Full text : Unser Schönes Samland

Ausgaben dieser Provinzen katalogisiert
sind. Von diesem Gebiet werden über
230 Orte aufgeführt, in denen Notgeldscheine,
 z. T. von verschiedenen Institutionen,
 herausgegeben wurden. Z. B.
liegt von Königsberg (Pr) Notgeld der
Königl. Regierungshauptkasse, des Provizialverbandes

 Ostpreußen, des Giro-Verbandes
 für Ost- und Westpreußen,
der Reichsbahndirektion, der Stadt und
von anderen vor.

Hans-Georg Klemm,
Sudetenstr. 11, 91080 Uttenreuth

Fünf Jahre auf Spurensuche in Nordostpreußen

- Kinderlager der Nachkriegszeit -

1994 machten wir uns das erste Mal
auf den Weg, um die Orte aufzusuchen,
in denen wir ein Stück unseres Lebens
verbracht hatten, nachdem wir elternlos
monatelang hungernd und frierend allein
 zurückgeblieben waren. Erst 1946
wurden offiziell Kinderhäuser für „Waisen
 der deutschen Bevölkerung“ eingerichtet.
 Eine Unterbringung war keine
Garantie, jedoch eine Chance zum
Überleben. Die russische Administration

 selbst bestätigt in den vielen Dokumenten
 dieser Zeit, daß noch 1947 die
Lage katastrophal gewesen sei. Wer einigermaßen
 bei Kräften war und davon
gehört hatte, den zog es nach Litauen.
Kirche Schaaken war der erste Ort
den wir aufsuchten. Dorthin hatte man
das Kinderlager von Liska Schaaken
verlegt, (siehe den Bericht „Spurensuche
 der Waisenkinder“ im Heimatbrief
 IV/1996, Folge 132, Seite 67).

In Pobethen befand
sich ebenfalls ein Haus,
das auch als Auffanglager
für Kinder diente, die im
Samland oder dem Raum
Königsberg aufgegriffen
wurden. Kinder die zuerst
in Neukuhren untergebracht
 waren, siedelten
nach Pobethen über. Das
Haus war ständig überfüllt
und dem Ansturm nicht
gewachsen. Oft war es
nicht mehr möglich, die
Kinder zu registrieren bevor
 sie starben. Namenlos,
wie so viele, fanden sie Die Kirchenruine in Pobethen .. .

ihre letzte Ruhestätte hinter der Kirche
in Pobethen. Dies bestätigten mir zwei
deutsche Betreuerinnen des Hauses.
Auch die beiden Brüder einer Mitreisenden
 liegen hier begraben. Jetzt
steht zum Gedenken an sie ein Kreuz an
der Stelle und wir hoffen, es in diesem
Jahr wieder vorzufinden.
Die Häuser stehen noch und werden
privat genutzt. Alle 18 Kinderhäuser
Nordostpreußens konnten im Laufe der
Jahre ausfindig gemacht und fotografiert
werden. In einigen wenigen Häusern
leben russische Kinder, andere sind nur
noch Ruinen. Für unsere Dokumentation
 aber wertvoll.
Ein besonderer Dank gebührt den
mitreisenden Gästen, die sich geduldig
an unserer Suche beteiligten. Ihr Verständnis
 für die Trauer und Verwirrung
bei den Betroffenen half Erinnerung
und Realität in Einklang zu bringen.

Christa Pfeiler-Iwohn,
Laurembergstieg 3, 22391 Hamburg,
Telefon: 040-536 25 04

.... und das hier errichtete Kreuz mit der Inschrift:

Zum Qedenken
Qerhard Qünther
1937-1947 1941 -1947

aus Rudau

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Liebe Heimatfreunde,

in Folge 141 „Unser schönes Samland“, Seite 63, fragt Frau Hanella, wie die Kirche
Heiligenkreutz zu ihrem Standort und der Ort zu seinem Namen kam. Auch ich
habe bei Herrn Kantor Hoffmann die Legende vom Kreuz gelernt und wenn ich
mich recht erinnere beginnt das Gedicht wie folgt:

Einst spülte die Ostsee ein Kreuz aus Holz
an Samlands gesegnete Küste.
Die Leute gingen vorüber stolz,
ein jeder mit A ndacht es küßte. ........

Leider sind mir die weiteren Strophen entfallen. Vielleicht erinnert sich jemand?
Frieda Rotzkat, geb. Wichmann, An den Weiden 16, 53757 Sankt Augustin
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