GPU- Lager Karmitten
Die gesammelten Erkenntnisse über
die mögliche Lage der Massengräber
von einigen tausend deutschen Zivilisten
im Lager Karmitten habe ich an
Landsmann und Kreisausschußmitglied
Willi Skulimma weitergeleitet, der
im Juni und Juli d.J. Reisegruppen nach
Nordostpreußen begleitete. Ein uns
beiden bekannter russischer Polizeioffizier
könnte bei den Nachforschungen
möglicherweise behilflich sein. Bei
Fertigung dieses Manuskriptes lagen
mir noch keine Erkenntnisse vor. Ich
werde im nächsten Quartal darüber berichten.
Herzlichst Euer Klaus Wulff,
Kühner Straße 20 A, 32602 Vlotho,
Telefon: 05 2 28 - 7183
Qallgarbener und Dogehner
trafen sich in Lüneburg
12 Qallgarber bzw. Dogehner in Lüneburg. V.l.n.r.: Botho Müller, Qeorg Paulusch, Ilona Kuhnert, geb. Kossak, Ilse
Sauer, geb. Dannenberg, Eva-Maria Sinn, geb. Dannenberg, Herbert Paulusch, Lina Felske, Lieselotte Schwanke,
geb. Dannenberg, Hedda Runge, geb. Felske, Dorothea Hujsa, geb. Dalgan, Siegfried Meller, Kurt Heiser
Warum nicht einmal ein Treffen
der Gallgarber mit dem Ortsteil
Dogehnen in der Lüneburger Heide
veranstalten? Diese Frage stellte ich
mir und handelte spontan. Nach Rücksprache
mit Botho Müller wählten wir
Lüneburg aus. An alle Heimatfreunde
aus dem Raum Hamburg-Hannover-Bremen,
von denen mir die Anschriften
bekannt waren, verschickte
ich Einladungen. Für Sonntag, den 4.
Juni 2000 suchte ich im Hotelführer
ein Lokal in Lüneburg aus. 17 Zusagen
trafen ein. Der Wettergott meinte
es ebenfalls gut mit uns. Das Treffen
konnte beginnen.
Bis 11.00 Uhr waren zu unserer aller
Überraschung 22 Personen angereist,
darunter aus dem Ortsteil Dogehnen
(wurde 1935 nach Gailgarben eingemeindet)
drei Schwestern der ehemaligen
Familie Dannenberg (Lieselotte
Schwanke, Eva-Maria Sinn und Ilse
Sauer).
Freudig begrüßt wurde auch Kurt
Heiser mit Frau, Sohn und Schwiegertochter
aus Dogehnen, heute wohnhaft
in Stendal. Anwesend war auch das mit
mir befreundete Ehepaar Schmidt.
Beide Eheleute sind Niedersachsen
und haben Gailgarben schon besucht.
Die Dogehner hatten noch nie an
einem Treffen der Gallgarber teilgenommen,
und wir hatten uns alle über
55 Jahre nicht gesehen. Es wurde viel
erzählt, Bilder wurden angeschaut und
Erinnerungen ausgetauscht. Die älteste
Teilnehmerin war 81 Jahre alt. Siegfried
Meller, der auch erstmals an einem
Treffen der Gallgarber teilnahm, sorgte
für allgemeine Heiterkeit, indem er
Witze, Gedichte und Anekdoten aus
Ostpreußen in vollendeter Form in
ostpreußischer Mundart und auch in
Plattdeutsch vortrug. Er erzeugte so
manche Lachsalve.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen
fuhren wir mit 20 Personen zum
Ostpreußischen Landesmuseum. Die
meisten Teilnehmer hatten das Museum
noch nie gesehen und waren von
den Ausstellungen über die Landschaft,
Geschichte und Kultur in Ostpreußen
sehr beeindruckt. Der Aufenthalt
im Museum von 1 ’/2 Stunden war
fast zu kurz.
Nach der Rückkehr aus dem Museum
war im Hotel bereits eine gemeinsame
Kaffeetafel vorbereitet worden.
Siegfried Meller unterhielt uns weiterhin
mit Versen und Geschichten aus
seinem reichhaltigen Repertoire und
verstand es, uns zum Lachen und
Schmunzeln zu bringen. Ein erinnerungswürdiger
Tag ging zu Ende.
So um 18.00 Uhr traten die ersten
Heimatfreunde die Heimreise an. Allgemein
war man der Meinung, daß es
ein gelungenes Treffen war, das man
wiederholen sollte. Schade, daß viele
Gallgarber nicht teilnehmen konnten,
weil sie verhindert waren oder der
Weg zu weit war. Nun seid alle herzlich
gegrüßt und bleibt gesund.
Euer Herbert Paulusch,
An der Kreuzwiese 19, 61440 Oberursel,
Telefon: 06171 -79121
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