Qeidau - Peyse - Wischrodt
- eine Ergänzung zu dem Bericht auf
Seite 62 in Folge 143 und Seite 68 in
Folge 146 „Unser schönes Samland“ -
Meine Eltern wohnten von 1918 —
1945 in Geidau. Dort verlebte ich
meine Jugendjahre.
Anfang der 30ger Jahre bin ich
zweimal von Geidau nach Peyse zum
Grenzräumungsfest geradelt. Als ich
dann in Folge 143 des Heimatbriefes
einen Bericht über dieses Fest fand,
war ich sehr erfreut. Feider vermißte
ich die Erwähnung des Festspiels der
„Grenzräumung“, das von der Peyser
Bevölkerung gespielt wurde. Es ging in
diesem Spiel um die Grenzstreitigkeiten
zwischen Peyse und Zimmerbude
in früheren Zeiten. Und die
„Sünder“ - meist die Zimmerbuder -
wurden von den Peysern gestutzt und
mit lauten Worten wurden ihre Missetaten
(Grenzübertritte und Ähnliches)
bekanntgemacht. Geschrieben hatte
dieses Spiel Herr Treptow, seinerzeit
Fleischbeschauer in Fischhausen.
ln Geidau hing in der Krugstube,
der sogenannten Herrenstube unseres
Kolonialwarenhändlers Heinrich
Buldt, nachfolgender von Herrn
Treptow verfaßter Vers über den
„Samlandbitter“, der von Herrn Buldt
hergestellt und wegen seiner Vorzüglichkeit
weit und breit gelobt
wurde.
Gasthaus, Inh. Heinrich. Buldt
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Werte Freunde hört genau,
Cognac, Wein, Rum und Likör
Schmeckt vorzüglich in Geidau,
macht dem Krugwirt Buldt viel Ehr!
So ein Schluck für Fürst und Ritter,
wie ihn Flein rieh selbst gebraut,
ist der kräft ge Samlandbitter,
der schon viele Herzen aufgetaut.
Darum folgt ihm jeder gerne,
wenn er spricht: „Nehmt „Kinder“ Platz!“
Denn weit über Mond und Sterne
Geht sein selbstgebrauter Schnaps!
Feider gibt es beides nicht mehr,
weder Geidau noch den „Samlandbitter“.
Herr Buldt verstarb auf der
Kolchose Dargen; das Rezept nahm er
mit den Tod.
Nun zu Wischrodt: Das Gut gehörte
bis 1945 der Familie Paul Dous.
Die Familie hatte 5 Kinder: 4 Töchter
und 1 Sohn. Der Sohn ist nach dem
Krieg mit seiner Familie nach Kanada
ausgewandert.
Ein Teil der Fändereien von Wischrodt
gehörte zur Stadt Fischhausen, der
Teil rechts des Mühlenfließ zur Gemeinde
Geidau. Ein Teil der Kinder
ging nach Geidau zur Schule, die Kinder
vom „Hof“ nach Fischhausen. Ein Besitzer
Ewald Wittkau - Wischrodt ist
mir nicht bekannt, wohl aber ein Bauer
Emil Wittkau - Geidau. Seine Besitzungen
grenzten nicht an Wischrodt.
Ende Januar 1945 lag eine Einheit
der Marine-Artillerie in Wischrodt,
von einem Flugplatz ist mir nichts bekannt.
Wo sollte er auch gewesen sein,
links der Straße nach Fischhausen war
doch das „Bruch“.
Liselotte Grabowsky, geb. Siegmund,
Riesebyerstraße 18, 24340 Eckernförde
Suchanzeige ——
Gesucht werden Kinder der Familie
Dunz. Die Familie wohnte im Bahnwärterhaus
Nr. 109 in Seepothen oder
Jäskeim. Der Vater war Schrankenwärter.
Es gab 11 Kinder, geboren in der
Zeit von 1926 bis' 1943. Der älteste Sohn
Gerhard ist 1944 gefallen, Renate
Jahrgang 1928/29, Irmgard geb.
13.7.1930, Helga Jahrgang 1932/33,
Lothar 1934/35, weiter Lisbeth,
Siegfried, Gisela, Manfred, Hannelore,
Erika-Heidemarie geb. 1943.
Weiter werden gesucht Kinder der
Familie Kirstein; sie wohnten im „Neubau“
in Godrienen. Die Familie hatte
zahlreiche Kinder, erinnert werden Erna
geb. 1932, Erich, Kurt, Edith, Charlotte,
Frieda und Grete.
Gesucht werden auch Angehörige
der Familien Florian aus Lichtenhagen.
Da Familie Florian aus einer sehr großen
Verwandtschaft bestand, ist zu hoffen,
daß noch der eine oder andere lebt.
Bitte melden bei:
Marlies Stern geb. Klein (aus Godrienen),
Via 27 Mario, 65,19122 La Spezia,/Italien,
Telefon: 00 39-0187- 73 0412 45