geboren, erlebte eine greifbare Verbindung
zu ihren Wurzeln.
Und noch einen interessanten Gast
hatte die Heiligenwalder Gruppe bei
sich: eine Westfälin aus Australien.
Mella Parshen-Kempfer (Geburtsname:
Mechthild Kempfer) war ein
Jahr nach ihrem Abitur nach Australien
ausgewandert. Das war 1965,
inzwischen hat sie vier erwachsene
Kinder, ist bereits Großmutter und
besuchte diesen Sommer ihre Verwandten
in der Nähe von Soest. Sie
nahm die Gelegenheit wahr, diese
Reise nach Ostpreußen mitzumachen,
das sie nur vom Hörensagen kannte.
Sie war überwältigt von der Fülle der
Eindrücke. Die Landschaft war ein
einmaliges Erlebnis, das Zusammensein
mit den alten Ostpreußen gab ihr
direkte Einblicke in die Zeit vor der
Vertreibung und in die geschichtlichen
Zusammenhänge überhaupt. Das
Treffen in Rauschen vertiefte diese Er-Heiligenwalder
in Rauschen: v. l.n.r. Elise Mollenhauer,
Mella Parshen-Kempfer, Qeorg Artemjew,
Bärbel Beutner, Joachim Kuwert-Behrenz
fahrungen. Besonders interessant war
für sie die Begegnung mit den heutigen
Problemen und der Lebensart in der
Oblast Kaliningrad. Ein wenig erinnerte
es sie an Australien, wo alles etwas
gelassener zugehe und nicht so durchorganisiert
sei wie z.B. in der Bundesrepublik.
Das jedenfalls gelte für den
Norden Australiens und für die weiten
Busch- und Wüstenflächen, die zwischen
den Städten liegen. Auch da
müsse man improvisieren und ad hoc
etwas reparieren können, wie es auch
die Reisegruppe erlebte, die wegen
Gleisreparaturen von Heiligenbeil
nach Königsberg mit einem Bus transportiert
wurde. Dabei platzte ein
Reifen, der ohne ein überflüssiges
Wort repariert wurde. Zu Schaden kam
niemand, und es brauchten nicht einmal
alle auszusteigen. Wozu also sich
aufregen?
Bärbel Beutner (Heiligenwalde)
Fischsuppe am Pregel
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Elise Mollenhauer vor der Schule in Heiligenwalde
Beate Qerlach mit der rußlanddeutschen Familie vor dem Elternhaus ihres Vaters 49