Fuchsberg
Bauernhof Bordiert, Insthaus 2 von der „Rinsengasse" aus gesehen rechts (Nebeneinander gelegt ergeben beide
Bilder ein „Panorama'.)
Bauernhof Bordiert, Insthaus 1 von der „Rinsengasse" aus gesehen links.
54
1
Wir waren wieder mal Zuhause,
wenn auch nur in Gedanken. Am 15.
und 16. Mai 1999 trafen wir uns in unserem
Stammlokal in Osnabrück. Nach
einem immer wiederkehrenden Begrüßungsgruß
„Hallo“, füllte sich die Stube
erfreulicherweise bis auf den letzten
Platz. Grüße ließen ausrichten: Erwin
Schwarz, die Forkener Marjellchens
Erna und Gerda, geb. Leskin, Helmut
Hamann, Bruno Hamann, der sich kurzfristig
in die Klinik begeben mußte,
Hilde Seifert mit Ehemann und aus
Australien Johann von Buddenbrock.
Es war unser 13. Treffen und da hat
jeder Teilnehmer bereits seinen Stammplatz.
Samstag war wie immer „Schabbertag“,
bis die Luft raus war, und das ist
dann meistens schon Bettgehzeit für
unsere Generation.
Am Sonntag, zur Eröffnung unserer
kleinen Feierstunde, erklang unser Ostpreußenlied
und Charlotte Woyciechowski
las ein anrührendes Gedicht
vor. Der Kreisvorsitzende Louis-Ferdinand
Schwarz war wieder - wie in den
Jahren zuvor - anwesend. Er bereichert
unsere Treffen jeweils mit offiziellen
Informationen.
In der Gedenkminute für unsere im
letzten Jahr verstorbenen Mitglieder
wurde auch der Opfer in den jetzigen
Kriegsgebieten gedacht. Wir wissen was
sie fühlen, Erwachsene, Kinder und besonders
die Alten.
Unsere älteste Teilnehmerin ist noch
immer unsere Mutter Lutz mit ihren 88
Jahren und bei guter Gesundheit. Unser
Onkel Albert Lemke mit 96 Jahren ist
leider nicht mehr in der Lage an unse-Die
Bludauer Familie ——
ren Treffen teilzunehmen. Doch unsere
Gedanken sind auch immer bei ihm.
Aus Kostrowo/Bludau gab es nicht
viel Gutes oder Neues zu berichten. Von
Erwin Schwarz wissen wir, daß die wirtschaftliche
Lage der Nerzfarm in Bludau
sehr ernst ist und die meisten Einwohner
arbeitslos sind.
Unsere Charlotte und Paul Woyciechowski
hatten eine Überraschung mitgebracht.
Sie haben ihre Lebensgeschichte
in Buchform vorgestellt. Sie ist
gut gelungen und kann von allen Lesern
erworben werden (s. Anzeige auf Seite
69). Für Kinder und Enkel sicher eine
interessante Lektüre und zum Nachahmen
empfohlen.
An dem Kreistreffen in Rauschen
werden nur wenige von uns teilnehmen.
Es ist geplant, am 27. Juli 1999 eine kleine
Gedenkstunde in Bludau mit anschließender
Kaffeetafel zu veranstalten.
Unser Kontaktmann in Bludau,
Wladimir Maksiutenko, will die Vorbereitungen
treffen. Auch werden wir versuchen,
eine Regelung für die regelmäßige
Pflege der kleinen Gedenkstätte
zu finden. Außerdem wäre es schön,
wenn sich mehr private Kontakte zu den
Bewohnern von Kostrowo/Bludau anbahnen
würden. Wenn Sie diese Zeilen
lesen, liegt das Kulturtreffen in Rauschen
bereits hinter uns und wir werden
berichten was wir erreicht haben.
Die Kasse wurde geprüft; die Dittchen
stimmen.
Mit einem „Stichpimpulibokforzelorum“
(ja, was das wohl ist?) auf aller
Wohl und einem Geburtstagslied, das
Ruth Thalau mitgebracht hatte, wurde
der geschäftliche Teil beendet. 55