Dom. Danke an Alfred Dumschat, der
die Veranstaltung auf Video bannte
und uns vorführte.
Charlotte und Paul Woyciechowski
haben ihre Lebenserinnerungen unter
dem Titel „Es begann in Ostpreußen“
aufgeschrieben. Bücher sind bei mir
vorrätig. Diese Idee ist zur Nachahmung
empfohlen.
So verging ein schönes gemeinsames
Wochenende im Kreise alter Bekannter
wie im Fluge.
Noch einen kurzen Abriß vom
Bundestreffen der Ostpreußen in Leipzig
aus Bludauer Sicht.
Mit einigen Erwartungen angereist,
blieb das Häuflein der Bludauer in
Leipzig klein. Anwesend waren Dora
und Günter Kuschka, ihre Tante Käte
Framke mit Sohn, Schwiegertochter
und Enkelin. Waltraut und Heinz
Zander, natürlich mit Pluto, begrüßten
ihre Cousine und Cousin aus Gotha.
Sie waren auch schon in Erfurt dabei.
Ein Besucher stellte sich als Bludauer
Bewohner vor und ließ uns raten wer
er sei. Es dämmerte mir, doch bevor
ich es aussprechen konnte, sagte er:
„Pfeil, aus der Siedlung.“ Aber wie war
der Vorname? Familie Pfeil hatte vier
Söhne mit denen wir in die Schule gingen
und spielten. Es war Günter Pfeil,
der jetzt in Jänschwalde bei Cottbus
wohnt. Die Freude war beiderseits
groß, nach 55 Jahren einen Spielgefährten
und Nachbarsjungen wiederzusehen.
Leider war die Zeit zu kurz,
um ausgiebig zu plaudern, so wurden
Grüße an die beiden Brüder Walter
und Lothar weitergeleitet, an die ich
mich noch gut erinnern kann. Vielleicht
gibt es ja irgendwann ein längeres
Wiedersehen. Soviel zu Leipzig!
Allen Freunde liebe Grüße, den
Kranken die besten Genesungswünsche
und hoffentlich ein gesundes Wiedersehen
in Pinneberg am 16./17. September
d.J. oder in Osnabrück am 2S./29.
April 2001.
Ihre Erika Wetzel,
Am Schafkamp 3,
27711 Osterholz-Scharmbeck,
Telefon: 047 91-5 72 90
Kirchspieltreffen Borchersdorf in Hiddenhausen
Am 1./2. Juli 2000 fand in Hiddenhausen/Schweicheln
(Bahnstation Herford)
das Treffen des Kirchspiels Borchersdorf
mit Weißenstein und Schönmoor
statt. Der Ort des Treffens hat
bereits Tradition: Borchersdorf traf sich
zum vierten Mal dort, alle Gemeinden
zusammen waren das dritte Mal da, und
von den Weißensteinern wurde berichtet,
dass sie sich bereits 1967 zum
ersten Mal getroffen haben. Ein Foto
von diesem ersten Treffen gab es auch.
Die Organisatoren konnten mit
dem Erfolg zufrieden sein; fast 80 Teilnehmer
waren angereist. Georg
Dedert, Ortsvertreter von Borchersdorf
sowie seine Mitstreiterin Frau
Weiß, Werner Glinka, Ortsvorsteher
von Weißenstein und Erhard Reglitzky,
Ortsvorsteher von Schönmoor, hatten
gute Vorarbeit geleistet. Als Gäste
konnten der stellvertretende Bürgermeister
von Hiddenhausen Herr Heinze,
der Kreisvertreter Helmut Borkowski
und die stellvertretende Kreisvertreterin
Dr. Bärbel Beutner begrüßt
werden.
Erhard Reglitzky führte durch das
Programm, begrüßte die Teilnehmer
und nahm die Totenehrung vor. Der
stellvertretende Bürgermeister von Hiddenhausen
gab seiner Freude und auch
Verwunderung Ausdruck, dass sich die
Ostpreußen so viele Jahre nach der
Vertreibung immer noch treffen. Die
Verbundenheit der Landsleute untereinander
und mit der alten Heimat
lasse sich daran erkennen. Sodann stellte
er die Gemeinde Hiddenhausen vor,
die mit 21 000 Einwohnern vorwiegend
von der Möbelfabrikation lebt und
„Herforder Bier“ zu bieten hat. Der
Veranstaltung wünschte er einen guten
Verlauf und gab der Hoffnung Ausdruck,
dass die Teilnehmer trotz des
fortgeschrittenen Alters noch oft nach
Hiddenhausen kommen mögen.
Kreisvertreter Helmut Borkowski
spielte auf die zwei Seiten eines solchen
Ortstreffens an. Einerseits sei es
erfreulich, ein so lebendiges und gut
besuchtes Ortstreffen mitzuerleben,
andererseits könnten die Ortstreffen
auch die Kreistreffen schwächen.
Doch jedes Treffen stelle unter Beweis,
dass die Ostpreußen auch mehr
als ein halbes Jahrhundert nach der
Vertreibung noch da sind und eine
lebensfähige Gemeinschaft bilden.
Das habe auch das Deutschland-Treffen
in Leipzig bewiesen, das besonders
viele Landsleute aus der
früheren DDR angezogen habe. Das
Schicksal der Landsleute in der früheren
DDR muss noch aufgearbeitet
werden. Sie durften sich nicht als „Vertriebene“
bezeichnen und die deutschen
Namen der Ostgebiete nicht in
den Mund nehmen. Heute im wiedervereinigten
Deutschland, so Borkowski,
könne man leider eine ähnliche
Entwicklung verfolgen. Die jahrhundertealte
deutsche Geschichte des
Ostens werde geleugnet. Die Behauptung,
Pommern, Masuren und Schlesien
seien urpolnische Gebiete, wird
heute etwas feiner dahingehend geändert,
dass man diese Gebiete für „multikulturell“
erklärt. Er ging kurz auf die
Geschichte des Slawentums ein und
hob einige markante historische Punkte
hervor, die heute ungenau dargestellt
bzw. interpretiert werden, so z.B.
die Besiedlung durch den Deutschen
Orden. Eine Vernichtung der preußischen
Urbevölkerung hat es trotz der
Kämpfe nicht gegeben. Schließlich
ging er auf die Situation der Landsmannschaft
ein und hob hervor, dass
in den Vorständen und Ehrenämtern
bereits ein Generationswechsel stattgefunden
habe. Junge Leute, mitunter
nicht einmal direkte Nachfahren der
Vertriebenen, engagieren sich für Ostpreußen,
darunter eine erhebliche
Zahl von Akademikern.
Die stellvertretende Kreisvertreterin
Dr. Bärbel Beutner nannte praktische
Arbeitsmöglichkeiten heute. Der
Besuch der Heimat und der Kontakt