ferner der Bau von drei Bedürfnisanstalten
anzusprechen. Bisher steht
der Bau eines solchen „Häus’chens“
am Ostbade fest und zwar so, daß die
Anstalt von der Plantage her wie vom
Ostbad benutzt werden kann.
Ein weiteres notwendiges und bereits
in Arbeit befindliches Werk ist die
Schaffung eines Sandfangs für die
Kläranlage. Es hat sich erwiesen, daß
beim Ausbau der Kläranlage nicht dem
Umstand Rechnung getragen worden
ist, daß in Cranz in außergewöhnlichem
Maße Seesand in die Abwässer gelangt,
so daß der Bau eines Sandfangs zum
einwandfreien Arbeiten der Kläranlage
unumgänglich notwendig ist. - Dem
Wunsch aller Verkehrsteilnehmer wohl
wird entsprochen, wenn der Straßenzug
Königsberger Straße vom Postplatz bis
einschließlich Hohenzollernstraße endend
an der Sarkauer Landstraße eine
Um- teilweise sogar Neupflasterung
erfährt.
Ganz besondere Sorgfalt wird dem
Ortsteil Westende zuteil, in erster
Linie, um so die Vergrößerung des
Ortes Cranz, die nirgends so wie hier
erfolgen kann, zu fördern. Zu diesem
Zweck werden hier die Hauptstraßen
völlig neu gestaltet, wozu ja bereits
manche Vorarbeiten geleistet worden
sind. Die Graf-Keyserlingk-Straße erhält
Kanalisation bis zur Jugendherberge
ebenso Wasserleitung, die wahrscheinlich
sogar bis zum letzten bebauten
Grundstück, zur „Villa Flunder“
gelegt werden wird. Bis zur
Jugendherberge erhält diese Straße
eine Asphaltdecke, ebenso die Dr.-Kessel-Straße
als Zuführungsstraße.
Die alte Heeresstraße wird bis zur
Jugendherberge gepflastert (evtl, ähnlich
wie die Autobahnen mit einer
Betondecke versehen). An ihrem
Zuge, etwa in ihrer Mitte, liegt der
„Rosengarten“, ein Stück Feld, daß
heute schon diesen Namen trägt, auch
dessen Ausbau ist geplant. Zwar wird
der Name auch dann noch nicht zutreffen,
weil man in dem freien Gelände
keine Rosen anpflanzen möchte.
Immerhin wird eine schmucke Blumen-
und Rasenanlage entstehen, ein
freundliches Plätzchen mit Ruhebänken.
Zu den Arbeiten in Westende
gehört weiter der geplante Ausbau des
Lichtnetzes und die Vollendung der
Umstellung auf Wechselstrom.
Wie bereits mitgeteilt, sind die erforderlichen
Geldmittel bereits zur
Verfügung gestellt, so daß mit den Arbeiten
also sofort begonnen werden
kann, wenn die Pläne bis in die kleinsten
Einzelheiten festliegen. Selbstverständlich
sind auch hier schon
Vorarbeiten geleistet worden, ist man
teilweise schon in Westende bei den
erforderlichen Vorbereitungen, in
deren Verfolg gleich weiter gearbeitet
werden wird. Selbstverständlich wird
man von der Witterung vielleicht auch
noch von anderen Umständen abhängig
sein, so daß es sich bei der Größe
und Vielseitigkeit der Objekte kaum
sagen läßt, wann Cranz sich in der
geschilderten Neugestaltung wird zeigen
können.
In der übergroßen Freude, die man
uns allen mit der Möglichkeit, ~
schöneres Cranz zu
auch eine großzügige Arbeitsbeschaffung
verbunden ist, wie sie in Cranz
schon lange ersehnt worden ist. Die
Hilfe des Reiches ist uns Ostpreußen
ein neuer Beweis der Wertschätzung,
den wir dankbar empfinden.
PS: Die im vorgenannten Zeitungsartikel
angesprochenen Baumaßnahmen
sind seinerzeit schnell und konsequent
durchgeführt worden. Davon
zeugten insbesondere der Abriß des
West- bzw. Herrenbades, die Verlängerung
der Promenade bis zum Beginn
der Steilküste in Westende mit der
eingebauten Zugbrücke beim Fischerplatz
West sowie der Neubau der
„Ostbad-Gaststätte“ und die Erweiterung
des Kaltbades um 80 Badezellen.
Arbeiten an den Straßen, an der
Kläranlage und am Lichtnetz sind uns
nicht so ins Auge gefallen.
Ihr Walter Rosenbaum
-
Über den Aus- und Umbau in Cranz 1998 —
berichtet Klaus A. Lunau, Bahnhofstraße
14, 30853 Langenhagen.
Für ihn ist Cranz/Selenogradsk wiedereine
Reise wert.
In der Heimat fiel bei meinem letzten
Aufenthalt im November 1998
bereits der erste Schnee. Er ließ zwar
Jes etwas schöner und vertrauter
jerscheinen, dennoch ist festzustellen.
im Ort in letzter Zeit viele An-Isätze
zu einer Veränderung zu erkennen
sind. Wenn auch einige alte Häuter
abgerissen wezden 'mußten, so
wurden dafür neue Baustellen eingerichtet
von denen man den Eindruck
hat, daß die feste Absicht besteht, die
Gebäude auch wirklich fertigzustellen,
«wird zum Beispiel auch an einigen
« --o~~
kor Jahren begonnenen Bauten neuerschaffen,
gibßings wieder gearbeitet. Zu erwähnen
wollen wir nicht übersehen, daß dam^äre hier u.a. das „Cafe Brandung“
(ehemals „Schloß am Meer“) und
Hotel „Königin Luise“.
Nach Auskunft des derzeitigen Leiters
des Hochbauamtes der Stadt wird
versucht, dem Ortskern wieder ein
bewohnbares, annähernd historisches
Aussehen mit mehr Geschäften zu
geben. Dabei soll die Erhaltung und
Renovierung alter Bausubstanz in Verbindung
mit postmodernem Baustil
berücksichtigt werden. Dadurch sollen
Kurgäste zum Bummeln und Flanieren
in der ehemaligen Königsberger Straße
und auf der Promenade angeregt werden,
wobei die Umgestaltung der Promenade
durch den Abriß der Mauer
und Aufstellen von Bänken geplant ist.
Das Kurhaus, dessen Restaurierung der
Außenfassade fast fertig ist, soll u.a. ein
Spielkasino erhalten. Neben dem Kurhaus
ist mit dem Bau eines Hotels mit
Schwimmhalle etc. begonnen. Das Ge- 34