das Wischrodter Mühlenfließ noch auf
alten Karten bezeichnet wird, zusammen.
Nicht unwahrscheinlich ist es, ihn
in Zusammenhang mit der sicher stets
lebhaft betriebenen Fischerei oder gar
mit dem jedenfalls sehr einflußreichen
Bischofsvogt Andreas Fisch zu bringen
(1261 - 1288).... Versuche des Bischofs
Johannes, den Ort mit Bischoveshusen
zu bezeichnen, blieben nicht von Dauer.
... Alle sonstigen willkürlichen und
zufälligen Veränderungen des Namens
dürften nur auf einen Mangel an feststehender
Schreibweise zurückzuführen
sein. Man schrieb eben wie man sprach:
selbst in ein und derselben Urkunde finden
wir Visch-, Bisch- und Fischhausen.
Von Einfluß auf die verschiedenen
Schreibweisen war sicher der Umstand,
daß die Ordenssprache hochdeutsch
war, während die Bürger der Städte und
das platte Land sich des von den
Lübeckern ins Land gebrachten niederdeutschen
Dialektes bedienten, welches
im samländischen Platt weiterlebt und
noch jetzt fährt der einfache Mann des
Samlandes nach „Vischhuse“.
Über die Lage unserer Heimatstadt
gibt es zunächst zwar formales, aber
dann treffenderes als bei G.A. Scheiba
sicher nicht zu finden:
Diese Koordinaten (Spitze Rathausturm)
bestimmen die Lage der
Stadt:
54° 43' 49" Nord
20° 0' 39" Ost
Als Höhe sind 7,012 m über Normalnull
angegeben, die beim trigometrischen
Punkt rechts vom Kirchenportal
gemessen wurden. Endlich weiß
ich was dieser eiserne Knubbel dort
Dieser Blick bietet sich dem Besucher heute vom Ufer der Domäne zum Stadtwald Fischhausen.
bedeutet hat, auf den ich mir als Junge
nie einen Reim machen konnte.
„Die Stadt zieht sich von Osten
nach Westen unmittelbar am Frischen
Haff hin und liegt in einer an landschaftlichen
Reizen und geschichtlichen
Orten reichen Gegend. Die
Landschaft muß früher noch viel
schöner gewesen sein, als weit ausgedehnte
Wälder die Stadt von der
Landseite umkränzten. Die von der
nahen See und vom Haff wehende
frische und reine Luft, sowie die malerische
Lage der Stadt machten dieselbe
zum Lieblingsaufenthalt des Herzogs
Albrecht. Auch Kurfürst Georg
Wilhelm weilte hier oft, um in den
wildreichen Wäldern der Umgegend
zu jagen. Rappoldt (ein in Fischhausen
gebürtiger Professor der Berliner
Societät der Wissenschaften) berichtet,
daß diese Gegend von den Alten
„das preußische Paradies“ genannt
wurde. Braun (Hauslehrer auf der
Domäne) besingt die Schönheit derselben
mit folgenden Worten:
Ja, diese Gegend ist gewiß
Das ehemal’ge Paradies.
Das unschuldsvolle Paar ist längst herausgetrieben,
Die Schlange ist darin geblieben!
Schaeffer (Erzpriester in Fischhausen)
schildert mit beredten Worten
den gewaltigen Eindruck, den ein
Blick von unserem schönsten Aussichtspunkt,
der Höhe von Rosenthal,
auf den Besucher macht: „Unten ein
stilles, tiefes Tal - vor sich die ganze
meilenweite Fläche des hingestreckten
Haffes, wo jede Wolke des Himmels
sich abschattet - und wenn’s ein sanfter
Sommerabend ist, an dem man
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Fischhausen Opr. Dampferanlegestelle Rosenthal
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