.
Jahrestag der Gründung der Kreisgemeinschaft
 Landkreis Königsberg (Pr.)
e.V. und den 50. Jahrestag der Patenschaftsübemahme
 durch den Kreis Minden
 (heute Kreis Minden-Lübbecke).
Leider war die Teilnahme nicht so zahlreich,
 wie wir gehofft und gewünscht
hatten.

Ihnen nochmals alles Gute. Lassen Sie
sich von den vielen Klagen in unserem
Land nicht anstecken, freuen Sie sich
vielmehr auf die kommenden Feiertage.

In heimatlicher Verbundenheit
Gisela Broschei
- Kreisvertreterin -

Redaktionsschluss für Folge 169 ist der 10. Januar 2006 5