Neukuhren
Da sind sie wieder, die ehemaligen
„Flugplatzstifte“ von Neukuhren, in
Singen am Hohentwiel.
Nun schon zum 10. Male trafen wir
uns in Singen, direkt am Fuße des
Hohentwiel, Nähe Bodensee.
Evi und Dieter Schneidereit hatten
uns an ihrem jetzigen Heimatort zusammengeführt.
Zehn ehemals angehende
Flugzeugbauer und acht Ehefrauen
trudelten dort ein, wo sie gut
untergebracht und versorgt wurden.
„Fips“ (Dieter) Schneidereit erinnerte
bei der Begrüßung mit einer
Schweigeminute an unseren im Frühjahr
verstorbenen Kollegen Kurt Hartmann,
geboren in Kumehnen. Dann
gab Evi das Programm bekannt, wie in
jedem Jahr voller Überraschungen.
Frauen und Männer saßen getrennt,
hatten sich aber alle gleich viel zu
erzählen.
Am Montag ging’s per Bus zum
nahgelegenen Rheinfall bei Schaffhausen
und zum reizvollen Städtchen
Stein am Rhein in der Schweiz.
Am Dienstag sahen wir in Singen
die Landesgartenschau mit ihrer Vielfalt
an Pflanzen und Blumen, dann eine
sehenswerte Kirche und - wie konnte
es anders sein - natürlich den Flugplatz
bei Hilzingen, wo nach einen interessanten
Vortrag sechs von uns zu
einem Rundtlug starteten.
Am Mittwoch wurden das Faschingsmuseum
und das Städtchen Ra58
dolfzell am Bodensee besichtigt. Überall
gab’s Frohsinn miteinander und abends
wurde geplaudert was das Zeug hält.
Beim Abschied, am Donnerstag,
versprachen Bernhild und Erhard
Schwoll, das 11. Treffen im Jahr 2001 in
Hannover auszurichten. Spätestens
dann hoffen wir auf ein Wiedersehen
mit unseren „Nordlichtern“ Heinz Balczukat,
Günther Behrendt, Gerhard
Dumonti, Gerhard Hoffmeister, Bernhard
Klienspahn und Alfred Schlicker,
die aus verschiedenen Gründen fehlten.
ln der Hoffnung, daß wir uns in dieser
Runde noch oft treffen, grüße ich
alle Samländer und wünsche ein frohes
Weihnachtsfest und einen guten Rutsch
ins neue Jahr.
Horst Kischnick,
Berliner Straße 12, 65760 Eschborn,
Telefon: 0 61 96 - 4813 42
Pobethen -
Kunstschmiedearbeiten für St. Lorenz
ünser Kreistreffen 2000 am dritten
Wochenende in Pinneberg liegt hinter
uns. Leider war unsere Ortsgemeinschaft
nicht so stark vertreten wie in
den Jahren zuvor. Trotzdem gab es viel
zu erzählen und die Gedanken kehren
immer wieder in die Heimat zurück.
Besonders in der Vorweihnachtszeit
ziehen die Bilder der Kindheit und der
Jugendzeit an uns vorüber. In der Erinnerung
überwiegen die positiven Erlebnisse,
selbst wenn es um die Lehrjahre
geht, und vor mir sehe ich noch einmal
die Kunstschmiedearbeiten an der
Kirchentür in St. Lorenz.
Bei Schmiedemeister Adolf Suhr
erlernte ich das Schmiedehandwerk
(Siehe auch Folge 143, Seite 65). 1941
bekam Meister Suhr einen Regierungsauftrag
über den Türbeschlag für die
Kirche in St. Lorenz. Eine aufwendige
Kunstschmiedearbeit, die nach drei
Tagen fertiggestellt war. Die kunstvolle
„Filigranarbeit“ wurde von Fleischermeister
Hans Bobeth auf seinen Anhänger
verladen und gemeinsam fuhren
wir, der Meister und wir beiden
Lehrlinge zum Montieren nach St.
Lorenz. Nach getaner Arbeit - Adolf
Petschuleit und ich mußten die Bänder
montieren - erschien der Schmiedemeister
aus St. Lorenz, um unsere
Arbeit zu begutachten. Nach kurzer
Fachsimpelei waren beide Meister sich
einig, die Arbeit im Wirtshaus zu
„begießen“. Es war wohl ein besonderer
Tag, denn wir beiden Lehrlinge
durften mit den Meistern an einem
Tisch sitzen, was zu damaliger Zeit
nicht immer üblich war. Diese Situation
machte uns mutig und wir überlegten,
ob wir den beiden Schmiedemeistern
ein Bier bestellen sollten. Gedacht, 59