des Klosters begannen. Als Standort hatte man sich offensichtlich
ein bereits bestehendes königliches Gut ausgewählt,
das in den Urkunden Stary Dwor (= altes Gut) genannt wird.
Die Anlage eines Klosters nach deutschem Recht war dem benachbarten
Adel offensichtlich nicht recht. Bereits in der
Gründungsphase wurden die Mönche und Neusiedler von dem
lokalen polnischen Adel überfallen und beraubt. Jeder sah nur
seinen persönlichen Vorteil.
Die Patres wechseln deshalb bereits 1290 ihren Klostersitz
von Stary Dwor (Altkloster) nach Wielen (Fehlen) an den etwas
besser zu verteidigenden See. Trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen
wurde das Kloster, das man nach seiner Lage und
der Patronin des Ordens „Lacus Mariae“ (= Mariensee) nannte,
weiterhin überfallen.
Aus diesem Grunde entschädigte Herzog Henryk I. von Glogau
das Kloster 1305 mit den Gütern Starkowo und Poladowo
(Kreis Schmiegel) und 1311 mit den Dörfern Lubogast
(Laubegast, Kreis Glogau) und Gola (Goile, Kreis Freystadt).
Dies war gleichzeitig der Versuch das Kloster und damit das
umstrittene Grenzgebiet, auf seine Seite zu ziehen.
Dennoch ging es dem Kloster und seinen deutschen Siedlern
offensichtlich nicht gut. Eine Urkunde vom 8.11.1309 berichtet,
daß der Abt Peter I. und 4 Brüder bei Streitigkeiten im
Dorf Mauche sich in ein Haus flüchten, das die erregte
Volksmasse in Brand steckt. Die Mönche kamen durch die
Feuersbrunst um. Es muß schon eine sehr gravierende Notlage
gewesen sein, die die Bauern dazu brachte, sich an den
„heiligen Männern“ zu vergreifen, zumal diese sich auch angesichts
der Flammen nicht trauten, das Haus rechtzeitig zu
verlassen. Warum es zu diesem Unglück kam und wie der Fall
ausging, ist leider nicht mehr dokumentiert worden. Es ist je 41