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Die Eisenbahnen im Samland (aus: Paul Qusovius, Der Landkreis Samland)
Sitz in Königsberg Pr. gegründet. Der
Provinzialverband Ostpreußen und
der Preußische Staat verweigerten eine
Beteiligung. Der Kreis Fischhausen
beteiligte sich beim Grunderwerb. Das
Anlagenkapital mußte von privater
Seite aufgebracht werden. Das Gründungskapital
der Gesellschaft betrug
1,5 Mio Mark und es wurden 1500
Stamm-Aktien zu je 1000 Mark ausgegeben.
Das Geschäftsjahr ging vom 1.
Oktober bis zum 30. September des
Folgejahres. Die Gesellschaft sollte 99
Jahre nach Betriebseröffnung bestehen.
Durch Beschluß der Hauptversammlung
vom 4.8.1900 wurde das
Grundkapital um 500.000 Mark auf
2,0 Mio durch die Ausgabe weiterer
Aktien erhöht.
Die Konzession enthielt die Einschränkung,
daß die Züge nur mit
einer Höchstgeschwindigkeit von 30
km pro Stunde fahren durften.
Der Bau der Samlandbahn
Im Auftrag der Samlandbahn-Aktiengesellschaft
wurde dann die
Strecke von Königsberg-Samlandbahnhof
über Marienhof nach Neukuhren
und von dort nach Rauschen-Ort, Georgenswalde
bis Warnicken in Normalspur
von 1435 mm gebaut. Die
Streckenlänge betrug 45,2 km und sollte
zur Badesaison 1900 eingeweiht
werden. Die Bauleitung hatte Reg-Baumeister
Klinke, an den am Bahnhof
Rauschen-Ort ein Gedenkstein erinnerte.
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i.
ellschaft
Inhaber dieser
des Statuts am
und an dcmy<i
des Beitrages derselben in Gemässheit
ri |^entharn der SamlandfraHn-Aktiengesellschaft
V^riuste derselben betheiligt
/ Samlandbahn - Aktiengesellschaft
Dh Vonttuoda dH AutiMiUfdUia Dar Vcaafand
KÖNIG!
1000 Mail
Stammaktie über 1000 Mark (verkleinert) vom 1. Oktober 1899 (Samml. Klemm)
Die Strecke begann in Königsberg
außerhalb des Stadtwalls, nordwestlich
vom Cranzer Bahnhof am Samland-Bahnhof
und hatte die uns bekannte
Streckenführung bis Warnicken mit
der Ausnahme, daß anstatt des bekannten
Bahnhofs Rauschen-Düne ein
Haltepunkt an der Gausupschlucht
gewesen sein soll.
Die Strecke führte durch die schöne
Landschaft des Samlands: Durch
die waldreiche Gegend bei Goldschmiede,
vorbei an den Teichen bei
Mednicken, entlang dem Alkgebirge
mit dem Galtgarben, durch fruchtbare
Felder und Wiesen und schließlich das
letzte Stück von Rauschen bis Warnicken
durch die Warnicker Forst.
Auf diesem letzten Stück der
Strecke gab es beim Bau größere
Schwierigkeiten. Westlich vom Bahnhof
Rauschen-Ort mußte der bewaldete
Höhenzug südlich des Mühlenteiches
durchschnitten und danach ein
Damm über den Katza-Bach, den
Zufluß zum Mühlenteich, gebaut werden,
damit die Trasse dann weiter
ohne große Steigung nach Georgenswalde
geführt werden konnte. Der
Sand des durchschnittenen Höhenzugs
rutschte immer wieder nach, so daß
die Arbeiten bei diesem Einschnitt
nicht so rasch vorangingen und teuer
wurden. Das nächste Problem war die
Schüttung des Dammes, an dem der
Sand wegrutschte. Die Hänge wurden 11