Metadata : Unser Schönes Samland

Meine Liebe Samländer!

Nach einer gewissen Übergangszeit
hat die Kreisgemeinschaft Fischhausen
e. V nun endlich wieder eine hauptamtliche
 Mitarbeiterin in der Geschäftstelle

Pinneberg.

Ich begrüße sehr
herzlich in unseren
Reihen Frau Ursula
Albers.
Frau Albers arbeitet
 für uns in
Pinneberg seit dem
1. Juli 1998. Wir
freuen uns sehr, daß

wir in ihr eine Mitarbeiterin gefunden
haben, die sich mehr und mehr mit der
ostpreußischen Seele zurechtfindet.
Sie hat eine besonders freundliche
und menschliche Art, die bei uns Samländern
 sehr gut ankommt.
Frau Albers wurde am 22. Juni 1950
in Bönningstedt/Kreis Pinneberg geboren.Nach

 Abschluß der Mittleren Reife
absolvierte sie eine Lehre als Großhandelskaufmann.
 Danach arbeitete sie in

Revision und Sekretariat verschiedener
Firmen.
Frau Albers ist verheiratet und hat
einen Sohn (24 Jahre) und eine Tochter
(22 Jahre). Sie hat bereits bestens die
beiden Kreistreffen 1998 und 1999 in
Pinneberg mitorganisiert und begleitet.
An Vorbereitung und Durchführung
der Kulturtage im letzten Sommer im
Samland hat sie ebenfalls maßgeblich
mitgewirkt. Dorthin ist selbst ihr Mann
mitgefahren, der nicht schlecht über die
Vitalität und Aktivitäten unserer Gemeinschaft
 gestaunt hat.
Ich arbeite schon 11 / 2 Jahre mit Frau
Albers zusammen und bin sehr zufrieden.
 Es kann so weitergehen!
Augenblicklich bereitet sie die beiden
 diesjährigen Kreistreffen in Leipzig
und Pinneberg mit Vortandsneuwahl vor.
Liebe Frau Albers, weiterhin auf
gute Zusammenarbeit für unser schönes

Samland.

Louis-Ferdinand Schwarz
- Vorsitzender -

— Aus einem Nachlass...

Liebe Leser, aus einem Nachlaß
habe ich einige Exemplare „Er flog die
Besenstielkiste“ von Aloys und Josef
Sommerfeld, erschienen 1984 in
München mit 244 Seiten zum Preis
von 25,- DM zzgl. Versandkosten zu

verkaufen.
Das Buch behandelt das Leben des
Segelfliegers Ferdinand Schulz. Es berichtet
 über die Entwicklung des Segelflugs

 auf der Kurischen Nehrung mit
den Küstensegelflug-Wettbewerben und
über die Entstehung der Reichssegelflugschule
 Rossitten sowie von den
Flügen an der Samlandküste, die von
Palmnicken ausgingen.
Zu bestellen bei:
Hans-Georg Klemm,
Sudetenstraße 11, 91080 Uttenreuth,
Telefon: 0 91 31-5 84 89

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700 Jahre Bischofs- und

Ordensstadt FISCHHAUSEN

Liebe Fischhausener und Landsleute der
Nachbargemeinden,

nachdem unser Landsmann Fritz
Berger in Folge 144 des Heimatbriefes
mitgeteilt hat, daß ich von einer Anzahl
ehemaliger Fischhausener Mitbürger
als Nachfolger für den so plötzlich aus
unserer Mitte gerissenen Siegfried
Gause gewählt wurde, will ich mich
zunächst einmal vorstellen. Ich will das
in Form einer Reise in die Vergangenheit
 tun, um allen ein Bild von mir zu
vermitteln.

Geboren wurde ich am 23. Mai 1930
als erster Sohn des Justizoberinspektors
Erich Utschakowski und seiner Ehefrau
Lisbeth, geb. Bublitz in Fischhausen.
Mein Vater war als Rechtspfleger am
Amtsgericht in Fischhausen und viele
Jahre aktiv im Turnverein tätig.
Die ersten Jahre meiner Kindheit
erlebte ich zusammen r mit meinen
später geborenen Geschwistern in der
Kirchenstraße 4 im Hause des Fuhrunternehmers
 Rennwald. Mit 4 Jahren
ging ich zusammen mit Bruno Homp,
der ein paar Häuser von uns entfernt in
der Gartenstraße wohnte, in den Kindergarten
 in der Freiheitsstraße, der
von Diakonissen geleitet wurde. Im

gleichen Hause befand sich auch ein
Waisenhaus. Eine unserer heißgeliebten
 „Kindergartentanten“, Tante
Thea (Grasmann) wird demnächst 95
Jahre alt.

1935 zogen meine Eltern mit uns
Kindern in die Freiheitsstraße in das
Haus des Malermeisters Spindler, wo
wir bis zur Flucht 1945 wohnten.
Im Frühjahr 1936 wurde ich eingeschult.
 Nach vier Grundschuljahren
in der städtischen Volksschule, besuchte
 ich ab 1940 die städtische Mittelschule
 in der Bahnhofstraße. Im Jahre
1942 wechselte ich zur Oberschule
nach Pillau, wo der Schulbesuch mit
der Flucht endete.

Am 1. Februar 1945 erfolgte die
Überfahrt mit dem Schiff „Der Deutsche“
 von Pillau nach Gotenhafen. Von
hier ging es weiter zu Verwandten nach
Zoppot für 6 Wochen. Nachdem an
eine Rückkehr in die Heimat nicht zu
denken war, fuhren wir - meine Mutter
und meine sechs Geschwister, mein
jüngster Bruder ein 3/4 Jahr alt - mit
dem früheren U-Boot-Mutterschiff
„UBENA“ zusammmen mit etwa
8.000 Flüchtlingen von Danzig-Neufahrwasser
 nach Kopenhagen. Über
diese Fahrt schrieb Kurt Gerdau in seinem
 Buch: „UBENA, Rettung über
See“, erschienen im Köhler-Verlag, ausführlich.


Von dort ging es weiter per Bahn
und Fähre über die Inseln Seeland,
Fünen nach Jütland. Unsere Flucht
fand ein vorläufiges Ende in Viborg in
Nordjütland. Nach dem 5. Mai 1945
wurden wir interniert und zogen im
Laufe der Jahre durch verschiedene 7