Full text : Unser Schönes Samland

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Diese Postkarte erschien zur Deutschen Ostmesse 1939

Liebe Rauschener Heimatfreunde

OSTSEEPflb RflyjCHEM

SAMLAND

...eingeschlossen
 alle
Freunde aus
den Schulbezirken

Georgenswalde,

St. Lorenz
und Craam.

Einige ereignisreiche Wochen liegen
hinter uns: Für Viele der Urlaub, die
Reise der Gruppe mit Ingelore Mittag in
die Heimat und das große Deutschlandtreffen
 der Ostpreußen zu Pfingsten

in Leipzig.
Über letzteres wurde ausführlich im
Ostpreußenblatt berichtet und einiges
steht an anderer Stelle in diesem Heimatbrief.
 Von unserem oben genannten
Bezirk waren 59 Personen gekommen. 8
Teilnehmer nahmen zum ersten Male an
einem solchen Heimattreffen teil. Erfreulich
 war der hohe Anteil der Besucher
 aus Mitteldeutschland, die in die
schöne Messestadt Leipzig gekommen

waren.

Am 17. Juni startete die Reisegruppe
von Ingelore Mittag mit 30 Teilnehmern
per Flugzeug ins Samland. Die Gruppe
war - wie im Vorjahr - im Hotel Russ in
Rauschen untergebracht und verlebte .
bei schönem Wetter und interessanten
Ausflügen herrliche Tage in der Heimat. 1
Die Temperatur der Ostsee reizte mit
17° C bereits zum Baden. Einige Teil
nehmer sahen zum ersten Male was aus
ihrer vertrauten Heimat geworden ist.
Sie konnten aber von der Gruppe über
ihre verständliche Trauer und Enttäuschung
 hinweggetröstet werden. Ein besonderes
 Erlebnis war der Ausflug zur
Kurischen Nehrung mit dem Besuch der
Hohen Düne und von Nidden. Dieser
Ort läßt wohl am deutlichsten erkennen,
wie die samländischen Badeorte aussehen
 könnten. Ein zweiter Ausflug war
eine Rundreise durch das nördliche Ostpreußen
 über Tapiau nach Insterburg.
Gumbinnen und Tilsit. Am Denkmal
der Anna Neander (Ännchen von Tharau)
 in Insterburg wurde das bekannte
ostpreußische Volkslied angestimmt.
Es wurde berichtet, daß sich in Rauschen
 seit vorigem Jahr einiges verändert

 hat. Die Neubauten an der Strandstraße
 Richtung Rennplatz sind fertiggestellt,
 Fußwege werden saniert, die
Fläche vor dem Kurhaus neben dem
Schlängelweg ist gärtnerisch gestaltet
und mit kleinen Pavillons versehen. Die
Hotels seien für russische Urlauber
ziemlich ausgebucht und es werden deshalb
 die Sanatorien
Zeit saniert.

aus sowjetischer

An dieser Stelle sei noch der herzliche
 Dank der Reiseteilnehmer und der
russischen Betreuer an Ingelore Mittag
für die umsichtige und zeitaufwendige
Planung der Reise erwähnt, dem sich
der Verfasser voll anschließt.
Fritz und Dorle Billjött danken den
Teilnehmern der Gruppe für die herzlichen
 Grüße aus der Heimat sowie
allen Freunden für die Grüße vom Ostpreußentreffen
 in Leipzig.

Die Eisenbahn in Rauschen
(Fortsetzung aus Hbr-Folge 146)
Im 2. Teil des Artikels „100 Jahre
Samlandbahn“ ist auf die weitere Entwicklung
 der Samlandbahn, auch mit
dem Ausbau in Rauschen und dem
neuen Bahnhofsgebäude in Georgenswalde,
 eingegangen. Neben dem dort
Gesagten gibt es zur Bahn selbst für
Rauschen, Georgenswalde und Warnicken
 nicht viel hinzuzufügen.
ln Verbindung mit der Bahn werden
in dem „Jahrbuch der Deutschen. Straßen-
 und Kleinbahn-Zeitung 1912/ 13“
auch Angaben zur Rauschener Drahtseilbahn
 gemacht. Eigentümer war die
Rauschener Drahtseilbahn-Ges.m.b.H.
in Rauschen mit einem Anlagenkapital
von 55.200 Mk. Die Drahtseilbahn
nahm am 25. Juni 1910 den Betrieb auf.
Sie fuhr vom Hochufer zum Strand,

Drahtseilbahn in
Rauschen mit
Obergang des
Hochuferweges
(Archiv Rauschen)