Schaft. Der Überlieferung nach wurde
ihr auf dem Hügel Tee serviert.
Noch zu meiner Schulzeit konnte
man von dort aus einen Teil der Skyline
von Königsberg betrachten. Heute sind
die Erlen des Bruches am Pregel so
hoch gewachsen, daß sie den freien
Blick behindern.
Der Luisenhügel ist Teil der südlichen
Flanke einer Endmoräne, die sich
mit Unterbrechungen von Friedrichswalde
über den Stangauer Berg (27
Meter hoch) bis zum Arnauer Kirchberg
erstreckt. Die geologische Situation
ist im Samlandbrief 1/1999 von
Edgar Schumacher, Seite 47-51 vorzüglich
beschrieben und anschaulich mit
einer geologischen Karte dargestellt.
Dem interessierten Leser sei empfohlen,
das genannte Heft noch einmal zur
Hand zu nehmen. Der Luisenhügel
selbst ist etwa 10 Meter hoch und fällt
mit relativ steiler Böschung zum
Ufervorland des Pregels, das an dieser
Stelle etwa 500 Meter breit ist, ab.
Während des Pfingstreffens in Leipzig
kam es zu einem Gespräch mit
unserem Landsmann Reinhard Stillger,
früher Arnau. Reinhard Stillger war die
Existenz des Luisensteins schon aus der
Zeit vor dem Kriege in allen Einzelheiten
bekannt. Schon 1992 hat er versucht,
denselben im Fuchsberger Park
ausfindig zu machen, was ihm jedoch
zunächst nicht gelang.
Erst durch zufälliges Zusammentreffen
mit dort ansässigen Russen konnte
der Verbleib geklärt werden. Demnach
liegt der Stein heute in der Sandkuhle,
die westlich des Parks gelegen ist.
Letzte Gewißheit über die Identität des
Steines ist allerdings nur durch FreiDer
vermutliche Luisenstein,
1992 aufgefunden
von Reinhard Stillger.
V.l.n.r.: Reinhard
Stillger, H.Q. Stillger,
russicher Vorsitzender
des Kulturvereins Alt-Königsberg,
russischer
Brigadier der Kolchose
Fuchshöfen.
42
legen der Inschrift mittels Drehung des
Steines zu erhalten. Es hat also vermutlich
so eine Art Entsorgungsaktion für
diesen Stein der Zeitgeschichte stattgefunden.
Das große Gewicht von circa
2-3 Tonnen ist wohl die Ursache für
den kurzen Beförderungsweg in die
etwa 500 Meter vom ursprünglichen
Standort befindliche Sandkuhle gewesen.Leider
gibt es keine Fotografie des
Steines. Auch in dem Buch „Bilder der
Heimat“ von der Ehefrau des letzten
Besitzers von Fuchshöfen Carla v. B.
sind nur wenige indirekte Hinweise enthalten.
Über weitere Unternehmungen, die
für 2001 geplant sind, will ich zu gegebener
Zeit gerne berichten.
In heimatlicher Verbundenheit
Euer
Carl Mückenberger,
Neißestraße 13, 32425 Minden
Erinnerungsfoto
Volksschule Gailgarben 1938 mit Lehrer Bagger, vermutlich 3. und 4. Schuljahr.
Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von Lieselotte Schwanke, geb. Dannenberg
aus Dogehnen. Wer erkennt sich oder Geschwister wieder?
Bitte melden bei Herbert Paulusch, An der Kreuzwiese 19, 61440 Oberursel,
Telefon: 0 61 71 -79121 43