Liebe Rauschener Heimatfreunde
...eingeschlossen
alle
Freunde aus
den Schulbezirken
Georgenswalde,
St. Lorenz
und Craam.
Dieser Bericht erreicht Sie vor den
Kulturtagen in Rauschen. Ich freue
mich darauf und hoffe, daß für viele
Rauschener dieses Ereignis in ihrem
Heimatort ein besonderes Erlebnis
wird. Der Vorsitzende unserer Kreisgemeinschaft,
Herr Louis-Ferdinand
Schwarz, hat mit den russischen Behörden
einige interessante Begegnungen
und Veranstaltungen vereinbart.
Dieses Programm finden Sie an anderer
Stelle. Hervorheben möchte ich
die Festveranstaltung am Freitag, 23.
Juli, in Rauschen, das Chorkonzert im
Dom zu Königsberg und die Ausstellung
„Unser schönes Samland -
früher“ im Club-Haus Rauschen (wo
früher Café Düne stand) während der
ganzen Zeit. Ich werde dort auch
unsere Badeorte Georgenswalde und
Rauschen der Bevölkerung in früheren
Ansichten vorstellen.
Vielleicht können sich doch noch
ein paar Last-Minute-Entschlossene
zur Reise entschließen. Bitte setzen
Sie sich dann rasch mit Ingelore Mittag-Bendrien,
die für unsere Rauschen-Gruppe
die Bahnreise von
Berlin vom 17. bis 24. Juli 1999 nach
Rauschen organisiert hat, in Verbindung
(Anschrift: Ingelore Mittag,
Kohlenstr. 73, 01189 Dresden; Tel.
0351-4013876). oder wenden Sie sich
an Schnieder-Reisen (s. Heimatbrief
140) bzw. an Ihnen bekannte Reisebüros
in Ihrer Nähe.
Die Post in Rauschen (Fortsetz.)
Dieser Teil meines Berichts in
Folge 141 des Heimatbriefes hat ein
vielfältiges Interesse geweckt. In zahlreichen
Zuschriften und Anrufen wurden
Ergänzungen mitgeteilt, die nachfolgend
zusammengefaßt werden. Zunächst
kann ich Ihnen einen Brief aus
dem Geh. Staatsarchiv Preuß. Kulturbesitz
Berlin, XX. HA, EM 34d, Rep.
1083, von Michel Sternberg und Dignatius
Creuzberg aus Rauschen nach
Fischhausen vom 10. Juli (16)88 zeigen.
Es war früher üblich den beschriebenen
Briefbogen zu falten und
auf der Außenseite die Anschrift anzugeben.
Das Jahrhundert wurde vermutet,
es könnte auch 1588 sein. Der
sehr schlecht lesbare Inhalt handelt
von 2 1/4 Haken Land, daß einer Witwe
und ihren unmündigen Kindern
streitig gemacht wurde.
Zu dieser Zeit gab es natürlich
noch keine Post im heutigen Sinne.
Die Briefe wurden durch Boten überbracht
oder Personen mitgegeben, die
gerade zum Zielort unterwegs waren.
Doch zurück in unser Jahrhundert.
Das Bild mit Briefträger Fritz Barkus
auf der Strandpromenade hat viele
Erinnerungen an diesen wohl langjährigen
Rauschener Briefträger geweckt.
Es meldete sich eine Nichte
von ihm aus Pr. Battau, die so zum
ersten Mal ein Bild von ihrem Onkel
gesehen hat. Frau Fink, geb. Scharfetter
aus Qycken berichtete, daß Herr
Barkus als Landbriefträger, vor der
Eröffnung der Poststellen in St. Lorenz,
Craam und Klycken, den weiten
Weg von Rauschen dorthin und dann
den Rückweg über die Försterei
Hirschau und Georgenswalde zurückzulegen
hatte.
Herbert Muschlien hat 1933 in
Rauschen bei Postmeister Schmidt
seine Ausbildung als Jungpostbote begonnen.
Zu dieser Zeit waren Fr.
Koetzing und Frl. Stange im Schalterdienst.
Obers. Migge bildete Herbert
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Brief von (16)88 aus Rauschen nach Fischhausen
in der Geldzustellung aus. Neben den
in Folge 141 genannten Briefträgern
gab es damals noch Herrn Eichwald.
Später kam Herbert Muschlien zur
weiteren Post-Ausbildung nach Königsberg
(Pr). Er schilderte mir aus
dieser Zeit seine Eindrücke vom
Sonderpostamt bei der Internationalen
Briefmarkenausstellung OSTRO-PA
1935 in Königsberg. Durch den
Postdienst kam er dann zum Postschutz
und zur Postschutzschule nach
Heiligenbeil. Dies war für ihn eine
vormilitärische Ausbildung, die ihm
später bei der Wehrmacht von Nutzen
war.Der Postschutz hatte nach dem 1.
Weltkrieg als Vorläufer den „Hausschutz
4“ für die Postgebäude. In den
30iger Jahren wurde der Postschutz
organisatorisch ausgeweitet. 1936
hatte der Postschutz im Deutschen
Reich eine Stärke von 36000 Mann.
Mit Kriegsbeginn 1939 wurden Postschutzmänner
zum Aufbau und zur
Erhaltung der Postanlagen in den eroberten
Gebieten eingesetzt. Am 1.
Mai 1942 wurde der Postschutz in die
SS überführt. Dies war sicherlich für
viele Postler ein schweres Manko nach
Kriegsende.
Ein Gruppenfoto der Postschutzmänner
von Rauschen aus der Vorkriegszeit
zeigt das Bild auf Seite 30.
Die Personen auf dem Foto (nächste
Seite) von links nach rechts, stehend:
Amtsleiter Wolter, Walter Neumann,
Albert Wasserberg, Konrad
Lindenau, Hugo Kroll, Kurt Resenberg,
Helmut Bosch, Alfred Korella,
Erich Beckmann, knieend: Fritz Mu-28
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